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"Bremen hat das Know-how für ökonomischen Erfolg"

Maritimer Koordinator der Bundesregierung tauscht sich bei Bremen-Besuch mit den Senatorinnen für Häfen, Wirtschaft und Stadtentwicklung aus

23.02.2023

Zum Abschluss seiner Tour durch die norddeutschen Küstenländer hat Dieter Janecek, seit rund vier Wochen neuer Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Tourismus, am heutigen Donnerstag (23. Februar 2023) Bremen besucht. Gemeinsam mit Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, und Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, informierte sich Janecek zunächst bei einem Besuch im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) über aktuelle Forschung im Themenfeld Maritime Technologien. Schwerpunktthemen der Vorträge von Experten des DFKI und des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung war die Entwicklung neuer Über- und Unterwasser-Technologien wie zum Beispiel elektrische Energiespeicher und die Möglichkeiten des Einsatzes von mobiler Robotik für Wartung und Instandhaltung unter Offshore-Bedingungen.

Gespräche über maritime Zukunftsthemen: Dieter Janecek mit den Senatorinnen Dr. Claudia Schilling (2. von rechts), Kristina Vogt (rechts) und Dr. Maike Schaefer (links). Foto: DFKI, Annemarie Popp
Gespräche über maritime Zukunftsthemen: Dieter Janecek mit den Senatorinnen Dr. Claudia Schilling (2. von rechts), Kristina Vogt (rechts) und Dr. Maike Schaefer (links). Foto: DFKI, Annemarie Popp

Dieter Janecek, Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Tourismus: "Die maritime Wirtschaft steht im Zuge der Klimakrise vor einem großen Umbruch, die viele wirtschaftliche Chancen eröffnet. Die Hansestadt Bremen hat hervorragende Voraussetzungen, um ökonomisch und gesellschaftlich hiervon zu profitieren. Offshore-Wind, Robotik oder der innovative Schiffsbau sind unter anderem Bereiche, in den Bremen das Know-how hat, um ökonomisch noch erfolgreicher zu werden."

Austausch zur Bedeutung der Häfen

In Bremen informierte sich Janecek auch über die aktuellen Entwicklungen im zweitgrößten deutschen Seehafen. Dr. Claudia Schilling betonte bei einem fachlichen Austausch dessen Rolle als Motor der deutschen Wirtschaft. "Mit dem Neubau der Containerkaje und der Erweiterung der Hafeneisenbahn gehen wir große Zukunftsaufgaben an und werden erhebliche Mittel investieren. Dies tun wir, um die Exportwirtschaft in Deutschland zu stärken. Immerhin gehen 90 Prozent des deutschen Exports über die Seehäfen." Schilling machte auch deutlich, dass die deutschen Seehäfen eine zentrale Rolle für das Gelingen der Energiewende und damit für die Energiesicherheit in Deutschland haben. "Dieser Verantwortung werden wir als Hafenstandort gerecht werden und die Voraussetzungen schaffen für den Ausbau der Offshore-Windenergie und den Import von grünem Wasserstoff." Allerdings erwarten die Küstenländer eine deutliche Erhöhung der Beteiligung des Bundes an der Seehäfen-Finanzierung.

Gemeinsam mit Janecek hat Senatorin Schilling auch den Stand der Vorbereitung der 13. Nationalen Maritimen Konferenz besprochen, bei der die Hansestadt am 14. und 15. September Gastgeber ist. Bremen hatte sich im Herbst vergangenen Jahres auf Initiative von Senatorin Schilling für die Ausrichtung beworben. Die Nationale Hafenstrategie und ihre Bedeutung für die maritime Wirtschaft werden im Fokus des größten Treffens der maritimen Branche mit etwa 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stehen. Die Veranstaltungsreihe gilt als wichtige Plattform für neue Impulse und als Forum für den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Verbänden und Politik. Organisator der Konferenz unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers ist der Maritime Koordinator der Bundesregierung.

"Den Innovationsvorsprung sichern"

Die Bedeutung der maritimen Wirtschaft und Logistik für den Standort Bremen diskutierte der Maritime Koordinator mit Kristina Vogt: "Die maritime Wirtschaft und Logistik sind zentrale Pfeiler der Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven. Sie gehört zu den beschäftigungsintensivsten und umsatzstärksten Branchen und erwirtschaftet mit über 1.500 Unternehmen mit etwa 80.000 Beschäftigten ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts des Landes Bremen", sagte Senatorin Vogt. "Wir wollen den Innovationsvorsprung sichern, den wir durch zahlreiche Hochschulangebote und 16 außenuniversitäre Forschungseinrichtungen haben, um die Unternehmen weiterhin erfolgreich im Weltmarkt zu positionieren. Dafür bietet der maritime Wissenschaftsstandort Bremen ideale Voraussetzungen: die Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der Meerestechnik und Robotik, die wir heute mit dem DFKI und dem Fraunhofer IFAM gemeinsam mit Bremer Unternehmen präsentieren, belegen eindrucksvoll die Innovationskraft am Standort Bremen. So erproben schon heute in Bremen entwickelte Unterwasserroboter und auch hochautomatisierte fliegende Drohnen ihren zukünftigen Einsatz zur Überwachung von Offshore Windparks um die Sicherheit der Energieversorgung zu erhöhen."

Klimaschutz-Senatorin Maike Schaefer ging es bei dem Austausch mit dem Maritimen Koordinator um neue Technologien: "Auf künstliche Intelligenz basierte Maritime Robotik und Technologie ist eine große Chance für den maritimen Umweltschutz und der Offshore-Energie - ob für das Auffinden und Bergen von Munitionsaltlasten oder anderer Umweltverschmutzungen. Zudem wird der Ausbau der Offshore-Windenergie wird nur mit mariner Robotik gelingen, um die Offshore-Anlagen beispielsweise unter widrigsten Meeresbedingungen zu installieren."

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Ansprechpersonen für die Medien:

  • Nina Willborn, Pressesprecherin bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen. Telefon: (0421) 361-92713, E-Mail: nina.willborn@swh.bremen.de
  • Christoph Sonnenberg, Stellvertretender Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wae.bremen.de
  • Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de
  • Annika Einhorn, Pressesprecherin Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Tel.: 030 18615-6122, E-Mail: Annika.Einhorn@bmwk.bund.de