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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Ärztezentrum und Gesundheitsdienst an einem Standort

Nachnutzung des Klinikums Links der Weser Thema der Gesundheitsdeputation

20.01.2026

In der heutigen Sitzung (20. Januar 2026) der Deputation für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz wurde über den aktuellen Stand der Nachnutzung des Klinikums Links der Weser berichtet. Die bereits vorhandene ambulante medizinische Versorgung am Standort wird 2026 erweitert und bereits ab Februar um Angebote des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ergänzt. In die ehemalige Kinderklinik ziehen etwa ein neues Hebammenzentrum, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und der Gesundheitspunkt.

Dazu sagt Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz: "Eines war von Anfang an klar: Trotz der Verlagerung des Klinikums Links der Weser an das Klinikum Bremen-Mitte muss eine gute ambulante medizinische Versorgung im Stadtteil gewährleistet sein. Mit den Leistungen des Ärztezentrums Bremer Süden wird die Gesundheit Nord die bedarfsgerechte Vor-Ort-Versorgung verbessern. Mit zusätzlichen Angeboten wie dem neuen Hebammenzentrum, dem Gesundheitspunkt und dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst erleichtern wir den Zugang zu gesundheitlicher Beratung, Aufklärung und präventiven Maßnahmen, und stellen so eine breite gesundheitliche Versorgung sicher."

Der Umzug der stationären Bereiche des Klinikums Links der Weser nach Mitte findet nach aktuellem Plan Ende 2029 statt. Bis dahin werden die bereits vorhandenen ambulanten Angebote externer Praxen mit denen des ebenfalls zur GeNo gehörenden MVZ Fachärztezentrum Hanse GmbH unter dem Dach des Ärztezentrums Bremer Süden im Haus 2 verzahnt und erweitert. Dieses umfasst derzeit Praxen in den Bereichen Pränatal-Medizin, Radiologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, operative Gynäkologie und Anästhesie. Hinzukommen zukünftig je eine Praxis für Proktologie und eine für Gynäkologie. Auch prüft die GeNo den Erwerb weiterer Fachbereiche, der jedoch abhängig ist von der Freigabe von Kassenarztsitzen durch die Kassenärztliche Vereinigung. Auch baut die GeNo die ambulanten OP-Kapazitäten vor Ort weiter aus.

Neben der ambulanten medizinischen Versorgung werden ab Februar 2026 auch die Angebote des Öffentlichen Gesundheitsdienstes – kurz ÖDG – im Bremer Süden erweitert. Im Gegensatz zur kurativen Versorgung liegt der Schwerpunkt dabei auf Prävention, Gesundheitsförderung, Beratung und Koordination. In die ehemalige Kinderklinik werden dann ein neues Hebammenzentrum, der Gesundheitspunkt aus dem Quartierszentrum am Sonnenplatz, der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst der Außenstelle des Gesundheitsdienstes in Obervieland, TippTapp, Familienhebammen und Gesundheitsfachkräfte im Quartier ziehen. Ziel der gemeinsamen Verortung unter einem Dach ist es, den Zugang zu den Angeboten des ÖGD für Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern, die Sichtbarkeit der Angebote im Stadtteil insgesamt zu erhöhen, Parallelstrukturen zu vermeiden und die Maßnahmen konsequent aufeinander abzustimmen. Für die Jahresmitte ist eine gemeinsame Eröffnungsveranstaltung aller ÖGD-Angebote geplant.

Zum Hintergrund:

Im September 2023 hatte der Senat der Freien Hansestadt Bremen der Umsetzung des Restrukturierungsprozesses der Gesundheit Nord gGmbH zugestimmt. Dazu gehören neben der Verlagerung von Fachabteilungen und Fachpraxen des Klinikum Links der Weser, wie unter anderem das Herzzentrum, an das Klinikum Bremen-Mitte und das Klinikum Bremen-Ost sowie der Zentralisierung weiterer Bereiche auch die Erstellung eines Nachnutzungskonzeptes für die medizinische Versorgung vor Ort im Bremer Süden.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de