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Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

Norddeutsche Länder beraten über die Digitalisierungsstrategie in der Maritimen Wirtschaft

09.11.2016

Die Digitalisierung ist ein Trend, der die maritime Wirtschaft nachhaltig verändern wird. Am Donnerstag, dem 10. November trifft sich bei der WFB Wirtschaftsförderung Bremen eine Expertinnen- und Expertengruppe aus allen fünf norddeutschen Bundesländern, um sich mit der Frage zu beschäftigen, wie aktuelles, praxisrelevantes Wissen zur Digitalisierung, Anwendung von Industrie 4.0 und Vernetzung betrieblicher Prozesse zusammengeführt, weiterentwickelt und in die Sprache des Mittelstandes übersetzt werden kann.

Nach einer aktuelleren Studie von PricewaterhouseCoopers wird die Digitalisierung Geschäftsmodelle und -prozesse der maritimen Wirtschaft in den kommenden Jahren stark verändern. Über die Hälfte der in 2016 befragten Führungskräfte sind zum Beispiel der Ansicht, dass Reedereien in der Lieferkette zukünftig zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Jüngste Markterhebungen, etwa des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung, zeigen, dass bislang lediglich 19 Prozent aller kleinen und mittleren Unternehmen einen fortgeschrittenen Reifegrad bei der Digitalisierung ihrer betrieblichen Prozesse aufweisen. Dieses Wissen soll in den Mittelstand getragen werden, ihn fachlich kompetent informieren, qualifizieren und für die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung sensibilisieren. Dabei sollen Demonstrations- und Anschauungsmöglichkeiten aus allen fünf Bundesländern für den Kontakt zur Wirtschaft genutzt werden. "Mit einer gemeinsamen länderübergreifenden Digitalisierungsstrategie für die maritime Wirtschaft wollen wir einen zentralen Wirtschaftsbereich Norddeutschlands gezielt weiterentwickeln", so Staatsrat Ekkehart Siering.

Das Maritime Cluster Norddeutschland nimmt als zentraler Partner mit seinen Geschäftsstellen aus allen Bundesländern teil und unterstützt die regionale Vernetzung und den Branchenzugang. Darüber hinaus sind weitere kompetente Partner aus der Forschung aus allen fünf Bundesländern eingebunden.