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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Abschluss der Ertüchtigungsmaßnahmen an der Lesumbrücke

Verkehrsfreigabe erfolgt am Sonntag, 27. Juni 2021

24.06.2021

Nach knapp zweijähriger Planungs- und Bauzeit stehen die Arbeiten zur Ertüchtigung der Lesumbrücke kurz vor ihrer Finalisierung. Am kommenden Sonntag, den 27. Juni 2021 wird die Brücke im Zeitfenster 16 bis 18 Uhr wieder komplett für den Verkehr frei gegeben. Dem geht eine letzte Vollsperrung am selben Tag ab 8 Uhr morgens voran, um abschließende Asphaltarbeiten umzusetzen und provisorische Mittelstreifenüberfahrten sowie Gelbmarkierungen zu entfernen.

Unter Ertüchtigung verstehen Fachleute die Verstärkung eines Bauwerks an seinen tragenden Bauteilen. Im Falle der Lesumbrücke geschah dies im Wesentlichen an den Stellen, an denen rechnerisch die zulässigen Belastungen überschritten wurden.

Ab Dezember 2020 wurde mit einer eher ungewöhnlichen Arbeitsweise, nämlich über eine Pontonanlage von der Lesum aus die zur A27 gehörige Brücke durch den Einbau zusätzlicher Stahlträger verstärkt. Dies war unter den in Betracht kommenden Methoden zur Ertüchtigung die am wenigsten zeitintensive. Auch konnte so die Brücke über den gesamten Bauzeitraum vierspurig für den Verkehr offengehalten werden. Es kam jedoch zu einer Verzögerung der Freigabe aufgrund des starken Kälteeinbruchs und Eisbildung auf der Lesum. Zudem geriet die Ertüchtigung kurzzeitig ins Stocken, weil die neu gegründete Autobahngesellschaft des Bundes mit Zahlungen im Verzug war.

Dazu Dr. Maike Schaefer, Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau: "Ich freue mich, dass noch vor den Bremer Sommerferien die Lesumbrücke für alle Pendler von Bremen-Nord und Bremerhaven sowie der Gegenrichtung wieder voll nutzbar sein wird. Und natürlich profitieren die Bremer Häfen von der nun kompletten Befahrbarkeit dieses Nadelöhrs, das für die Hinterlandanbindung von Gütertransporten so wichtig ist."

Dank der nun in Kürze abgeschlossenen Ertüchtigung verlängert sich die berechnete Lebensdauer der Lesumbrücke so weit, bis ihr Neubau erfolgt ist. Die Planungen dafür sind im vollen Gange und können bis 2028 realisiert werden.

Zum Hintergrund:

Der schlechte Zustand vieler Brücken in Deutschland ist seit Jahren vieldiskutiertes Thema in Politik, Medien und der Fachwelt. Auch Bremen ist davon betroffen.

Schon existierende oder drohende Einschränkungen bei der Nutzung von Brückenbauwerken können weitreichende Auswirkungen haben. Um die Dauerhaftigkeit und die Sicherheit von Brückenbauwerken zu gewährleisten, werden diese in Deutschland seit einigen Jahren systematisch nach Vorgaben des Bundes statisch nachgerechnet. Aufgrund der Vielzahl der nachzurechnenden Brücken stehen dabei zunächst die Hauptverkehrsstrecken im Vordergrund. Nicht selten bedingen die Ergebnisse Einschränkungen für die Nutzbarkeit der Brücken oder erfordern Maßnahmen bis hin zum Neubau.

Im November 2018 hatten erste Ergebnisse im Zuge der Nachrechnung für die A27- Lesumbrücke Defizite bei der Tragfähigkeit der Brücke ergeben. Infolgedessen musste ein Teil der Brücke für den Verkehr in Fahrtrichtung Walsrode/Hannover gesperrt werden. Dadurch standen jeder Fahrrichtung zwei anstatt drei Fahrstreifen zur Verfügung.

Übersicht zum zeitlichen Ablauf der Maßnahme:

  • Mitte 2019 Prüfung der Möglichkeiten zur Ertüchtigung
  • Mitte 2019 Start der Planung für einen Brückenneubau parallel
  • Anfang 2020 Auswahl der Ertüchtigungsmethode
  • November 2020 Start der Ertüchtigung
  • Mitte Juni 2021 Abschluss Ertüchtigungsarbeiten

Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de