Auf dem Weg zur Internationalen Bauausstellung im Land Bremen
07.04.2026Was ist der Mehrwert einer Internationalen Bauausstellung in Bremen? Und was wäre ihr Thema? Diesen Fragen geht das Senatsressort für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung seit Mitte 2025 intensiv nach. Jetzt werden die ersten Erkenntnisse öffentlich: Am 8. April 2026 eröffnet Senatorin Özlem Ünsal offiziell die erste IBA-Werkstatt im Bremer Zentrum für Baukultur (bzb) am Wall.
Die Werkstatt ist dabei mehr als ein Abend: Als Ausstellung bleibt sie vom 8. April bis zum 8. Mai für die Öffentlichkeit zugänglich – ein ganzer Monat, in dem Bremerinnen und Bremer das Land der Quartiere entdecken, kommentieren und eigene Ideen einbringen können. Gleichzeitig geht eine flankierende Internetseite online, die den Werkstattbericht, Hintergründe und den Prozess bündelt. Im Zentrum steht der erster IBA-Werkstattbericht, der unter der Leitung der Senatsbaudirektion erarbeitet wurde. Der Bericht versteht sich ausdrücklich als Diskussionsgrundlage: Im Laufe des Jahres soll daraus ein Memorandum entstehen, das die inhaltlichen und strukturellen Grundlagen für eine IBA im Land Bremen zusammenfasst.
Das Leitbild lautet "Bremen – Land der Quartiere". Die Idee dahinter: Die großen Zukunftsaufgaben – sozialer Zusammenhalt, Bestandsentwicklung und Klimaanpassung – lassen sich am besten dort lösen, wo Menschen tatsächlich leben und arbeiten: im Quartier. Entlang der Weser reihen sich in Bremen und Bremerhaven dutzende Quartiere mit ganz unterschiedlichen Prägungen aneinander. Viele davon stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Gebäude fallen aus der Nutzung, Infrastrukturen müssen erneuert werden, Flächen sind knapp.
Senatorin Özlem Ünsal betont: "Im Quartier liegt der Schlüssel für die anstehenden Transformationsprozesse. Eine IBA bietet unserem Bundesland Bremen die Chance, Wege und Antworten für die Zukunft zu finden – mit dem Blick auf die Vielfalt und Eigenständigkeit unserer Quartiere. Ich lade alle Quartiersmacher:innen, die Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein, diesen Weg gemeinsam mit uns aktiv mitzugehen."
Drei Begriffe geben dieser IBA- Phase ihre Richtung: Sozial – weil Quartiere gemeinwohlorientiert und mit den Menschen vor Ort gestaltet werden müssen. Robust – weil Quartiere auf das vorbereitet sein müssen, was kommt: gesellschaftlich, wirtschaftlich, klimatisch. Und zirkulär – weil Bauen und Bestandsentwicklung als Kreislauf gedacht werden müssen, nicht als Einbahnstraße. Als Zwei-Städte-Staat sind in Bremen staatliche und kommunale Ebenen besonders eng verzahnt – ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal. Die IBA will genau diese Nähe nutzen und eine neue Planungskultur erproben, die auf Austausch und Lernen setzt.
Nach der Begrüßung durch die Senatorin führt Bremens Senatsbaudirektor Arend Bewernitz in den Werkstattbericht ein. Regisseurin Lilli Thalgott zeigt eigens produzierte Kurzfilme über Bremer Quartiere. Anschließend diskutieren die baupolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bürgerschaft über die IBA-Perspektive für Bremen. Lars-Christian Uhlig vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ordnet das Vorhaben fachlich ein Moderiert wird der Abend von Frauke Burgdorff aus Aachen. Den Abschluss bildet eine offene Gesprächsrunde.
Auf einen Blick
Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de