Die Zukunft beginnt: Senat bewilligt 18,8 Millionen Euro
26.05.2026Mit insgesamt 18,8 Millionen Euro Bundesmitteln stärken Bremen und Bremerhaven in den kommenden vier Jahren gezielt die Kindertagesbetreuung. Der Senat hat am heutigen Dienstag (26. Mai 2026) die Verteilung der Mittel beschlossen. Im Mittelpunkt stehen trägerübergreifende Maßnahmen, die die Qualität der Kitas verbessern, Familien entlasten und Beschäftigte unterstützen sollen. Erste Vorhaben sollen bereits 2026 sichtbar Wirkung zeigen und die Kita-Landschaft nachhaltig stärken.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, hebt hervor: "Mit den SVIK-Mitteln investieren wir gezielt in die Qualität unserer Kindertagesbetreuung. Wir schaffen zusätzliche Plätze, modernisieren Gebäude und stärken die digitale Ausstattung unserer Einrichtungen. Damit verbessern wir nicht nur die Betreuungsbedingungen für Kinder und Familien in Bremen und Bremerhaven, sondern auch die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden."
Finanzsenator Björn Fecker betont: "Wir setzen die SVIK-Mittel gezielt dort ein, wo sie einen unmittelbaren und nachhaltigen Nutzen für Kinder und Familien in Bremen schaffen. Die Investitionen in die Ausbauten von KiTa Bremen schaffen mehr Betreuungskapazitäten für Kinder. Die energetischen Sanierungen dienen dem Klimaschutz, damit die Kinder auch eine lebenswerte Zukunft haben. Nicht zuletzt profitieren die Beschäftigten von der Digitalisierung, die auch in Kitas Einzug hält."
Bremen erhält insgesamt 37,6 Millionen Euro aus Berlin: Der Senat hatte bereits im März beschlossen, die Bundesmittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) gezielt in Kitas sowie in die Hochschul- und Wissenschaftsinfrastruktur zu investieren.
Verfügbar sind für das Land Bremen im Zeitraum 2026 bis 2029 insgesamt 37,6 Millionen Euro (jährlich 9,4 Millionen Euro). Diese Mittel werden hälftig auf die Bereiche Kindertagesbetreuung sowie Hochschul und Wissenschaftsinfrastruktur verteilt.
Für die Kindertagesbetreuung stehen damit jährlich 4,7 Millionen Euro zur Verfügung (insgesamt 18,8 Millionen Euro). Davon entfallen 82 Prozent auf die Stadtgemeinde Bremen (das entspricht 3,85 Millionen Euro pro Jahr, insgesamt 15,4 Millionen Euro) und 18 Prozent auf die Stadtgemeinde Bremerhaven (das entspricht 0,85 Millionen Euro pro Jahr, insgesamt 3,4 Millionen Euro).
Mit den Bundesmitteln will Bremen 28 Maßnahmen in der Kindertagesbetreuung umsetzen. Im Mittelpunkt stehen neue und erweiterte Betreuungsplätze: Sechs Ausbauprojekte sollen Familien bei Anmeldeengpässen entlasten und besonders in wachsenden Stadtteilen zusätzliche Kapazitäten schaffen.
Bremen investiert zusätzlich auch in bestehende Kitas, damit dort perspektivisch keine Kita-Plätze wegfallen würden. Geplant sind sechs Sanierungs- und Modernisierungsprojekte – darunter fallen zum Beispiel Brandschutz oder Barriere reduzierende Umbauten. Zur Umsetzung ihres Brandschutzkonzepts erhält zum Beispiel die Kita Regenbogen in Findorff 137.434,65 Euro (Gesamtkosten: 144.668,05 Euro, kommunaler Eigenanteil: 7.233,40 Euro).
Mit den Investitionen reagiert der Senat nicht nur auf den baulichen Bedarf, sondern auch auf die heutigen pädagogischen Anforderungen in Kitas. Gruppen- und Schlafräume sowie Außenspielflächen werden modernisiert und an zeitgemäße Konzepte angepasst. Neue Möbel, Spielmaterialien und sicherheitsrelevante Ausstattung ergänzen das Maßnahmenpaket
Die Maßnahmen unterstützen zugleich die Qualitätsoffensive des Senators für Kinder und Bildung, die bessere Lern- und Förderbedingungen, eine hohe Qualität der pädagogischen Arbeit sowie gesundes Lernen und das Wohlbefinden von Kindern stärken soll.
So erhält etwa die Kita der Bremische Evangelische Kirche an der Landrat-Christians-Straße 460.750 Euro aus Bundesmitteln. Finanziert werden damit die Erstausstattung, ein neuer kindgerechter Außenspielbereich sowie die Modernisierung der Küche. Die Gesamtkosten liegen bei 485.000 Euro, davon trägt die Kommune 24.250 Euro selbst.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Digitalisierung. Unter anderem werden die Einrichtungen mit WLAN, digitalen Verwaltungs- und Dokumentationssystemen sowie Endgeräten für die pädagogische Arbeit ausgestattet. Die Maßnahmen knüpfen an die Qualitätsoffensive des Senators für Kinder und Bildung an. Gezielte Fortbildungen stärken die Medienkompetenz der Mitarbeitenden und unterstützen den Einsatz digitaler Angebote für eine moderne Verwaltung und eine bessere Kommunikation mit Eltern. Insgesamt zehn Maßnahmen werden umgesetzt, zum Beispiel in der Kindergruppe Blankenburger Straße (2.707,50) in der Östlichen Vorstadt, in verschiedenen Kitas der Hans Wendt gGmbH (33.250,00 Euro) oder dem Kindergarten Zwergenland in Lesum (3.040,00 Euro).
Auch in Bremerhaven sind Investitionen geplant: Dort liegt der Schwerpunkt auf dem Erhalt, der Modernisierung und dem Ausbau bestehender Betreuungsplätze – sowohl in städtischen Einrichtungen als auch bei freien Trägern. Vorgesehen sind unter anderem energetische Sanierungen, bauliche Anpassungen und neue Ausstattungen, um die Betreuungsangebote langfristig zu sichern. Die Mittel können dabei flexibel eingesetzt und an aktuelle Bedarfe angepasst werden.
Grundlage für das Programm bildet die Bund-Länder-Vereinbarung, die der Senat bereits unterzeichnet hat. Darauf aufbauend wird derzeit die Landesförderrichtlinie "SVIK – Kindertagesbetreuung" vorbereitet. Sie orientiert sich an früheren Bundesprogrammen, den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes sowie an den Anforderungen der Digitalisierung.
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