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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremen entsiegelt weiter – gemeinsam für mehr Grün

Jetzt mitmachen bei "Bremen pflastert ab!" und kostenfreie Big Bags für den Abtransport sichern

13.07.2026

Mit "Bremen pflastert ab!" liegt unsere Stadt beim Entsiegeln zur Halbzeit bundesweit vorne – jetzt noch kostenfreie Big Bags zum Abtransport der Steine sichern. Es geht darum, das Klima zu schützen, die Natur zu fördern und gleichzeitig das eigene Wohlbefinden zu steigern: Wer seinen (Vor-)Garten oder Hinterhof entsiegelt, also Steine oder Beton entfernt und den Erdboden freilegt und bepflanzt, tut Bremen in vielerlei Hinsicht etwas Gutes.

Wo es grünt und summt, heizt sich im Sommer die Stadt weniger auf. Wenn es regnet, kann das Regenwasser besser versickern und zur Entlastung der Kanalisation beitragen. Heimische Pflanzen und Stauden locken Insekten und andere Tiere an und bieten ihnen Nahrung und Unterschlupf. Und auch wir Menschen fühlen uns in einer naturnahen Umgebung nachweislich wohler.

Um diese Ziele zu erreichen, hat die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Henrike Müller, den Wettbewerb "Bremen pflastert ab!" ausgerufen. Noch bis Ende Oktober können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine um die Wette entsiegeln und versuchen, einen der begehrten Preise zu gewinnen und gleichzeitig Bremen im bundesweiten Wettbewerb (abpflastern.de) zu einem Platz auf dem Treppchen zu verhelfen. Bremen spielt dort in der Liga Großstädte (über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner).

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Wir freuen uns über die vielen Bremerinnen und Bremer, die sich mit viel Herzblut dafür einsetzen, unsere Stadt grüner und lebenswerter zu machen. Dieses Engagement macht einen echten Unterschied – für die Nachbarschaft und für ganz Bremen. Gerade in dieser Woche mit den angekündigten hohen Temperaturen zeigt sich, wie wichtig mehr Grün in unserer Stadt ist. Besonders in dicht bebauten und stark versiegelten Quartieren sorgt jede Grünfläche für mehr Schatten, kühlt die Umgebung und verbessert die Lebensqualität. Dabei geht es nicht um Ideologien, sondern um ganz praktische Verbesserungen, die alle im Alltag spüren. Deshalb gilt: Wo immer es möglich ist, sollte Grau durch Grün ersetzt werden – auf Plätzen, an Straßen und auch an Fassaden. Ein herzliches Dankeschön an alle, die bereits mit anpacken. Gemeinsam machen wir Bremen Schritt für Schritt widerstandsfähiger gegen Hitze und noch lebenswerter für alle."

Wettbewerb bereits zur Halbzeit ein Erfolg

Seit Ende Juni lag Bremen im Wettbewerb der Großstädte auf Platz 1 mit bisher 471,25 Quadratmetern entsiegelter Fläche (zweiter Platz: Ingolstadt, dritter Platz: Krefeld). Besonders bemerkenswert: Fast alle der knapp 30 Flächen stammen von Privatpersonen. Die meisten sind klein, wie Vorgärten oder Terrassen – rund 70 Prozent sind unter 20 Quadratmeter groß. Auch vor dem Hintergrund des landesweiten Verbotes von Schottergärten ab einer Größe von zehn Quadratmeter (Landesbauordnung, gültig seit 2023, Übergangsfrist bis Ende 2026), ist die Kampagne "Bremen pflastert ab!" damit bereits zur Halbzeit ein Erfolg. Im Ranking der Bremer Stadteile führt aktuelle Walle (124 Quadratmeter), gefolgt von Findorff (65,75 Quadratmeter) und Obervieland (46 Quadratmeter). Inzwischen ist Bremen im Bundeswettbewerb auf den dritten Platz gerutscht, also Zeit nachzulegen

Im freundschaftlichen Nordderby mit Hamburg, das Umweltsenatorin Henrike Müller und ihre Hamburger Amtskollegin Katharina Fegebank mit einem Augenzwinkern angestoßen haben, besteht jetzt noch die Chance, weitere Flächen zu entsiegeln, bevor Hamburg seine Zahlen veröffentlicht.

Das Engagement der privaten Akteure bei der Entsiegelung wird in 2026 durch öffentliche Entsiegelungsprojekte ergänzt, wie die Entsiegelung am Lucie-Flechtmann-Platz oder die Vergrößerung von über hundert Baumscheiben in der Vahr. Diese Projekte werden durch erfolgreiche Anträge im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundes gefördert und von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft koordiniert.

"Bremen pflastert ab"

Wer in Bremen am meisten abpflastert, gewinnt die Goldene Spitzhacke und ein Preisgeld in Höhe von 600 Euro von Hansewasser. Für die schönste und ökologisch am wertvollsten gestaltete Fläche winken die Goldene Gießkanne und 400 Euro von Hansewasser. Und schließlich erhält der engagierteste Stadtteil den Wanderpokal Grüner Roland. Das Entsorgungsunternehmen Nehlsen unterstützt "Bremen pflastert ab!" außerdem mit dem "Pflasterlaster": Wer mindestens fünf Quadratmeter entsiegelt, kann einen Big Bag erhalten, den Nehlsen kostenfrei abholt. Trotz hoher Nachfrage nach dem Pflasterlaster gibt es weiterhin ausreichend Big Bags – die beginnende Ferienzeit ist also der beste Zeitpunkt, um loszulegen und sich eine grüne Oase zu schaffen.

"Bremen pflastert ab!" läuft noch bis zum 31. Oktober 2026. Alle Informationen, Termine zu Mitmachbaustellen und Eintragen von entsiegelten Flächen über www.bremen-pflastert-ab.de/
www.bremen-pflastert-ab.de. Die Siegerehrung findet am 19. November 2026 durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft statt.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de

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