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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Bremen geht beim Wohnungsbau in die Offensive

Bausenator Joachim Lohse stellt Wohnbauflächen für 3.700 Wohnungen vor

27.09.2012

30 Wohnbauflächen auf Bremer Stadtgebiet für rund 3.700 Wohnungen will Umwelt- und Bausenator Joachim Lohse in den nächsten Jahren weiter entwickeln und für den Bau von neuen Wohnungen vorbereiten. „Damit Bremen attraktiv bleibt, brauchen wir genügend Innenstadt nahe, gut angebundene Flächen für den Wohnungsbau“, sagte Lohse bei der Vorstellung der Vorschlagsliste für die weiteren Beratungen. „Wir haben die am besten geeigneten und gleichzeitig zügig verfügbaren Flächen im Bremer Stadtgebiet ausgewählt. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir diese Flächen mit den Beiräten diskutieren und in Bebauungsplänen konkretisieren.“ Damit schafft der Bausenator eine weitere Voraussetzung für die Wohnungsbauoffensive des Senats. Im August war bereits ein neues Wohnraumförderungsprogramm mit einem Darlehensvolumen von knapp 40 Millionen Euro beschlossen worden. „Unsere Aufgabe ist es, Baurecht zu schaffen, damit die Wohnungswirtschaft bauen kann“, betont Lohse. „Wir gehen davon aus, dass bis 2015 die Hälfte der Wohnungen auf den heute vorgestellten Flächen realisiert werden können.“

Bei der Auswahl der Flächen wurde auf die regionale Ausgewogenheit geachtet und darauf, einer sozialen Entmischung in der Stadt entgegenzuwirken. „Unser Ziel ist ausreichend preiswerter Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen und ein vielfältiges und ausgewogenes Wohnangebot in der ganzen Stadt“, so Lohse. Projekte, die geeignet sind, den Anteil an geförderten und damit preisgünstigen Wohnungen zu erhöhen, werden mit besonderem Nachdruck vorangetrieben. Die vorgestellten prioritären Projekte sollen darüber hinaus urbane Milieus und die Innenentwicklung stärken. So kann die vorhandene Infrastruktur genutzt und gestärkt werden.

Die Zahl der Bauvorhaben nimmt im Moment bereits zu. So wurden im Jahr 2011 rund 1.430 Baugenehmigungen erteilt. Mit den Zielzahlen für die heute vorgestellten Wohnungsbauflächen (rund 1.850 Wohnungen bis 2015) und der zusätzlich stattfindenden Bautätigkeit im Rahmen laufender Projekte und Vorhaben privater Bauherren im Innenbereich (rund 3.850 Wohnungen bis 2015) liegt Bremen mit 5.700 Wohneinheiten bis 2015 im Zielkorridor der Wohnungsbaukonzeption. Dort ist 2009 ein Nachfragepotenzial von rund 14.000 neuen Wohnungen bis zum Jahr 2020 festgestellt worden, aus dem sich ergibt, dass der Neubau von 1.400 Wohnungen pro Jahr angestrebt wird.

Die in der Tabelle unten aufgeführten 30 Projekte sind planerisch teilweise schon vorbereitet. Sie sind überwiegend bereits in der insgesamt über 100 Flächen umfassenden Wohnungsbaukonzeption von 2010 enthalten. Einige sind schon greifbar (z.B. Arsten-Südwest), bei anderen sind noch erhebliche Anstrengungen von Senat und Wohnungswirtschaft erforderlich, um sie in den nächsten Jahren auch tatsächlich zu realisieren. Dazu gehören die weitere planerische Vorbereitung und Klärung einzelner Aspekte wie städtebauliche Konzeption, Erschließung, Lärmschutz, Ausgleich oder die Schaffung von Planungsrecht (z.B. Hulsberg-Viertel, Huckelrieder Friedhoferweiterungsfläche).

Zusätzlich gibt es noch eine Reihe bereits laufender Bauvorhaben. Dazu gehören kleinere Projekte wie das Blauhaus in der Überseestadt; Projekte des Programms „Ungewöhnlich Wohnen“ wie an der Undeloher Straße, das Hartmann Stift in Bremen Nord oder die Restbebauung des TÜV-Geländes.

Außerdem werden zusätzlich weitere größere Entwicklungsflächen vorbereitet, die vorrausichtlich erst ab 2016 erschlossen werden können, wie zum Beispiel weitere Bauabschnitte in der Überseestadt oder die Innenentwicklung im Bremer Süden (Woltmershausen).

Die laufenden und die hier vorgestellten Projekte werden erfahrungsmäßig ergänzt durch vielfältige, einzelne kleinere Projekte der Innenentwicklung privater Bauherrn in gleicher Größenordnung. Auch diese können durch das im August vom Senat beschlossene Wohnraumförderungsprogramm gefördert werden. Sie werden dazu beitragen, dass sich die gesamte Stadt sozial ausgewogen sowie ökonomisch und ökologisch nachhaltig weiter entwickeln kann.

Wohnungsbauoffensive - Wohnungsbauflächen in Bremen

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Die Karten der Wohnbauflächen in Bremen Stadt und Bremen-Nord gibt es als Download
PDF, Karte Bremen Stadt (pdf, 10.2 MB)
PDF, Karte Bremen-Nord (pdf, 7.1 MB)