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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Ende März steht die Hälfte der Turnhallen wieder für den Sport zur Verfügung

08.03.2016

Von ursprünglich 20 Dreifachturnhallen werden Ende März voraussichtlich nur noch zehn für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden benötigt. Das hat Sozial- und Sport-Staatsrat Jan Fries heute (8. März 2016) im Rahmen der Sportdeputationssitzung ausgeführt. Sieben Hallen seien inzwischen wieder geräumt, drei weitere werden in den kommenden 14 Tagen folgen. Nach den erforderlichen Herrichtungsarbeiten werden sie voraussichtlich mit dem Ende der Osterferien wieder für den Sport zur Verfügung stehen.

"Im September, als plötzlich hunderttausende Flüchtlinge über Österreich und Ungarn kamen, waren wir auf die Hallen angewiesen", sagte Sportstaatsrat Jan Fries. "Sportvereine und Schulen sind in dieser Zeit enger zusammengerückt und haben Solidarität gezeigt – sowohl untereinander als auch mit den Flüchtlingen. Dafür bin ich allen Beteiligten von Herzen dankbar."

Freigegeben sind inzwischen die Turnhallen Nordstraße, Roter Sand, Julius-Brecht-Alle, In den Sandwehen, Curiestraße, Lerchenstraße und Am Saatland. Vor der Räumung im März stehen die Hallen Parsevalsrtaße, Bezirkssportanlage Hemelingen und Lissaer Straße im Bremer Westen. Die derzeitigen Bewohner ziehen dann um in verschiedene Unterkünfte im Stadtgebiet.

Die verbleibenden zehn Hallen sollen in den nächsten Monaten geräumt werden. Wann das genau sein wird, lasse sich angesichts der politischen Lage an den europäischen Grenzen und der anhaltend hohen Flüchtlingszahlen in den Krisenregionen nicht sagen. "Es ist aber weiterhin unser Ziel, alle Hallen möglichst bald wieder für den Sport zur Verfügung zu haben", betont Fries.

Die Zahl der Flüchtlinge geht zwar seit ihren Höchstständen im Oktober und November 2015 wieder zurück, sie liegt aber nach wie vor mehr als doppelt so hoch wie in den ersten Wochen des Jahres 2015. Im Januar und Februar 2016 sind dem Land Bremen 1.579 Menschen zugewiesen worden. In den beiden ersten Monaten des Jahres 2015 waren es 661.