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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Hohe Wassertemperaturen machen Gewässern zu schaffen

13.08.2020

Aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit mit hohen Lufttemperaturen und der langen Sonnenscheindauer sind die Temperaturen in den bremischen Gewässern in den vergangenen Tagen erheblich gestiegen und die Wasserstände gesunken. All das macht dabei auch dem Leben im Wasser schaffen. Hohe Temperaturen beschleunigen den Stoffwechselumsatz im Gewässer mit der Folge, dass Bakterien beim Abbau der organischen Substanz den im Wasser gelösten Sauerstoff verbrauchen. Wasserpflanzen und Algen kommen mit der Sauerstoffproduktion tagsüber nicht mehr nach und es entwickelt sich im Gewässer ein Sauerstoffdefizit. Darüber hinaus sinkt mit steigenden Temperaturen zusätzlich noch die Wasserlöslichkeit des Sauerstoffs.

Tote Fische sind bisher nur vereinzelt gemeldet worden

Obwohl die Deichverbände am rechten und linken Weserufer im Rahmen der Möglichkeiten versuchen, mit Zuwässerungsmaßnahmen die Situation zu verbessern, wird sich die Situation erst dann wesentlich ändern, wenn die warme Wetterphase zu Ende geht, was derzeit nicht abzusehen ist. Verschlimmern wird sich die Situation dann, wenn durch Niederschläge angesammelte Schmutzstoffe in die Gewässer gespült werden und zusätzlich zum Sauerstoffabbau führen.
Ganz besonders in dieser Zeit sollte unbedingt auf das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln verzichtet werden. Dadurch werden zusätzlich organische Substanzen in die Gewässer eingebracht, was zu einem weiteren Sauerstoffabbau führt und die Gewässer und das aquatische Leben erheblich belastet.
Betroffen von den Auswirkungen sind insbesondere Kanäle, Fleete und kleinere sowie flachere Gewässer beispielsweise in Parks.

Ansprechpartner für die Medien:
Jens Tittmann, Pressesprecher bei der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Tel.: (0421) 361-6012, E-Mail: jens.tittmann@umwelt.bremen.de