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Der Senator für Finanzen

Finanzsenator Fecker: "Tarifabschluss ist vernünftiger Kompromiss"

Bremen rechnet mit Kosten von insgesamt 298 Millionen Euro

11.12.2023

Der Tarifabschluss für die Beschäftigten des Landes Bremen verursacht im Jahr 2024 Kosten in Höhe von rund 110 Millionen Euro. Für 2025 rechnet das Finanzressort mit 188 Millionen Euro. Profitieren werden davon rund 30.000 Beschäftigte und knapp 16.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger. Der Abschluss gilt für alle Tarif-Beschäftigten des Landes, also Angestellte sowie Beamte etwa bei der Polizei, der Universität oder auch den Steuerbehörden. Das Finanzressort hat für den absehbar hohen Tarifabschluss Vorsorge getroffen. Für die Beamtinnen und Beamten muss der Abschluss noch per Gesetz übertragen werden. Der Senator für Finanzen erarbeitet derzeit einen entsprechenden Gesetzesentwurf.

Finanzsenator Björn Fecker: "Dieser Tarifabschluss ist nach schwierigen Verhandlungen ein vernünftiger Kompromiss. Die Haushaltslage ist extrem angespannt. Mit Blick darauf ist das ein herausforderndes, aber gerade noch tragfähiges Ergebnis. Zugleich sind auch die Interessen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst nachvollziehbar. Schließlich müssen sie ebenso wie andere gestiegene Lebenshaltungskosten verkraften. Bremen muss als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Dazu gehören neben sicheren auch angemessen bezahlte Arbeitsplätze."

Der Tarifabschluss sieht unter anderem vor, dass die Tabellenentgelte zum 1. November 2024 um 200 Euro angehoben werden, zum 1. Februar 2025 erfolgt dann eine weitere Anhebung um 5,5 Prozent. Zudem erhalten die Tarif-Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie in Höhe von insgesamt 3.000 Euro. Diese wird in mehreren Raten gezahlt – zu Beginn einmalig 1.800 Euro, danach in zehn Monatsraten bis einschließlich Oktober jeweils 120 Euro. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten erhalten einen Inflationsausgleich von 1.000 Euro. Die Ausbildungsentgelte erhöhen sich zum 1. November 2024 um 100 Euro und zum 1. Februar 2025 um weitere 50 Euro. Für bestimmte Entgeltgruppen der Sozial- und Erziehungsdienste sind in den Stadtstaaten Zulagen zwischen 130 und 180 Euro vorgesehen. Studentische Hilfskräfte erhalten ab dem Sommersemester 2024 ein Stundenentgelt in Höhe von 13,25 Euro.

Ansprechpartner für die Medien:
Matthias Makosch, Pressesprecher beim Senator für Finanzen, Tel.: (0421) 361 94168, E-Mail matthias.makosch@finanzen.bremen.de