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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz | Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Wie Bremen sich auf zukünftige Hitzewellen vorbereitet

13.06.2023

Am vergangenen Wochenende haben Temperaturen knapp unter 30 Grad Celsius den Hochsommer recht früh in diesem Jahr eingeläutet. Tausende Menschen genossen in Bremen und Bremerhaven Sonne, Radtouren zur Eisdiele und Freibad oder Baden im Werdersee. Allerdings bringen die hohen Temperaturen und vielen Sonnenstunden auch Risiken mit sich und die fortschreitende Klimakrise wird in Zukunft zu noch längeren und intensiveren Hitzeperioden führen. Um auf diese Risiken hinzuweisen, hat die Bundesärztekammer gemeinsam mit dem Verein KLUG Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. am 14. Juni 2023 einen bundesweiten Hitzeaktionstag ins Leben gerufen.

In Bremen wird derzeit unter der Federführung der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau ein Hitzeaktionsplan für das Land Bremen und die beiden Stadtgemeinden entwickelt. Der erste Workshop dazu hat im März stattgefunden und gezeigt, dass insbesondere sogenannte vulnerable Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko haben und daher vor zu starken Hitzebelastungen geschützt werden müssen. Dazu zählen ältere und pflegebedürftige Menschen, vor allem, wenn diese alleine leben, aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere und Säuglinge, Menschen, die körperlich im Freien arbeiten, Menschen die in schlecht isolierten Gemeinschaftsunterkünften leben, Wohnungslose sowie Kinder und Jugendliche

Neben dem Fokus auf besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen sollen im Land Bremen für den Hitzeaktionsplan zudem Stadtteile und Quartiere identifiziert werden, in denen bei Hitzetagen die Belastung besonders groß ist, beispielsweise aufgrund schlechter Bausubstanz, einer hohen Bebauungsdichte oder fehlender Grünräume in der Wohnumgebung.

Die zum Umgang mit Hitze notwendigen Maßnahmen unterteilen sich in drei Kategorien:

  • kurzfristig umsetzbare Konzepte und Pläne während einer Hitzewelle, wie Hitzewarnungen und die Errichtung von öffentlich zugänglichen kühlen Räumen.
  • mittelfristige Maßnahmen vor oder während des Sommers, wie Informationskampagnen oder temporäre Schattensegel über besonders exponierten Plätzen.
  • langfristige Entwicklungen und Planungen, wie Schaffung von mehr Stadtgrün in belasteten Quartieren.

Der Hitzeaktionsplan soll Ende des Jahres fertiggestellt werden, sodass 2024 die Umsetzung beginnen kann. Um aber bereits in diesem Sommer die Menschen für die hitzebedingten Gefahren vorzubereiten, haben die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven einen Hitzeknigge erstellt, der zahlreiche Tipps und Tricks für das richtige Verhalten bei Hitze bietet. Körperliche Anstrengung vermeiden, Aktivitäten möglichst in die kühleren Morgen- und späteren Abendstunden verlegen, luftige Kleidung, ein kaltes Fußbad und ausreichend Trinken sind nur einige wenige Beispiele, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Im Hitzeknigge finden alle Interessierte Informationen zu den Gefahren, aber vor allem wertvolle Empfehlungen zum Verhalten bei Hitze. Damit hilft der Hitzeknigge, den gesundheitlichen Risiken bei Hitze vorzubeugen. Durchblättern lohnt sich – am Ende des Hitzeknigges finden sich zahlreiche lokale Informationen und Anlaufstellen. Damit kann der Sommer kommen.

Der Hitzeknigge für Bremen und Bremerhaven steht auf der Internetseite der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau zum Thema Klimaanpassung unter www.klimaanpassung.bremen.de/klimainformationen/klimawandel-in-bremen/temperaturzunahme-und-hitze-22438 zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Bremer Gesundheitsamts unter: www.gesundheitsamt.bremen.de/hitzewelle oder www.gesundheitsamt.bremen.de/trinken sowie in Bremerhaven unter www.bremerhaven.de/de/verwaltung-politik-sicherheit/klimastadt/klimafolgenanpassung.132557.html

Ansprechpersonen für die Medien:

  • Linda Neddermann, Pressesprecherin bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-79199, E-Mail: linda.neddermann@umwelt.bremen.de
  • Lukas Fuhrmann, Pressesprecher der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: lukas.fuhrmann@gesundheit.bremen.de