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Einbahnstraßenführung Am Wall wird wieder aufgehoben

Bauarbeiten an Brandruine verzögern sich / Einigung über erneuten Wallsommer in 2016

26.11.2015

Die Einbahnstraßenführung Am Wall wird kurzfristig wieder aufgehoben. Darauf haben sich Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse und Wirtschaftssenator Martin Günthner mit Vertreterinnen und Vertretern von Handelskammer, Cityinitiative und der Wall-Werbegemeinschaft verständigt. Die Einzelhändler Am Wall hatten die beiden Senatsressorts gebeten, den einvernehmlich verabredeten Verkehrsversuch zu beenden und den Straßenabschnitt wegen des Weihnachtsgeschäftes wieder in beide Fahrtrichtungen zu öffnen.

"Wir machen einen hohen Teil unseres Jahresumsatzes im Weihnachtsgeschäft", so Stefan Storch von der Wall-Werbegemeinschaft. "Viele unserer Kunden sind wegen der geänderten Verkehrsführung ausgeblieben. Dass die Stadt dies jetzt rückgängig macht, ist ein Schritt, für den wir uns ausdrücklich bedanken. Das hilft uns sehr." Auch Dr. Andreas Otto von der Handelskammer begrüßte den Schritt: "Wir brauchen mehr Zeit, um die Kundenströme an eine geänderte Verkehrsführung zu gewöhnen. Das war vor dem Weihnachtsgeschäft nicht mehr möglich." Die Einbahnstraßenführung habe man gemeinsam beschlossen und auch mit unterstützt, weil alle Beteiligten von einem früheren Beginn der Bauarbeiten an der Brandruine Harms ausgegangen seien. Der Abriss der Immobilie wird sich nach jetzigen Erkenntnissen jedoch weiter verzögern. "Jetzt können wir uns zu Beginn des kommenden Jahres zusammensetzen und gemeinsam eine Strategie erarbeiten, wie wir dann mit den Einschränkungen für den Verkehr während der Bauarbeiten umgehen", so Otto. "Auch wenn wir an einer Einbahnstraßenregelung während der Bauzeit vermutlich nichts ändern können."

Die beiden Senatoren Lohse und Günthner zeigten sich angesichts des gefundenen Kompromisses zufrieden: "Die Einzelhändler haben uns überzeugend vorgetragen, dass sie sich in einer wirtschaftlichen Notsituation befinden. Und da uns zeitgleich die Information erreicht hat, dass sich die Bauarbeiten verschieben, entfällt der Hauptgrund für die Einbahnstraßenregelung", so die Senatoren. Die beidseitige Öffnung wird aller Voraussicht nach in der kommenden Woche erfolgen. Zeitgleich wird auch wieder zum Parken vor den Geschäften zurückgekehrt.

Bei den Gesprächen haben sich alle Beteiligten zudem darauf verständigt, das Konzept des Wallsommers auch im kommenden Jahr fortzuführen. Dann soll sich der Wall von Juni an wieder für mehrere Wochen zu einem Fußgänger-Boulevard verwandeln. "Wir denken an Möglichkeiten wie Public Viewing während der Fußball-Europameisterschaft und andere Veranstaltungen", so Otto von der Handelskammer. Wirtschaftssenator Günthner sieht in dem Vorhaben ebenfalls eine Chance: "Ziel muss es sein, neue Optionen für den Wall zu finden und die Entwicklung des hochwertigen Einzelhandels weiter zu beleben." Auch Verkehrssenator Lohse begrüßte das Übereinkommen: "Wir haben in diesem Sommer gesehen, wie gut die von uns initiierten Veranstaltungen auf dem Boulevard angenommen wurden. Zugleich ist es gelungen, eine Brücke vom Wall zur City zu schlagen. Darauf werden wir aufbauen, um den Wall weiter zu entwickeln und zu fördern."