Sie sind hier:
  • Startseite
  • Branchenvielfalt in Bremen: Von Feuerungsanlagen bis zu Schellack

Senatskanzlei

Branchenvielfalt in Bremen: Von Feuerungsanlagen bis zu Schellack

Bürgermeister Bovenschulte besucht Saacke GmbH und Stroever GmbH & Co. KG

26.02.2024

Die eine Firma entwickelt und produziert nachhaltige Verbrennungstechnologien, die andere als einzige in Europa Schellack. Saacke und Stroever: Zwei Unternehmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber trotzdem Gemeinsamkeiten haben. Beide gehören in ihren Bereichen zu den Weltmarktführern, haben ihren Sitz traditionell in Bremen und wurden von Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Rahmen seiner regelmäßigen Betriebsbesuche am vergangenen Donnerstag (22. Februar 2024) besucht.

Wie funktionieren die Verbrennungsanlagen von Saacke? Antworten darauf und auf viele weitere Fragen erhielt Bürgermeister Andreas Bovenschulte bei seinem Rundgang. Personen (v.l.): Henning Saacke, Beiratsvorsitzender Saacke; Bürgermeister Andreas Bovenschulte; Andreas Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen (WfB); Maik Tiltack, Training und Helpdesk Saacke; Christian Ausfelder, CEO Saacke. Foto: Senatspressestelle
Wie funktionieren die Verbrennungsanlagen von Saacke? Antworten darauf und auf viele weitere Fragen erhielt Bürgermeister Andreas Bovenschulte bei seinem Rundgang. Personen (v.l.): Henning Saacke, Beiratsvorsitzender Saacke; Bürgermeister Andreas Bovenschulte; Andreas Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen (WfB); Maik Tiltack, Training und Helpdesk Saacke; Christian Ausfelder, CEO Saacke. Foto:Senatspressestelle

Zunächst ging es für Bürgermeister Bovenschulte zur Saacke GmbH. Auf seinem Rundgang durch die Firmenzentrale kam er mit vielen Mitarbeitenden aus den Fachabteilungen Vertrieb, Ersatzteillager, Konstruktion, Service sowie der Forschung und Entwicklung ins Gespräch. Saacke ist ein in vierter Generation geführtes Bremer Familienunternehmen für innovative, industrielle Verbrennungstechnik mit etwa 1.100 Mitarbeitenden. Die Feuerungsanlagen des Unternehmens kommen unter anderem in der Industrie, der Schifffahrt oder bei Offshore-Anlagen zum Einsatz. Zudem bietet das Unternehmen Ingenieurs- und Serviceleistungen.

Nachhaltigkeit ist Teil der Unternehmensstrategie: Seit bereits über 40 Jahren setzt das Unternehmen auf Wasserstoff. Inzwischen gilt Saacke als einer der wenigen Anbieter weltweit, der heute bereits Stickoxid-arme Feuerungsanlagen zur H2-basierten Wärmeerzeugung in Industrie und Seeschifffahrt fertigt. Zudem wird Saacke-Technologie unter anderem auch in Müllverbrennungsanlagen eingesetzt, um Abfälle thermisch sauber und emissionsarm zu verbrennen.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Bei Saacke trifft innovative Technologie auf bewährte Tradition. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochmoderne Feuerungsanlagen für den weltweiten Markt und trägt gleichzeitig auch zur Transformation unserer Wirtschaft bei. Besonders gefreut hat mich auch, dass Saacke zur Gewinnung neuer Fachkräfte schon jetzt mit der Hochschule Bremen kooperiert und zudem neue Ausbildungskooperationen prüft. Ich möchte mich bei allen für den umfassenden Einblick in das Unternehmen bedanken und wünsche alles Gute."

Henning Saacke, Beiratsvorsitzender des Unternehmens: "Saacke steht für über 90 Jahre Ingenieurs- und Serviceleistungen sowie weltweit mehr als 20.000 in der Industrie und auf Schiffen installierten Anlagen. Saacke ist führend in der Entwicklung von Feuerungsverfahren, der dafür nötigen Brenner und dazu passenden Steuerungssystemen, die auch bei schwierigsten Brennstoffen niedrigste Emissionen mit höchstem Wirkungsgrad kombinieren. Egal welcher flüssige, gas- oder auch staubförmige Energieträger für die industrielle oder maritime Nutzung eingesetzt werden soll, Saacke schöpft das volle Potential des Brennstoffs aus. Wir haben bereits Anlagen für die Verbrennung von grünem Ammoniak und Wasserstoff erfolgreich realisiert. Saacke greift auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurück, um den Umwelteinfluss der Feuerungstechnik auf das technisch mögliche Minimum zu reduzieren."

In Labor von Stroever (SSB) experimentieren rund 25 Mitarbeitenden an neuen Einsatzmöglichkeiten für Schellacke. Personen (v.l.): Hauke Sieling, Verkaufsleiter Stroever; Andreas Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen (WfB); Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Burkhard Volbert, Geschäftsführender Gesellschafter von Stroever. Foto: Senatspressestelle
In Labor von Stroever (SSB) experimentieren rund 25 Mitarbeitenden an neuen Einsatzmöglichkeiten für Schellacke. Personen (v.l.): Hauke Sieling, Verkaufsleiter Stroever; Andreas Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen (WfB); Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Burkhard Volbert, Geschäftsführender Gesellschafter von Stroever. Foto: Senatspressestelle

Ein Naturstoff, viele Einsatzmöglichkeiten: Schellack von Stroever

Ob auf Schokodragees, Zitrusfrüchten oder gekochten Eiern, auf Kapseln und Tabletten, auf Konzertflügeln und Geigen oder in Haarsprays und Mascara: Schellack ist ein echtes Multitalent – und was dazu wohl auch nur die Wenigsten wissen: Die Stroever GmbH & Co. KG (SSB) in der Überseestadt ist die einzige Schellack-Produzentin in Europa – die nächste Station für Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Hergestellt wird das tierische Harz durch Lackschildläuse und das geht so: Eine kleine Laus befällt in Fernost bestimmte Bäume und ernährt sich aus dem Saft des Baumes, den es zum sogenannten "Lac" fermentiert, um daraus das Nest für den Nachwuchs zu bauen. Wenn der Nachwuchs geschlüpft ist, bleibt das Nest über – so produzieren etwa 300.000 Läuse ein Kilogramm Lac. Von den ortsansässigen Bäuerinnen und Bauern wird der Lac als Nebenprodukt geerntet und auf dem Markt verkauft. In Fernost wird dieser einmal gewaschen. In Bremen wird er dann gelöst, gereinigt, physikalisch gebleicht und entwachst, um daraus Schellacke in den Farben hellgelb bis dunkelbraun zu machen. Übrigens ein reines Naturprodukt.

SSB bezieht ihre Rohstoffe vorwiegend aus Indien, aber auch aus Thailand und China. Seit 1906 wird in Bremen Schellack mit selbst entwickelten Produktionsverfahren hergestellt. In ihrem Labor in der Überseestadt experimentieren die rund 25 Mitarbeitenden an neuen Einsatzmöglichkeiten, besonders für die Lebensmittelbranche.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Schellack ist ein echtes Allround-Talent und ein nachhaltiges Naturprodukt mit dem Label "Made in Bremen". Dabei wissen wohl nur die Wenigsten, dass die Bremer Firma SSB die einzige Schellack-Produzentin in Europa ist – die Firma ist also ein echter 'Hidden Champion'. Der Besuch hat mir noch einmal vor Augen geführt, wie vielfältig der Stoff zum Einsatz kommt. Ich möchte mich für den Rundgang und die vielen Gespräche recht herzlich bedanken!"

Burkhard Volbert, Geschäftsführender Gesellschafter von Stroever: "Als Familienunternehmen steht für uns das Miteinander an erster Stelle. Vertrauen, Engagement und Fairness, aber auch Agilität, Transparenz und Internationalität sind Teil unserer wertschätzenden Kultur. Wir fühlen uns dem Wohlergehen unserer Mitarbeitenden sowie einer Vielzahl von nationalen und internationalen Geschäftspartnern verpflichtet, pflegen eine intensive, vertrauensvolle und teamorientierte Zusammenarbeit auf Augenhöhe, mit dem Ziel für alle Beteiligten Erfolge zu erzielen."

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: Senatspressestelle
Foto-Download- Verbrennungsanlage (jpg, 678.6 KB)
Foto-Download- In Labor von Stroever (jpg, 538 KB)

Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361- 2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de