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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Antidiskriminierungsstelle soll im Oktober ihren Betrieb aufnehmen

Angesiedelt wird sie zunächst bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

24.06.2021

Die von der Bürgerschaft beschlossene Antidiskriminierungsstelle des Landes soll spätestens im Oktober ihren Betrieb aufnehmen. Das hat die Deputation für Soziales, Jugend und Integration am heutigen Donnerstag, 24. Juni 2021 beschlossen. Angesiedelt wird sie nach derzeitigem Stand der Planungen zunächst bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport. Es soll aber geprüft werden, ob in einem zweiten Schritt nach dem Vorbild Schleswig-Holsteins auch eine Ansiedlung direkt bei der Parlamentsverwaltung möglich ist, also bei der Bremischen Bürgerschaft.

"Es gab einen Beteiligungsprozess im Vorfeld, da ist das einmütig gewünscht worden", sagte Sozial- und Integrationssenatorin Anja Stahmann. "Wir müssen jetzt gemeinsam das Für und Wider einer solchen Entscheidung abwägen und wollen gleichzeitig sicherstellen, dass die Antidiskriminierungsstelle möglichst bald an den Start gehen kann."

"Die Einrichtung einer Landesantidiskriminierungsstelle in Bremen ist überfällig", sagte die Senatorin weiter. "Die Diskussion um den Zugang zu Wohnraum hat das zuletzt sehr deutlich vor Augen geführt." Die Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) solle immer erster Ansprechpartner sein und bei Bedarf weitervermitteln an die bereits bestehenden Einrichtungen der Antidiskriminierungsarbeit im Land Bremen. "Wir wollen, dass es in Bremen einen zentralen Ansprechpartner gibt, der als Lotse im System weiterhilft."

In die LADS soll zudem das bereits bestehende Beschwerdemanagement der Landeserstaufnahmestellen für Geflüchtete in Bremen eingegliedert werden, das im September 2020 im Integrationsreferat der Sozialbehörde als weisungsungebundene Stelle eingerichtet worden ist. Beschwerden solle in den Wohnunterkünften wie auch in der LADS vorgetragen werden können.

Für den Betrieb der LADS werden insgesamt fünf Stellen geschaffen, als jährliche Gesamtausgaben sind im Haushalt rund 440.000 Euro vorgesehen.

Näheres zu den Beratungsstellen gegen Diskriminierung finden Sie hier www.soziales.bremen.de/antidiskriminierung-25122

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de