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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Internationaler Tag gegen Lärm am 30. April

Neuer Aktionsplan für Juni angekündigt

29.04.2014

Im Rahmen des ersten Aktionsplans zur Lärmminderung konnte durch bessere Fahrbahnoberflächen, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Schallschutzfenster ein besserer Lärmschutz erreicht werden. 6.200 Anwohnerinnen und Anwohner von Straßen in der Stadt Bremen werden so vor übermäßigem nächtlichem Lärm geschützt. "Es bleibt aber noch viel zu tun", erklärt Umweltsenator Joachim Lohse aus Anlass des "Internationalen Tags gegen Lärm" am 30. April. "Der neue Lärmaktionsplan für Bremen wird noch im Juni fertig gestellt." Bei der nachhaltigen Bekämpfung des Lärms müsse darüber hinaus der zunehmende Güterverkehr auf städtischen Schienenstrecken angegangen werden. "Wir brauchen eine Güterumgehungsstrecke, um möglichst viele Güterzüge um die Stadt herumzuleiten", sagt Lohse.

Die überarbeitete Fassung des Lärmaktionsplans und die eingegangenen Anregungen werden am 23. Mai 2014 auf einem öffentlichen Erörterungstermin diskutiert. Wichtigste Neuerungen sind die verstärkte Berücksichtigung des Bahnlärms und der Stadtplanung. Die im Rahmen der Lärmminderung vorgeschlagenen "Ruhigen Gebiete" in der Stadt wurden sowohl in den Entwurf des Flächennutzungsplans als auch des Landschaftsprogramms übernommen. Das Schallschutzfensterprogramm wird ab 1. Juni 2014 neu aufgelegt und soll den Bahnlärm mit einbeziehen. Dafür wurde eine Karte erstellt, die auch die Doppelbelastung durch Schienen- und Straßenlärm erfasst. Diese Karte wird in Kürze veröffentlicht.

Lärm gehört mittlerweile zu den größten Umweltproblemen in Deutschland. Das hat eine repräsentative Umfrage des Umweltbundesamtes ergeben. In Bremen sind nach neuen Gutachten nachts rund 26.000 Menschen einem Straßenlärmpegel von mehr als 55 dB(A) ausgesetzt. Bei der Überarbeitung des Aktionsplans zur Lärmminderung wurden Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich zu beteiligen und Hinweise, Vorschläge und Anregungen für die Vermeidung und Verringerung von Lärm zu unterbreiten. Die Anregungen konnten über ein Online-System im Internet eingegeben werden und sind in die Lärmminderungsplanung eingegangen.