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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Betrieblicher Klima- und Umweltschutz mit bundesweiter Signalwirkung

Bremer Umweltweltpartnerschaft zählt jetzt 202 Mitglieder // Bürgermeisterin Schaefer zeichnet Werkstatt Bremen als "Klimaschutzbetrieb CO2 minus 20" aus // Stiftungsdorf Rönnebeck wird als "Ort der biologischen Vielfalt" geehrt

10.12.2020

Ein Netzwerk mit Zukunft setzt Maßstäbe: Die "Partnerschaft Umwelt Unternehmen" des Landes Bremen wächst und Bürgermeisterin sowie Klimaschutz- und Umweltsenatorin Dr. Maike Schaefer begrüßt heute (10. Dezember) mit den Firmen Transgourmet Deutschland, GREENBOX und Füllerei Findorff – Unverpacktladen gleich drei neue Mitglieder. Die Werkstatt Bremen am Standort Ludwig-Roselius-Allee wurde zudem als "Klimaschutzbetrieb CO2 minus 20" und das Stiftungsdorf Rönnebeck der Bremer Heimstiftung mit dem Prädikat "Orte der biologischen Vielfalt" ausgezeichnet. Die Kampagnen und Aktivitäten der Bremer Umweltpartnerschaft genießen auch auf Bundesebene eine Vorbildfunktion und wurden am 4. Dezember von Geschäftsstellenleiter Martin Schulze auf dem Deutschen Nachhaltigkeitstag präsentiert. Damit wird einmal mehr deutlich, wie engagiert und weit über gesetzliche Vorgaben hinaus sich Unternehmen in Bremen und Bremerhaven für die Erreichung von Klimaschutzzielen und betrieblichen Umweltschutz einsetzen.

"Firmen im Land Bremen haben Klimaschutz als eines der zentralen Themen unserer Zeit erkannt und sich die Senkung von CO2-Emissionen auf ihre Fahne geschrieben. Viele von ihnen netzwerken in der ‚Partnerschaft Umwelt Unternehmen‘ und treiben die Bestrebungen gemeinschaftlich voran. Denn umweltorientiertes und sozialverantwortliches Handeln wird zunehmend öffentlich wahrgenommen und gewinnt tagtäglich an Bedeutung. Mit der Bremer Umweltpartnerschaft und ihren nunmehr 202 Mitgliedern leisten wir einen guten Beitrag auf dem Weg Richtung Erreichung unserer Klimaschutzziele", erklärt Senatorin Dr. Maike Schaefer anlässlich der Neuaufnahmen und Auszeichnungen.

Die drei Neuen – anspruchsvolle Ziele in Sachen Umwelt und Klima

Die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG möchte das nachhaltigste Unternehmen ihrer Branche sein. So gehört der Einsatz von ressourcenschonenden Baumaterialien wie recyceltem Beton zu den Maßnahmen, die in Kombination mit einer optimalen Gebäudeisolierung, energiesparender Beleuchtung sowie durch den Einsatz erneuerbarer Energien – wie Photovoltaikanlagen oder Ökostrom – sowohl den Energieverbrauch wie auch Emissionen reduzieren. Ein Energiemanagement nach ISO 50001 ergänzt die vielfältigen Aktivitäten.

Der Unverpacktladen Füllerei Findorff lebt Nachhaltigkeit und Ökologie von A bis Z. Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich aus regenerativen Quellen, der Bezug von Waren aus kontrolliert biologischer Erzeugung, aus Fairtrade-Produktion oder aus kleinen, möglichst regionalen Manufakturen. Der aktive Dialog zur Müll- und Plastikproblematik mit Kundschaft, Lieferunternehmen und Produktionsbetrieben sorgt vielerorts für ein höheres Bewusstsein. Bei der Einrichtung kamen Second-Hand-Mobiliar und regional gefertigte Einbauten zum Einsatz.

Die GREENBOX GmbH & Co. KG beansprucht hohe Standards in vielerlei Hinsicht und zieht bei der Herstellung ihrer Verpackungen nachwachsende Rohstoffe endlichen Ressourcen vor. Unvermeidbare CO2-Emissionen kompensiert der Betrieb, so dass das gesamte Sortiment klimaneutral angeboten werden kann. Ihr Engagement unterstreicht die Firma mit der Selbstverpflichtung, ihre Produkte ausschließlich unter sicheren und sozialen Arbeitsbedingungen zu fairen Löhnen und mit geregelten Arbeitszeiten herzustellen und ist deshalb auditiert durch die Business Social Compliance Initiative (BSCI).

Ausgezeichnet: Werkstatt Bremen und Stiftungsdorf Rönnebeck

Ob die Installation von LED-Beleuchtung, der Einbau von Schnelllauftoren und neuen Fenstern oder der Einsatz von neuer Heizungstechnik: Werkstatt Bremen hat am Standort Ludwig-Roselius-Allee alle Register gezogen, um Energie und damit gleichzeitig klimaschädliche Emissionen einzusparen. Dafür zeichnet sie das Bremer Umweltressort als "Klimaschutzbetrieb CO2 minus 20" 2020 aus. "Der Betrieb gehört damit zu den 72 herausragenden Betriebsstandorten im Land Bremen, die mehr als 20 Prozent ihres CO2-Ausstoßes innerhalb von fünf Jahren reduzieren konnten", gratuliert Geschäftsstellenleiter Martin Schulze dem neuen Werkstatt Bremen-Geschäftsführer Hans Horn bei der Urkundenübergabe.

Von Nistkästen für Fledermäuse und Insektenhotels bis hin zu Blühwiesen und einem Gründach: Das Stiftungsdorf Rönnebeck trägt ab sofort die Auszeichnung "Orte der biologischen Vielfalt". Die Einrichtung der Bremer Heimstiftung in Bremen-Nord erhielt das Signet jüngst aus den Händen von BUND-Bremen Geschäftsführer Martin Rode für seine vielfältigen ökologischen Umgestaltungsmaßnahmen: "Das Betriebsgelände bietet viele Möglichkeiten, wertvolle Effekte für Tiere und Pflanzen auf den großen Grünflächen der Wohn-, Praxis- und Verwaltungsgebäude zu erzielen. Das trägt sehr zum Erhalt von Flora und Fauna im urbanen Raum bei." Die Kampagne führt "Umwelt Unternehmen" gemeinsam mit dem BUND Landesverband Bremen durch und berät Firmen, wie sie mit Maßnahmen auf ihren Grundstücken biologische Vielfalt fördern können.

"Umwelt Unternehmen" ist eine gemeinsame Aktivität der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen und der RKW Bremen GmbH. In Kooperation mit der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven, der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH, der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, der Handwerkskammer Bremen, der Klimaschutzagentur energiekonsens und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH leistet „Umwelt Unternehmen“ einen entscheidenden Beitrag zu betrieblichen Umweltlösungen im Land Bremen.

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Regan Mundhenke, ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation
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