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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration | Senatskanzlei

Senat trifft Vorstand der Bundesagentur für Arbeit

07.05.2024

Zu einem Meinungsaustausch haben sich heute (7. Mai 2024) Bürgermeister Andreas Bovenschulte und die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Claudia Schilling, mit dem Vorstand der Bundesagentur für Arbeit (BA) getroffen. Teil der Delegation der Bundesagentur war auch die Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles. Weitere Teilnehmende waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der zehn Regionaldirektionen der Agentur. Thematisch ging es unter anderem um die Erleichterung eines niedrigschwelligen Zugangs zum Arbeitsmarkt und die Integration geflüchteter Personen in den deutschen Arbeitsmarkt.

Vor dem Gespräch (von links): Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Andrea Nahles (Vorstandsvorsitzende Bundesagentur für Arbeit), Arbeitssenatorin Claudia Schilling, Daniel Terzenbach und Katrin Krömer (Vorstand Bundesagentur). Foto: Senatspressestelle
Vor dem Gespräch (von links): Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Andrea Nahles (Vorstandsvorsitzende Bundesagentur für Arbeit), Arbeitssenatorin Claudia Schilling, Daniel Terzenbach und Katrin Krömer (Vorstand Bundesagentur). Foto: Senatspressestelle

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Trotz der relativ guten wirtschaftlichen Lage ist der Zugang zum Arbeitsmarkt für Geringverdienende und für Menschen mit Migrationsgeschichte deutlich erschwert – besonders für Frauen. Das ist nicht nur ein Integrationshemmnis, das ist angesichts des massiven Fachkräftemangels auch für die heimische Wirtschaft ein Problem. Ich freue mich deshalb, dass wir den mit der Arbeitsagentur und dem Jobcenter in Bremens bereits bestehenden Austausch heute mit dem Vorstand der Bundesagentur vertiefen konnten. Wir brauchen mehr denn je eine Kultur des Ermöglichens und ein gemeinsames Vorgehen von Land, Arbeitsagentur und Jobcenter."

Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit: "Auch in Bremen hat der Arbeitsmarkt zwei Gesichter: Fachkräftemangel auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch Arbeitslosigkeit. Besonders schwer haben es Menschen, die keine Ausbildung haben. Bei den offenen Stellen werden in vier von fünf Fällen Fachkräfte gesucht. Mehr als die Hälfte der Jobsuchenden haben jedoch nur ein Helferprofil. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen gibt es bundesweit fast 2 Millionen Menschen ohne Berufsabschluss. Auch an die müssen wir herankommen, damit sie uns nicht verloren gehen. Ausbildung und Qualifizierung sind entscheidend. Wir als Bundesagentur können da beraten und unterstützen. Ich kann nur appellieren, wer jetzt zum Beispiel noch keine Ausbildung hat, der soll sich an die Arbeitsagentur wenden."

Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration: "Uns fehlen bereits jetzt Arbeits- und Fachkräfte. Deshalb müssen wir möglichst vielen arbeitssuchenden Menschen, und besonders Frauen, neue Chancen auf langfristige und gute Beschäftigung eröffnen. Wesentlich hierfür ist, dass wir sie durch niedrigschwellige Angebote, aber auch Qualifizierung und Weiterbildung unterstützen, was ohne die enge Kooperation mit der Agentur für Arbeit nicht möglich wäre. Hier denke ich zum Beispiel an erfolgreiche Projekte wie 'Wege in Beschäftigung', das wir demnächst nach Bremerhaven und auf den Pflegebereich ausweiten wollen."

Die ESF-geförderte Qualifizierungsmaßnahme "Wege in Beschäftigung" unterstützt erwerbslose und arbeitssuchende Menschen – insbesondere Frauen – auf ihrem Weg zu einem beruflichen Neubeginn in verschiedenen Arbeitsfeldern, darunter der frühkindlichen Bildung. Das Ziel ist, diesen Menschen eine langfristige Beschäftigungsperspektive als sozialpädagogische Fachkraft zu eröffnen und gleichzeitig sozialpädagogische Fachkräfte zu gewinnen.

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