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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft | Senatskanzlei | Der Senator für Finanzen

Bremen investiert in Klimaschutz, Bildung und Infrastruktur

Modernisierung der Botanika, neue Stadtbäume und klimafreundliche Infrastruktur

10.03.2026

Der Senat hat heute (10. März 2026) wichtige Projekte im Zuständigkeitsbereich der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft für knapp 16 Millionen Euro aus dem Investitionssofortprogramm beschlossen. Ein Teil der Mittel fließt in Maßnahmen für mehr natürlichen Klimaschutz und eine klimaresiliente Stadtentwicklung. Geplant sind unter anderem Baumpflanzungen, zusätzliche Grünflächen und Entsiegelungen sowie Investitionen in energieeffiziente Gebäude, erneuerbare Energien und klimafreundliche Infrastruktur öffentlicher Einrichtungen.

Andreas Bovenschulte, Bürgermeister: "Der Senat hält Wort und setzt seine Investitionsoffensive fort. Wir investieren in Klimaschutz und Klimaanpassung, in unsere Infrastruktur und unsere Lebensqualität. Der Fokus des Investitions-Sofortprogramms liegt auch dieses Mal auf so genannten schaufelfertigen Projekten, die möglichst sofort umgesetzt werden. Damit nicht nur die Menschen in unserer Stadt schnell profitieren, sondern damit auch unsere Wirtschaft und unser Handwerk spüren, dass es aufwärts geht."

Björn Fecker, Senator für Finanzen: "Wir nehmen knapp 16 Millionen Euro aus dem Investitionssofortprogramm in die Hand, um auch den Klimaschutz voranzubringen. Schließlich dienen die Mittel neben Investitionen in die Infrastruktur dazu, einen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Wir attraktiveren die Botanika als Umweltbildungsort, pflanzen hunderte Bäume, verbessern durch Entsiegelungen die Biodiversität, sorgen für intakte Betriebshöfe des Umweltbetriebs, sanieren das Krematorium und bringen die Energiewende in öffentlichen Unternehmen voran. Mir ist wichtig, dass bei den Vorhaben der Klimaschutz konsequent mitgedacht wird. So ist vorgesehen, die Botanika auch energetisch zu sanieren und mit einer zusätzlichen Photovoltaik-Anlage auszustatten. Auch auf die Dächer der ertüchtigten Betriebshöfe und des sanierten Krematoriums kommen Photovoltaik-Anlagen. Nicht zuletzt legen wir ein fünf Millionen schweres Förderprogramm auf, damit bremische Gesellschaften und Eigenbetriebe ihren Energieverbrauch reduzieren und klimafreundlich gestalten können. Das reicht von der energetischen Optimierung von Gebäuden und technischen Anlagen über die Umstellung der Wärmeversorgung bis zur Elektrifizierung der Fahrzeugflotte. All das spart CO2, senkt die Kosten und zahlt beim Klimaschutz ein."

Botanika wird moderner, barriereärmer und klimafreundlicher

Die Botanika in Bremen wird modernisiert und weiterentwickelt. Zwei Millionen fließen in die Botanika, um die Einrichtung zukunftsfähig zu stärken.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Die Botanika ist ein wichtiger Bildungs- und Erlebnisort für Menschen jeden Alters. Sie vermittelt Wissen über biologische Vielfalt, beherbergt einen bedeutenden Teil der weltweit größten Rhododendron-Sammlung und ist ein beliebtes Ziel für Besucherinnen und Besucher aus Bremen, der Region und dem internationalen Tourismus. Mit den geplanten Investitionen soll die Attraktivität der Anlage weiter gesteigert und ihre Rolle als Lern- und Erholungsort gestärkt werden."

Geplant sind unter anderem neue Exponate und eine moderne Ausstattung für das Seminarzentrum und die "Grüne Schule", damit aktuelle wissenschaftliche Themen anschaulich und zeitgemäß vermittelt werden können. Gleichzeitig wird die Botanika barriereärmer gestaltet – etwa durch Automatiktüren, ein neues Leitsystem für blinde, seh- und hörbehinderte Menschen sowie zusätzliche Sitzmöglichkeiten.

Auch der Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle: Die Gewächshauswelten werden energetisch optimiert, eine zusätzliche Photovoltaikanlage installiert und Gebäude energetisch verbessert. Darüber hinaus wird die Sanitäranlage modernisiert und stärker auf Wassersparen und Regenwassernutzung ausgerichtet.

Mit diesen Maßnahmen investiert Bremen gezielt in Bildung, Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Die Botanika soll sich so weiterhin als moderner Lernort, attraktives Ausflugsziel und wichtiger Standortfaktor für die Stadt entwickeln. Erste Maßnahmen könnten bereits im Laufe des Jahres 2026 beginnen.

Mehr Stadtgrün und Entsiegelung

Darüber hinaus hat der Senat beschlossen, aus dem Investitionssofortprogramm den Co-Finanzierungsanteil für Projekte im "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" bereitzustellen. Dafür stellt Bremen in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt zwei Millionen Euro bereit. Diese Mittel dienen gezielt als Kofinanzierung, um umfangreiche Fördermittel des Bundes aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz einzuwerben und zusätzliche Projekte in Bremen umzusetzen.

Mit dieser Investition kann ein stadtweites Begrünungs- und Entsiegelungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von über neun Millionen Euro realisiert werden. Geplant sind unter anderem mehrere hundert neue Baumpflanzungen im Straßenraum, auf Spielplätzen und in Parkanlagen sowie Verbesserungen bestehender Baumstandorte. Darüber hinaus sollen neue Naturoasen entstehen, versiegelte Flächen entsiegelt und ökologisch aufgewertet sowie Maßnahmen für eine klimaresiliente Entwicklung der städtischen Wälder vorbereitet werden.

Senatorin Müller: "Mehr Grünflächen, zusätzliche Bäume und naturnahe Räume verbessern das Stadtklima, stärken die Artenvielfalt und schaffen zugleich attraktive Orte für Erholung und Begegnung. Damit leisten wir mit diesen Investitionen auch einen wichtigen Beitrag zu den langfristigen Klimazielen des Landes. Bremen soll bis 2038 klimaneutral werden. Die Verstärkung des natürlichen Klimaschutzes – etwa durch mehr Stadtgrün, CO2-Bindung in den Böden – ist ein zentraler Baustein auf diesem Weg."

Energiewende in öffentlichen Unternehmen gezielt voranbringen

Des Weiteren hat der Senat beschlossen, die Energiewende in bremischen Beteiligungsgesellschaften gezielt zu unterstützen. Für die Jahre 2026 und 2027 werden dafür insgesamt fünf Millionen Euro bereitgestellt.

Bremische Mehrheitsbeteiligungen, Eigenbetriebe und Anstalten des öffentlichen Rechts übernehmen aufgrund ihrer Nähe zur öffentlichen Hand eine besondere Vorbildfunktion beim Klimaschutz. Der Senat hat daher das Ziel formuliert, dass diese Einrichtungen möglichst bereits bis 2032 klimaneutral arbeiten. Mit einem neuen Förderprogramm sollen sie bei den dafür notwendigen Investitionen unterstützt werden.

Gefördert werden insbesondere Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Dazu zählen etwa die energetische Optimierung von Gebäuden und technischen Anlagen, der Ausbau erneuerbarer Energien wie Photovoltaik, die Umstellung der Wärmeversorgung auf klimafreundliche Systeme sowie der Aufbau von Ladeinfrastruktur und die Elektrifizierung von betriebseigenen Fahrzeugflotten.

Senatorin Müller: "Unsere bremischen Beteiligungsgesellschaften gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen, wie Klimaschutz und Verantwortung Hand in Hand gehen. Mit unserer Förderung schaffen wir die Rahmenbedingungen, damit sie künftig noch klimaneutraler wirtschaften können."

Der Senat setzt mit den Investitionsmitteln wichtige Impulse für die Energiewende im öffentlichen Unternehmensbereich.

Infrastruktur des Umweltbetriebs Bremen (UBB) wird modernisiert

Der Senat hat zudem die Modernisierung der Infrastruktur der Umweltbetriebs Bremen (UBB) beschlossen. Insgesamt werden rund 6,9 Millionen Euro in diesem und nächstem Jahr in die Sanierung von Betriebshöfen, Lagerplätzen und das Krematorium fließen.

Geplant sind drei Arbeitspakete: Die Lagerplätze Hochschulring und Höpkens Ruh werden ertüchtigt, damit Grünabfälle künftig rechtskonform, betriebssicher und dauerhaft leistungsfähig gelagert werden können. Der Standort Höpkens Ruh wird zudem ans Stromnetz angeschlossen, um einen zeitgemäßen Betrieb zu ermöglichen.

Das zweite Arbeitspaket umfasst Kernsanierungen an den Betriebshöfen Horn-Lehe, Huckelriede und Mitte (Zentralwerkstatt Osterholz) sorgen dafür, dass Arbeitsbedingungen verbessert, arbeitsschutzrechtliche Vorgaben eingehalten und Gebäude energetisch aufgewertet werden. Ergänzend werden auf den Dächern aller Standorte Photovoltaikanlagen installiert, um mehr eigenen, erneuerbaren Strom zu erzeugen und die Abhängigkeit von teurerem externem Energiebezug zu verringern.

Arbeitspaket drei sieht eine Kernsanierung des Krematoriums vor. Zur Sicherstellung eines wirtschaftlichen Betriebs der Verstorbenenhalle (Kühlhaus) ist eine umfassende Modernisierung erforderlich. Der bestehende Altbestand ist energetisch ineffizient und die aktuell eingesetzte Kühltechnik darf aufgrund gesetzlicher Vorgaben ab 2028 nicht mehr betrieben werden. Die veraltete Kühltechnik wird ersetzt, Abwärme aus den Brennöfen künftig sinnvoll genutzt und eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf dem Dach der Verstorbenenhalle errichtet.

Senatorin Müller: "Mit diesen Investitionen machen wir den Umweltbetrieb Bremen fit für die Zukunft. Wir sichern wichtige Infrastruktur für die Stadt, verbessern die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und senken zugleich Energieverbrauch und Emissionen. Das bringt uns unserem Ziel, die klimaneutral aufzustellen einen großen Schritt näher."

Auf diesem Weg werden zentrale Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge zukunftsfest, energieeffizienter und klimafreundlicher aufgestellt.

Gespeist wird das Investitionssofortprogramm des Landes Bremen aus Mitteln des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Daraus stehen dem Land Bremen in den kommenden Jahren insgesamt 941 Millionen Euro zur Verfügung. Das Investitionssofortprogramm für die Jahre 2026/27 hat einen finanziellen Umfang von rund 354 Millionen Euro. Darin sind Maßnahmen enthalten, die im Sinne einer konjunkturellen Soforthilfe schnell umgesetzt werden können.

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