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Die Senatorin für Justiz und Verfassung

Hochrangige Delegation des Haschemitischen Königreichs Jordanien besucht das Land Bremen

Informationsreise zur Arbeit der Strafverfolgungsbehörden und den Justizvollzug in Bremen und Bremerhaven

11.06.2019

Im Rahmen eines Projektes der Europäischen Polizeiakademie besucht eine hochrangige siebenköpfige Delegation des Haschemitischen Königreichs Jordanien in dieser Woche (10. bis 14.06.2019) die Freie Hansestadt Bremen. Der Leiter der Abteilung für Rechtsfragen im jordanischen Justizministerium, Mohammad Al Mahayreh, Abteilungsleiter Yazan Alrahaifh, die Generalstaatsanwälte Bashar Masa´deh und Ahmad Saleh, Gefängnisdirektor Ali Alhdaithat, der Leiter des Referats für militärische Zusammenarbeit, Mohammad Alakayleh, sowie Verbindungsoffizier Mo´ath Ababneh informieren sich über die fachlichen Standards und die praktische Arbeit der Bremer Polizeibehörden, der Bremer Staatsanwaltschaft sowie des Bremer Justizvollzugs. Begleitet werden sie von Marzena Kordaczuk-Was als Projektleiterin der Europäischen Polizeiakademie.

Die jordanische Delegation mit Staatsrat Jörg Schulz, JPG, 32.9 KB
Die jordanische Delegation mit Staatsrat Jörg Schulz

Justizstaatsrat Jörg Schulz empfing die jordanische Delegation am heutigen Dienstag (11.06.2019) im Justizressort und freute sich über das Interesse an der Arbeit der Bremischen Verwaltung: „Wir sind stolz, Ihnen die Arbeit unserer Polizeibehörden, die behördenübergreifende Kooperation von Justiz und Sicherheitsbehörden, unsere Arbeit mit den Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Bremen und in Bremerhaven sowie unsere Ausbildungsstandards bei der Hochschule für Öffentliche Verwaltung zeigen zu können. Gerne geben wir unsere Erfahrungen weiter.“

Teil des Besuchsprogramms sind unter anderem Besuche der Staatsanwaltschaft und der Justizvollzugsanstalt Bremen und Bremerhaven, der Hochschule für Öffentliche Verwaltung, der Ortspolizeibehörde Bremerhaven sowie des Kompetenzzentrum Deradikalisierung und Extremismusprävention (KODEX). Einen fachlichen Schwerpunkt des Besuchs bilden Fragen der Polizeiausbildung, der „Internen Ermittlungen“, des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens, der behördenübergreifenden Zusammenarbeit sowie des Umgangs mit Gefährdern und als extremistisch eingeschätzten Gefangenen. Protokollarischer Höhepunkt des Besuchs wird die Teilnahme am Senatsempfang zum Ende des Ramadans sein.

„Wenn der Bundesaußenminister erst in der vergangenen Woche festgestellt hat, dass das Königreich ein wichtiger Verbündeter und eine Stimme der Vernunft im Nahen und Mittleren Osten ist, freuen wir uns umso mehr über die Zusammenarbeit und den Austausch mit unseren Freunden und Partnern aus Jordanien. Über die Jahre hat sich hier eine intensive und gute Zusammenarbeit aufgebaut, Freundschaften wurden geschlossen. Als Hansestadt glauben wir an den Nutzen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und Ideen. Hierfür ist die Zusammenarbeit mit unseren jordanischen Freunden beispielhaft“, so Justizstaatsrat Jörg Schulz.

Zum Hintergrund:
Die Europäische Polizeiakademie ist eine europäische Einrichtung zur Ausbildung der europäischen Polizei. Die Akademie wurde durch den Beschluss des Rates der europäischen Justiz- und Innenminister im Jahr 2000 gegründet. Seit November 2014 hat sie ihren Sitz in Budapest in Ungarn. In der Europäischen Polizeiakademie arbeiten die verschiedenen Ausbildungseinrichtungen der Mitgliedstaaten zusammen. Zweck der Europäischen Polizeiakademie ist die Stärkung der Zusammenarbeit der nationalen Behörden auf dem Gebiet der Verbrechensbekämpfung und -vorbeugung. Die Europäische Polizeiakademie kooperiert auch mit nationalen Polizeiakademien außerhalb der Europäischen Union.

Getragen von Referatsleiter Torben Adams und über verschiedene Projekte der Europäischen Union, der Stiftung für Internationale rechtliche Zusammenarbeit e.V. (IRZ) sowie der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) entstand in den vergangenen Jahren eine enge und vertrauensvolle Kooperation des Bremer Justizressorts mit der Justiz des Haschemitischen Königreichs Jordanien.

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Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Sebastian Schulenberg, Pressesprecher beim Senator für Justiz und Verfassung, Tel. 0421/361-2947, E-Mail: sebastian.schulenberg@justiz.bremen.de