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Ein Schmuckstück für Rönnebeck

Immobilien Bremen schließt umfassende Sanierung des Horthauses Helgenstraße ab

31.10.2016

Ein den Stadtteil prägendes Gebäude erstrahlt in frischem Glanz: Immobilien Bremen kann in Kürze die Sanierung des Horthauses auf dem Gelände der Grundschule Helgenstraße in Rönnebeck abschließen. Die stark baufällige, im Jahr 1900 errichtete Immobilie war seit April renoviert worden, wobei auch der Dachstuhl komplett erneuert wurde.

Den Anstoß für die umfangreichen Arbeiten hatte eine routinemäßige Baubegehung durch Beschäftigte von Immobilien Bremen gegeben. Dabei war festgestellt worden, dass die Dachkonstruktion der früheren Vorschule mit Hausmeisterwohnung offenbar nicht mehr die erforderliche Tragfähigkeit besaß. Eine daraufhin vorgenommene Teilöffnung des Daches bestätigte die statischen Mängel, weshalb das Haus aus Sicherheitsgründen umgehend für die Nutzung gesperrt und der Hort in Räume der Schule verlegt wurde.

Die Sanierung gestaltete sich sehr aufwändig. Der gesamte alte Dachstuhl wurde abgetragen und durch eine neue Konstruktion ersetzt. Das Dach ist nunmehr nach den Richtlinien der aktuellen Energie-Einsparverordnung (EnEV) gedämmt, die sichtbaren Sparren- und Pfettenköpfe wurden durch einen Zimmereibetrieb in handwerklicher Tradition mit Schnitzwerk ausgebildet.

Parallel dazu wurden die vorhandenen Fenster und Türen renoviert, die Sanitärbereiche ertüchtigt und ein breiter Riss an der Rückfront beseitigt. Dafür musste im Inneren des Gebäudes ein zusätzlicher Stahlträger eingesetzt werden. Die Horträume erhielten außerdem neue Akustikdecken, eine verbesserte Beleuchtung und neue Bodenbeläge.

Gegenwärtig werden noch einige Restarbeiten rund um das frisch gestrichene Gebäude erledigt. Dazu gehört auch die Erneuerung des historischen Schriftzuges über dem Eingang, wo in Sütterlinschrift ein Zitat aus dem 36. Psalm aufgetragen ist. Das Horthaus, das eine Bruttogrundfläche von 284 Quadratmetern aufweist, steht damit wieder für die Nutzung zur Verfügung.

Der finanzielle Aufwand für die Sanierung und die nutzungsspezifische Herrichtung lag einschließlich Baunebenkosten bei ca. 360.000 Euro. Davon stammen 250.000 Euro aus dem erstmals in Bremen in Anspruch genommenen Kommunal-Investitionsprogramm des Bundes.