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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Bauanträge nur noch digital

Bremen wird Vorreiter bei digitaler Baugenehmigung

30.09.2026

Seit dem 1. Juli 2026 werden Bauanträge in der Stadtgemeinde Bremen ausschließlich digital gestellt, bearbeitet und beschieden. Wie das im Alltag funktioniert und was andere Länder davon übernehmen können, hat Senatorin Özlem Ünsal heute (30. September 2026) in Bremen dem Bundesbauministerium mit Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), vorgestellt.

Bausenatorin Özlem Ünsal: "Früher hieß Bauantrag: Pläne ausdrucken, Ordner packen und ab zum Amt. Heute läuft alles online und Bauherrin, Architekt und Bauamt arbeiten im selben digitalen Vorgangsraum. Das spart Wege und Nerven, und zwar auf beiden Seiten des Schreibtischs. Digital im Bau ist für uns kein Zukunftsprojekt mehr, sondern jetzt Alltag."

Das Bremer Projektteam zeigte in einer Live-Vorführung, wie Entwurfsverfasserinnen und Entwurfsverfasser einen Bauantrag digital einreichen. Im digitalen Vorgangsraum arbeiten anschließend alle Beteiligten durchgängig an einem Vorgang: Wer den Antrag stellt, wer plant und wer in der Verwaltung genehmigt.

Staatssekretär Dr. Olaf Joachim: "Die Stadt Bremen hat bei der Einführung digitaler Baugenehmigungen bundesweit eine besondere Vorreiterrolle eingenommen und damit einen wichtigen Schritt hin zu schnelleren und einfacheren Verfahren gemacht. Damit wird zugleich ein zentrales Ziel des BMWSB-Aktionsplans zur Senkung der Baukosten umgesetzt: die digitale Antragstellung bis 2028 zum verbindlichen Regelweg zu machen. Der heutige Austausch hat wertvolle Erkenntnisse gebracht, von denen auch andere Bundesländer mit Blick auf ihre digitale Transformation profitieren können. Das Bremer Modell kann dabei Vorbild für ganz Deutschland sein. Umso mehr begrüße ich die Bereitschaft Bremens, eigene Erfahrungen zu teilen, um dazu beizutragen, bürokratische Hürden im Bauwesen bundesweit abzubauen. Vielen Dank für dieses besondere Engagement."

Die Umstellung ist Ergebnis eines intensiven Prozesses und großer gemeinsam Kraftanstrengung. Seit Juni 2025 konnten Bauanträge wahlweise digital oder auf Papier eingereicht werden. Im Mai 2026, also noch deutlich vor der Pflicht, wurden bereits rund 80 Prozent der Anträge in den Hauptverfahren digital gestellt. Bislang sind in Bremen mehr als 1.300 Vorgänge über den Onlinedienst eingegangen. Damit setzt Bremen bereits um, was der Aktionsplan des Bundesbauministeriums zur Senkung der Baukosten für die Genehmigungsverfahren vorsieht.

Bremen nutzt dafür die von Mecklenburg-Vorpommern entwickelte Einer-für-Alle-Leistung "Digitale Baugenehmigung". Das Prinzip: Ein Land entwickelt, der Bund unterstützt, alle können es nutzen. Der Dienst ist inzwischen in 14 Bundesländern verfügbar und in mehr als 340 Behörden produktiv im Einsatz; bundesweit wurden darüber bereits mehr als 120.000 Anträge eingereicht.

"Einer für Alle – das Prinzip steht. Für 2027 wünsche ich uns die zweite Hälfte des Musketier-Schwur: alle für einen. Für einen gemeinsamen, starken Dienst", so Senatorin Ünsal. Bremen bietet an, seine Erfahrungen mit anderen Ländern zu teilen, bilateral und in der Bauministerkonferenz. Übertragbar seien die Rechtsgrundlagen und Schnittstellen, vor allem aber die Erfahrung, wie man Antragstellende und Kammern mitnimmt.

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de

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