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Sonstige

600.000 Euro für die Mobilität der Zukunft in der Metropolregion Nordwest

Sechs Projekte aus Bremen und Niedersachsen erhalten den Zuschlag aus dem Förderfonds der Länder

10.03.2021

Mobilität der Zukunft – so lautet der Titel des Handlungsschwerpunkts und des dazugehörigen Ideenwettbewerbs der Metropolregion Nordwest, aus dem mit dem heutigen Vorstandsentscheid insgesamt sechs Projekte hervorgehen, die Fördermittel in Höhe von 40.000 bis 190.0000 Euro erhalten, um die Mobilität in der Region nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. "Mobilität ist ein entscheidendes Querschnittsthema und betrifft in Gesellschaft und Wirtschaft alle Sektoren gleichermaßen," so Landrat Jörg Bensberg, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest. "Neben der Erarbeitung von konkreten Konzepten und Lösungen in den von uns geförderten Pilotprojekten wird es außerdem eines Umdenkens aller gesellschaftlichen Gruppen bedürfen. Salopp formuliert: es geht um die Mobilität im Kopf. Denn zweifelsohne werden wir Teile der bekannten und bewährten Annahmen und Gewohnheiten von Mobilität über Bord werfen müssen, um neue, intelligente Formen der Fortbewegung und des Transports umzusetzen."

Digitale Jahrespressekonferenz zur Mobilität der Zukunft in der Metropolregion Nordwest: (von links oben) Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest; Ministerin Birgit Honé, Mitglied im Vorstand; Staatsrätin Gabriele Nießen, Schatzmeisterin; Landrat Jörg Bensberg, 1. Vorsitzender; Harald Emigholz, 2. Vorsitzender Foto: metropolregion-nordwest
Digitale Jahrespressekonferenz zur Mobilität der Zukunft in der Metropolregion Nordwest: (von links oben) Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest; Ministerin Birgit Honé, Mitglied im Vorstand; Staatsrätin Gabriele Nießen, Schatzmeisterin; Landrat Jörg Bensberg, 1. Vorsitzender; Harald Emigholz, 2. Vorsitzender Foto: metropolregion-nordwest

In dem Projekt "RMS21 – Regionale Machbarkeitsstudie zur besseren Erreichbarkeit der Zentren Bremen, Delmenhorst und Oldenburg in der Metropolregion Nordwest" blickt der Kommunalverbund auf das Radwegenetz zwischen den Ober- und Mittelzentren dieser Region, während der Landkreis Osnabrück mit dem Projekt "Attraktive Radwegeverbindungen für Berufspendler im ländlichen Raum der Metropolregion Nordwest" versuchen wird, die Lücke zwischen rechtlich vorgegebenen Bedingungen für Standard-Radwege und Radschnellwege zu schließen. Beide Projekte widmen sich so der Attraktivität für Radverkehrsteilnehmende als Alternative zur oftmals noch gängigen motorisierten Mobilität. Auch das von der Metropolregion Nordwest selbst initiierte Projekt "Lastenradinitiative Metropolregion Nordwest" zielt auf eine umweltfreundliche Alternative im innerörtlichen Bereich, indem dieses Projekt dafür Sorge tragen wird, dass Vereinen, Verbänden, Institutionen oder Einrichtungen geförderte E-Lastenräder zur Verfügung gestellt werden können, um einerseits deren Einsatz zu erproben und diesen andererseits für eine spätere Übertragbarkeit zu evaluieren.

Das Ziel Emissionen zu reduzieren und unnötige Verkehre zu vermeiden hat auch das Projekt der Hochschule Bremerhaven "R3 - Resilient, Regional, Retail in der Metropolregion Nordwest", in dessen Rahmen eine Plattform für die Logistik- und Versorgungsstruktur der Zukunft mit Blick auf die Vorteile und Lieferverkehre im regionalen Einzelhandel entstehen wird. Firmen- und nutzerübergreifend agiert auch das Projekt der Verdener Verkehrsgesellschaft mbH "UMoV – Unternehmensübergreifende Mobilitätscluster in Verden und in der Metropolregion Nordwest", in dem ein E-Mobilitätsangebot geschaffen wird, das jedem Bürger und jeder Institution offensteht. So werden bereits bestehende Fuhrparks um weitere E-Fahrzeuge erweitert und in offen zugänglichen thematischen Clustern zusammengeschlossen, beispielsweise unter den Schwerpunkten "Wohngebiet" oder "Bahnhof". Die Auswertung der Nutzung wird wissenschaftlich begleitet, um daraus Schablonen zu generieren, mit denen in Zukunft weitere Kommunen attraktive Mobilitätsangebote und -konzepte erstellen können.

Weitere Querschnittsdisziplinen in der Mobilität wie Energie, Robotik oder Künstliche Intelligenz werden im Projekt "Wasserstoff in der Landtechnik – Handlungsstrategie und Einstiegsszenarien in der Metropolregion Nordwest" des Agrotech Valley Forum e.V. genauer beleuchtet, um die Versorgungsinfrastruktur und Antriebstechnologien dieses für die Metropolregion bedeutenden Sektors schrittweise H2-basierend zu gestalten. Mit der Förderung dieser zum Teil sehr innovativen Projekte wird die Metropolregion Nordwest zu einem Vorreiter für umweltfreundliche, vernetzte und intelligente Mobilität.

Weitere Zitate zur Verwendung durch die Presse:

Ministerin Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Mitglied im Vorstand der Metropolregion Nordwest:
"Die Metropolregion Nordwest ist mit den vorhandenen und den im Aufbau befindlichen Strukturen und Netzwerken auf dem besten Weg zu einer europaweit bedeutenden Modellregion für Wasserstoff. Dazu soll auch das von uns geförderte, innovative Projekt "Wasserstoff in der Landtechnik – Handlungsstrategie und Einstiegsszenarien in der Metropolregion Nordwest" einen wichtigen Beitrag leisten: Unter Einbeziehung aller Beteiligten – von der Wirtschaft, über die Verwaltung bis hin zur Wissenschaft – entsteht eine praxisnahe Roadmap für den Zeitraum bis 2030, um die Landtechnik modern, zukunftsgerichtet, klima- und ressourcenschonend aufzustellen. Das Projekt soll helfen, den Weg zu einer wasserstoff-basierten Versorgungsinfrastruktur nebst Antriebstechnologie zu ebnen. Eine breite Wissensbasis soll dabei mit konkreten anwendungsorientieren Einstiegsszenarien verknüpft werden. Das hat uns überzeugt."

Staatsrätin Gabriele Nießen, Staatsrätin der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen, Schatzmeisterin der Metropolregion Nordwest:
"Vorhandene, sichere und gut befahrbare Radwegenetze sind von immenser Bedeutung für CO2-Einsparungen und Klimaschutz, mögliche Grundlage für eine funktionierende regionale Logistik und nicht zuletzt auch für die Gesundheit eines jeden einzelnen. Unabhängig dessen sind sie maßgeblich für die Attraktivität einer jeden Kommune und deren Einzugsgebiet. Die beiden von uns geförderten Projekte "Attraktive Radwegeverbindungen für Berufspendler im ländlichen Raum der Metropolregion Nordwest" und "RMS21 – Regionale Machbarkeitsstudie zur besseren Erreichbarkeit der Zentren Bremen, Delmenhorst und Oldenburg in der Metropolregion Nordwest" tragen dazu bei, die Pendlerverkehre zwischen den Zentren wie auch jene im ländlichen Raum aufs Fahrrad umzulenken und so eine nachhaltige Mobilität in der gesamten Metropolregion Nordwest zu forcieren."

Harald Emigholz, Antepräses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, 2. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest:
"Das Projekt R3 ist ein Paradebeispiel für die Sinnhaftigkeit von regionaler Kooperation zur Problemlösung einerseits und der Potenzialnutzung andererseits. Der regionale Handel nutzt geschlossen im Verbund seine Alleinstellungsmerkmale in der Wettbewerbssituation mit dem Onlinehandel und gleichzeitig die vorhandenen Kompetenzen der regionalen Logistik zur Bündelung der Kräfte. In der innerstädtischen Logistik und Versorgung bieten sich mit Blick auf Effizienz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz bis heute noch immense Optimierungspotenziale, die das Projekt durch die Nutzung von intelligenten Algorithmen und wissenschaftlicher Begleitung herausarbeiten und freilegen wird."

Zum Download:
Factsheet zu den Projekten der Mobilität der Zukunft (pdf, 281 KB)

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: metropolregion-nordwest
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Ansprechpartner für die Medien:
Benjamin Dose, Geschäftsstelle Metropolregion Nordwest, Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 04221 / 99-1909, benjamin.dose@metropolregion-nordwest.de