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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremen entlastet Studierende

Senkung des Studierendenwerksbeitrags ab Sommersemester 2027

30.06.2026

Studieren in Deutschland wird für viele junge Menschen zunehmend zur finanziellen Herausforderung. Auch in Bremen spüren Studierende die gestiegenen Lebenshaltungskosten, insbesondere bei den Mieten. Um die Studierenden gezielt zu entlasten und Bremen als attraktiven Studienstandort zu stärken, hat der Senat heute (30. Juni 2026) beschlossen, den Studierendenwerksbeitrag ab dem Sommersemester 2027 zu senken.

Möglich wird dies durch eine Erhöhung des Zuschusses an das Studierendenwerk um insgesamt 1,2 Millionen Euro im Jahr 2027. Für die rund 31.000 Studierenden an den staatlichen Hochschulen bedeutet das eine Reduzierung des Semesterbeitrags um 18 Euro pro Semester. Damit wird die jüngste Erhöhung des Deutschlandsemestertickets praktisch ausgeglichen.

Bereits in den vergangenen Jahren hat Bremen die Mensapreise und die Mieten in den Wohnheimen des Studierendenwerks weitgehend stabil gehalten.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Das ist ein wichtiger Beitrag, um Studierende vor weiteren finanziellen Belastungen zu schützen. Mit der nun beschlossenen Senkung des Studierendenwerksbeitrags geht Bremen einen weiteren Schritt, um die Chancengleichheit im Studium zu fördern. Die Aufnahme eines Studiums darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen."

Der Semesterbeitrag ist zum Wintersemester 2026/27 gestiegen, da auch die Kosten für das Deutschlandsemesterticket deutlich angestiegen sind. Dieses wird bilateral zwischen den Allgemeinen Studierendenausschüssen der Hochschulen und der BSAG verhandelt, das Wissenschaftsressort hat hierauf keinen Einfluss. Durch die nun beschlossene Unterstützung kann der Beitrag ab dem Sommersemester 2027 wieder gesenkt werden. Damit greift der Senat die Debatte um die finanzielle Belastung der Studierenden auf und setzt ein klares Zeichen für mehr soziale Gerechtigkeit im Hochschulbereich.

Die Umsetzung der Beitragssenkung ist zum Sommersemester 2027 vorgesehen, da die Hochschulen und Studierenden für die Planungssicherheit frühzeitig über die neuen Beiträge informiert werden müssen. Die notwendigen formalen und finanziellen Schritte werden nun vorgenommen.

Der Senat setzt sich zudem weiterhin auf Bundesebene für eine umfassende Reform des BAföG ein, damit mehr Studierende von einer besseren finanziellen Unterstützung profitieren können. In der jüngsten Wissenschaftsministerkonferenz am 29. Juni 26 haben die Länder mit einem Beschluss erneut bekräftigt, dass die Reform einschließlich der Anhebung der Wohnkostenpauschale zeitnah umgesetzt werden muss.

Mit dieser Maßnahme unterstreicht Bremen sein Engagement für faire Bildungschancen und eine starke, vielfältige Hochschullandschaft.

Senatorin Müller: "Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten ist eine verlässliche Ausbildungsförderung wichtiger denn je. Viele Studierende sind bereits durch Prüfungen, Praktika und Hausarbeiten stark gefordert, sodass zusätzliche Erwerbstätigkeit oft kaum möglich ist. Wer bei der Förderung spart, riskiert, dass junge Talente verloren gehen – und schwächt damit auch die Zukunftsfähigkeit des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Bremen."

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de

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