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Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Kindertagespflegeoffensive als Wegbereiter in den Job"

Bürgermeister Bovenschulte besucht Großtagespflegeeinrichtung von PiB (Pflegekinder in Bremen)

08.03.2024

Die im vergangenen Jahr gestartete Kindertagespflegeoffensive in Bremen schafft nicht nur zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder. Das Programm ermöglicht vor allem auch Frauen mit geringen Deutschkenntnissen den Quereinstieg in eine tariflich bezahlte Tätigkeit – ein Modell mit Erfolg: Fast 60 Prozent der Personen, die den Kurs bereits abgeschlossen haben, konnten sich direkt über einen Arbeitsvertrag bei einer Kita oder Kindertagespflegestelle freuen. Zum Weltfrauentag hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte am heutigen Freitag (8. März 2024) die Großtagespflegeeinrichtung von PiB (Pflegekinder in Bremen) besucht. Dabei kam er mit Beschäftigten der Großtagespflegeeinrichtung ins Gespräch und verschaffte sich einen Einblick über die Einrichtung.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Gespräch mit den Beschäftigten der Großtagespflegeeinrichtung. Personen (v.l.): Nicole Heidbrink, Astrid Hofhuis, Elahe Seraje, Katherine Carrasco (alle Kindertagespflegeperson) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Foto: Senatspressestelle
Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Gespräch mit den Beschäftigten der Großtagespflegeeinrichtung. Personen (v.l.): Nicole Heidbrink, Astrid Hofhuis, Elahe Seraje, Katherine Carrasco (alle Kindertagespflegeperson) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Foto: Senatspressestelle

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Die Kindertagespflegeoffensive ist ein echter Erfolg und ein Paradebeispiel dafür, wie man kreativ Fachkräfte gewinnen kann. Mit dem Programm schaffen wir einerseits die so nötig gebrauchten Betreuungsplätze für Kinder. Andererseits bieten wir Menschen einen niedrigschwelligen Einstieg ins Berufsleben und in die Kindertagespflegequalifizierung. Vor allem für Frauen mit Migrationshintergrund ist das eine echte Chance. Denn viele hätten diesen Weg aufgrund kultureller oder sprachlicher Barrieren möglicherweise sonst nicht eingeschlagen – eine absolute Win-Win-Situation."

Katherine Carrasco (Mitte) war eine der ersten Teilnehmerinnen der Kindertagespflegeoffensive und konnte so während ihrer Qualifizierung zur Pflegeperson ihre Sprachkenntnisse vervollständigen. Foto: Senatspressestelle
Katherine Carrasco (Mitte) war eine der ersten Teilnehmerinnen der Kindertagespflegeoffensive und konnte so während ihrer Qualifizierung zur Pflegeperson ihre Sprachkenntnisse vervollständigen. Foto: Senatspressestelle

Eine von ihnen ist zum Beispiel Katherine Carrasco. Die 32-Jährige kommt gebürtig aus Chile und lebt seit fünf Jahren in Deutschland. Seit September vergangenen Jahres arbeitet sie nun als Kindertagespflegeperson. Sie war zuvor eine der ersten Teilnehmerinnen der Kindertagespflegeoffensive und hat während ihrer Qualifizierung zur Pflegeperson ihre Sprachkenntnisse vervollständigen können. Ab Sommer will sie eine Ausbildung als Erzieherin beginnen.

Und auch die Kinder selbst profitieren davon. Zwei Drittel der Kinder im Kitaalter in Bremen hat einen Migrationshintergrund. Umso wichtiger sei auch die kulturelle und herkunftssprachliche Heterogenität der Belegschaft in Kitas.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 130 Kindertagespflegepersonen ihre Ausbildung angetreten. Das ist eine Vervierfachung der Ausbildungskapazität zum Vorjahr. Bremen gilt damit als Vorreiter darin, Kindertagespflegepersonen verschiedene Möglichkeiten der Beschäftigung zu eröffnen – ob in der Selbstständigkeit, als Zweitkraft in einer Einrichtung oder eben in der Großtagespflege. Zusätzlich hat der Senat erst am vergangenen Dienstag (5. März 2024) eine Reform des Bremischen Gesetzes zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege auf den Weg gebracht. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Ausweitung von Großraumkindertagespflegestellen, in denen zukünftig zum Beispiel vier Kindertagespflegepersonen 20 Kinder betreuen können.

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Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361- 2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de