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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Ansiedlungserfolg im Rahmen des T.I.M.E-Programms: Fraunhofer-Institut gründet Projektgruppe in Bremen

17.05.2005

Der Senator für Wirtschaft und Häfen hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Fraunhofer Institut für Medienkommunikation (IMK) in Bonn/Sankt Augustin geschlossen. „Die Vereinbarung beinhaltet die Ansiedlung einer Projektgruppe des IMK in Bremen. Sie unterstützt die bremischen Aktivitäten in den Bereichen eCulture und eEntertainment. Diese Felder entwickeln sich immer mehr zu einer konkreten Entwicklungsperspektive für das Land Bremen,“ sagte Staatsrat Dr. Uwe Färber.


Unter eCulture und eEntertainment wird der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien für Unterhaltung, Kultur, Bildung und Freizeit und auch einen Mix aus Unterhaltung und Bildung („edutainment“) verstanden. Dieser Bereich ist ein Markt mit hohen Potenzialen und erfolgversprechenden Entwicklungsperspektiven für Bremen. Die Projektgruppe des IMK wird zunächst im Gründerzentrum Airport etabliert, um dort Prototypen von verwertbaren Entwicklungen und Produkten digitaler Medien zu präsentieren.


Das Fraunhofer Institut für Medienkommunikation in Bonn/ Sankt Augustin arbeitet in folgenden Geschäftsfeldern:
- Media Information Systems: „Multimediales Google“
- Konvergenz Broadcast und mobile Systeme
- Virtual Reality in der industriellenFertigung: Virtual Engineering
- Interaktive Medien und kulturelle Inhalte: eCulture

Die Aufgabe der Bremer Projektgruppe besteht darin, gemeinsam mit bremischen Unternehmen Lösungen und Produkte in dem Themenfeld eCulture zu entwickeln und diese zu vermarkten.Das Fraunhofer Institut wird sich angemessen an der Finanzierung des gemeinsamen Vorhabens beteiligen, das aus dem europäischen Strukturfonds (bremisches Ziel-2 Programm) finanziert wird.

Die Leitung der bremischen Projektgruppe übernimmt Monika Fleischmann. Wolfgang Strauss ist für die künstlerische Konzeption zuständig. Beide verfügen über jahrelange und international anerkannte Erfahrungen in diesem Bereich. Das Projekt ist am Fraunhofer Institut IMK in der Abteilung MARS-Media Arts Research Studies angesiedelt.

Beispielsweise hat die Forschungsgruppe MARS mit dem „PointScreen“ eine neue und innovative Technologie zur einfachen Interaktion Mensch/ Computer entwickelt. Der PointScreen ermöglicht dem Benutzer, intuitiv digitale Inhalte mit Gesten zu steuern und durch bloßes Zeigen auf den Bildschirm zu navigieren - völlig ohne Berührung. Auch für jene Bereiche ist der PointScreen interessant, die auf ein hohes Maß an Hygiene nicht verzichten können, wie z.B. in der Chirurgie. Die Technologie selbst ist nicht nur für Bildschirme, sondern auch auf digitale Objekte anwendbar.

Das Themenfeld „eCulture / eEntertainment“ stellt für Bremen einen Schwerpunkt im Kontext des Landesprogramms „Bremen in t.i.m.e.“ dar. Im Rahmen des Programms wurden bereits einige Aktivitäten zur Entwicklung eines eEntertainment / eCulture Clusters initiiert. Dazu gehören einzelbetriebliche Förderungen zur Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die Etablierung einer Kooperationsplattform für regionale Akteure sowie das Projekt „Multimedia-Spielplatz“, mit dem in der neuen Zentralbibliothek am Wall eine Erlebniswelt rund um das Thema eEntertainment geschaffen worden ist.

Die bisherige Projektunterstützung bremischer Unternehmen aus diesem Bereich wird nun angereichert durch die Einrichtung der Fraunhofer Projektgruppe und bedeutet eine Abrundung der Förderpolitik Bremens im t.i.m.e.-Bereich. Ergänzt werden diese Bemühungen durch einen Fördertopf aus Mitteln des europäischen Strukturfonds, der von der Bremer Innovationsagentur GmbH (BIA) betreut wird und bremischen Unternehmen dieser Branche Fördermöglichkeiten für entsprechende Projekte eröffnet.

Insgesamt haben die parlamentarischen Gremien in Bremen diesem Themenbereich über 3,5 Mio € für einen Zeitraum bis 2008 bereitgestellt, dem Experten hohe Wachstumsaussichten unterstellen und in dem Bremen wegen seiner Kompetenz im Wissenschaftsbereich und eines Potenzials im unternehmerischen Bereich gute Aussichten attestieren.


Weitere Informationen zum Fraunhoferinstitut für Medienkommunikation: www.imk.fraunhofer.de
www.imk.fraunhofer.de/mars