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Senatskanzlei

Bovenschulte: "Wir dulden keine Islamfeindlichkeit"

Festlicher Ramadan-Empfang im Bremer Rathaus

11.05.2022

Am gestrigen Dienstag (10. Mai 2022) fand in der Oberen Halle des Bremer Rathauses der traditionelle Ramadan-Empfang statt. Der Empfang, zu dem muslimische und nicht-muslimische Gäste eingeladen werden, wird anlässlich der Beendigung des muslimischen Fastenmonats Ramadan bereits seit 1998 jährlich im Rathaus gegeben. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der Empfang letztmalig 2019 durchgeführt werden. An dem Empfang nahmen über 200 Gäste aus den religiösen Gemeinden sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft teil.

Gut besucht war das Rathaus beim diesjährigen Ramadan-Empfang.
Gut besucht war das Rathaus beim diesjährigen Ramadan-Empfang.

Das Programm begann mit einer Koranrezitation und einer Begrüßungsrede durch Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Bovenschulte verurteilte sowohl islamfeindliche Straftaten und Beschädigungen an Moscheen als auch alltägliche Diskriminierung gegen Muslime: "In Bremen ist kein Platz für Islamfeindlichkeit, wir dulden keine Hetze gegen Muslime. Wir stehen fest an der Seite unserer muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger." Bovenschulte betonte insbesondere in Angesicht von Fremdenfeindlichkeit: "Musliminnen und Muslime sind ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie gehören zu Bremen und mit ihnen gehört auch der Islam zu Bremen." Deshalb sei es "umso wichtiger und wertvoller, dass wir hier im Rathaus als Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen und christlichen Gemeinden sowie der staatlichen Organe zusammenkommen, um ein Zeichen der Solidarität und Wertschätzung für unsere muslimischen Mitbürger zu setzen. Wir stehen zusammen und lassen uns nicht spalten! So findet der Empfang natürlich im Rathaus statt, im Heiligtum des Rathauses, der Oberen Halle. Denn das Bremer Rathaus ist unser aller Rathaus. Es dient allen Bürgerinnen und Bürgern Bremens gleichermaßen."

Bovenschulte betonte den Wert des friedlichen Miteinanders in Bremen: "Unsere heutige Zusammenkunft veranschaulicht, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religion in gegenseitigem Vertrauen und vor allem in Frieden zusammenleben wollen und können. Darüber bin ich sehr froh und, ja, auch stolz." Allerdings unterstrich Bovenschulte vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges in der Ukraine, dass das friedliche Miteinander leider keine Selbstverständlichkeit sei: "Während wir hier ein Zeichen des friedlichen Miteinanders setzen, wurden die letzten Wochen überschattet durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine – ein Krieg gegen den eigenen Nachbarn und gegen Millionen von Menschen, die in diesem Moment unter dem Krieg leiden und vor diesem fliehen."

Ferner sprachen Murat Celik von der Schura Bremen, Gül Özge Kaya, die Generalkonsulin der Türkei sowie Grigori Pantijelew von der Jüdischen Gemeinde und Bernd Kuschnerus von der evangelischen Kirche zu den Gästen. Alle Rednerinnen und Redner verurteilten den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine aufs Schärfste und riefen dazu auf, alles Mögliche zu tun, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden.

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Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361- 2396, christian.dohle@sk.bremen.de