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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Ankunft der „MS Amadea“: 500 Passagiere und Crew-Mitglieder gingen in Bremerhaven an Land

02.04.2020

Das Kreuzfahrtschiff „MS Amadea“ hat heute (02.04.2020) an der Columbuskaje in Bremerhaven angelegt, um rund 500 Passagiere und Crew-Mitglieder an Land zu bringen. Zum Schutz der das Schiff verlassenden Personen sowie der Bürgerinnen und Bürger hat die Senatorin für Wissenschaft und Häfen mit dem Hansestadt Bremischen Hafenamt in Abstimmung mit den weiteren zuständigen Behörden ein Rückführkonzept entwickelt, das heute zum ersten Mal zum Einsatz kam.

Demnach müssen bereits im Vorfeld die Besatzungs- und Passagierlisten dem Hafenärztlichen Dienst und der Bundespolizei übermittelt werden. Personen, deren Abreise aus Bremerhaven nicht sichergestellt ist, müssen bis zur Klärung an Bord verbleiben.

Jede Person, die das Schiff verlassen soll, hat eine Aussteigerkarte auszufüllen. Zusätzlich ist für jede Person das zuständige Gesundheitsamt zu ermitteln, damit dieses vom Hafenärztlichen Dienst informiert und die Personen in dessen Obhut übergeben werden können.

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling: „Im Terminalbereich des Columbus Cruise Center Bremerhaven ist zudem die Passagierführung zu den Grenzkontrollen, der Gepäckabholung und der Abreise so zu gestalten, dass die Regelungen der Allgemeinverfügungen eingehalten werden. Mit dem Rückführkonzept erfüllen wir die Anforderungen der derzeit geltenden Allgemeinverfügungen zur Eindämmung der pandemischen Situation und ermöglichen den Passagieren und Besatzungsmitgliedern die Heimreise.“

Die Reiseveranstalter müssen ebenfalls im Vorfeld ein Konzept über geplante und beabsichtigte Abreisewege der Passagiere vorlegen, gegebenenfalls Busse bereitstellen und auf Transport per Bahn oder Individualreisen verzichten. Ausländische Staatsangehörige müssen eine gesicherte Reiseverbindung nachweisen. Dies wird von der Bundespolizei überprüft.

Im April werden noch weitere Kreuzfahrtschiffe in Bremerhaven erwartet, von denen rund 1500 Passagiere und eine noch nicht bekannte Anzahl von Besatzungsmitgliedern an Land gebracht werden müssen. Nach der Ausschiffung werden die Schiffe den Liegeplatz aber wieder verlassen und anschließend auf Reede gehen oder geplante Werftaufenthalte vorziehen. Der Leiter des Hansestadt Bremischen Hafenamtes, Andreas Mai: „Zurzeit werden seitens der Hafenbehörde keine Genehmigungen für das Aufliegen von Schiffen erteilt, da es notwendig ist, die Liegeplätze für den laufenden Hafenbetrieb sowie für mögliche weitere Besatzungsausschiffungen und Notfallsituationen frei zu halten.“

Ansprechpartner für die Medien:
Sebastian Rösener, Sprecher der Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Tel.: +49 421 361- 83155, E-Mail: sebastian.roesener@wissenschaft.bremen.de