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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Beantragte Bundesmittel zur Sanierung des Westbades kommen nicht

Sanierung beginnt daher wie ursprünglich geplant im Jahr 2017

29.02.2016

Die erhoffte Unterstützung des Bundes zur Sanierung des Westbades bleibt aus. Das hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit am Freitag (26. Februar 2016) mitgeteilt. "Wir müssen nun auf vier Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur verzichten, die wir in Bremen gut gebrauchen könnten", sagte Sportsenatorin Anja Stahmann. Stattdessen wird das Projekt Bremerhaven, Jugendeinrichtung Lehe-Treff "Altstadt" mit 3,4 Mio. Euro gefördert. "Ich freue mich für Bremerhaven", sagte die Senatorin, "aber ich hätte mich weit mehr gefreut, wenn beide Städte hätten berücksichtigt werden können."

Bis zu vier Millionen Euro aus Bundesmitteln hatte Bremen erhofft. Damit hätten die Kosten für den geplanten Abriss und Ersatzneubau des Hallenbades von den derzeit kalkulierten rund zwölf Millionen Euro entsprechend gesenkt werden können. "Das Bundesprogramm war fast wie zugeschnitten auf die Sanierung des Westbades", sagte die Senatorin. Das geförderte Objekt soll überregionale beziehungsweise nationale Wahrnehmbarkeit und Wirkung zeigen und wie ein "Schaufenster" sichtbar sein im Stadtteil, es soll der Integration und dem sozialen Zusammenhalt dienen und zugleich den Zielen eines verbesserten Klimaschutzes. "Zwei der drei Aspekte sind im neuen Westbad verwirklicht", sagte Senatorin Stahmann.

Das über 40 Jahre alte Westbad (Baujahr 1974) ist in seiner Substanz marode. Es soll abgerissen und ersetzt werden durch einen Neubau. Vorgesehen sind nach dem Bäderkonzept sechs 25-Meter-Bahnen, ein Solekursbecken sowie ein Becken mit Hubboden, das sich eignet für den Betrieb als Tauch- und Lehrbecken mit Drei-Meter-Sprungturm. Das Freibad bleibt erhalten, die Fassade der unmittelbar angrenzenden Eislaufhalle Paradice wird saniert, der Eingangsbereich für beide Einrichtungen gemeinsam optimiert. Und schließlich wird die Wärme, die bei der Kälteerzeugung in der Eislaufhalle entsteht, künftig noch effizienter im benachbarten Bad genutzt.

Wäre Bremen in den Genuss der Förderung durch den Bund gekommen, hätten Planungen und Ausschreibungen noch im Jahr 2016 starten müssen. Damit wären Abriss und Neubau gegenüber dem bisherigen Zeitplan aus dem Bäderkonzept um ein Jahr vorgezogen worden. Nun soll der Startschuss, wie ursprünglich geplant, im Jahr 2017 fallen.

Insgesamt fördert der Bund mit dem "Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" 56 Projekte, darunter erhalten zehn Bäder eine Förderung. Der Rest der Fördersumme von rund zwei Milliarden Euro geht in Sporthallen, Kulturzentren und Gemeinschaftshäuser. Insgesamt waren 1 000 Förderanträge eingegangen. Das Bundesprogramm war damit mehrfach überzeichnet.

Grund dafür, dass das Westbad nicht berücksichtigt wurde, war, dass der Bund Bremen und Bremerhaven als Land gemeinsam betrachtet hat. In der vergangenen Förderrunde hatte der Bund ein Projekt in der Stadt Bremen berücksichtigt, deshalb sei die Wahl diesmal auf Bremerhaven gefallen. Die Auswahl der Förderprojekte erfolge anhand fachlicher Kriterien sowie unter Berücksichtigung einer bundesweit angemessenen Verteilung in Anlehnung an den Königsteiner Schlüssel.