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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Umzugsmobilität und ihre Wirkung auf lokale Wohnungsmärkte

Haushaltsbefragung startet in dieser Woche

05.03.2018

Die hohe Nachfrage nach Wohnraum in Großstädten und Ballungsgebieten führt insbesondere im Segment des preisgünstigen Wohnungsangebotes zu einer spürbaren Verknappung. Deswegen sind steigende Mieten und bezahlbares Wohnen nicht nur in Bremen viel diskutierte Themen. Die Freie Hansestadt Bremen unterstützt daher das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) bei dem Forschungsprojekt "Umzugsmobilität und ihre Wirkungen auf lokale Wohnungsmärkte". Das Projekt hat zum Ziel, das Umzugsgeschehen in den Städten Köln, Nürnberg, Leipzig und Bremen näher zu analysieren, um Sickereffekte und deren Wirkungen auf den lokalen Wohnungsmarkt darzustellen. Im Ergebnis werden konkrete Empfehlungen für eine zielgerichtete Wohnungspolitik erwartet.

Geplant ist die Durchführung einer umfassenden Untersuchung, welche belastbare Aussagen zur Wirkung von Umzugsketten und Sickereffekten zulässt. In allen vier Großstädten sollen sowohl umfangreiche Befragungen von Umziehenden und Eigentümern als auch Auswertungen kommunaler Daten erfolgen. Umziehende Haushalte werden in diesem Rahmen hauptsächlich nach den Mietpreisen der bisherigen und der neuen Wohnung befragt.

Hierbei werden mehrere Befragungswege miteinander kombiniert:

  • Schriftliche Befragung der Umzugshaushalte (Vollerhebung) auf der Basis einer entsprechenden Adresslieferung der Meldeämter.
  • Ergänzende Verteilung der Bögen durch Auslage und/oder Ausgabe in den Meldeämtern.
  • Bereitstellung eines Onlinefragebogens, der mit unterschiedlichen Maßnahmen beworben und verlinkt wird (Zugriff auch mittels QR-Code).

Der Versand der Fragebögen an etwa 10.000 Bremer Haushalte beginnt am heutigen Montag (05.03.18) und wird bis Freitag (09.03.18) andauern. Befragt werden alle Haushalte, die sich zwischen dem 01.01.2017 und dem 31.12.2017 mit einem neuen Wohnsitz bei der Freien Hansestadt Bremen an- oder umgemeldet haben. Die Adressen der Haushalte wurden aus dem Einwohnermelderegister entnommen. Die ausgewählten Haushalte erhalten ein Anschreiben, welches sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Daten unterliegen den datenschutzrechtlichen Bestimmungen und werden streng vertraulich verwendet.

Die Teilnahme an der Befragung ist natürlich freiwillig. Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr hofft auf eine rege Beteiligung und möchte jeden Haushalt zur Teilnahme ermuntern. Die Ergebnisse der Umfrage sind eine wichtige Grundlage für eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum. Mit den Untersuchungsergebnissen ist Anfang 2019 zu rechnen.

Durchgeführt wird die Befragung im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) durch das Institut für Raumforschung und Immobilienwirtschaft (IRI) und Quaestio – Forschung & Beratung.