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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Wer macht das Rennen um die beste Umweltlösung im Land?

Sechs Unternehmen für den Bremer Umweltpreis 2015 nominiert

06.11.2015

Wer gewinnt den Bremer Umweltpreis 2015: die biologisch abbaubare Kaffeekapsel, die natürliche Kälteanlage, die chemiefreie Entwässerung von Industrieschlämmen, die bleifreie Kompaktbatterie für Stapelfahrzeuge oder eine der beiden Unternehmensstrategien für umfassenden Klimaschutz und Energieeffizienz? Sechs Unternehmen sind im Wettbewerb um die besten Umweltlösungen nominiert. Ausrichter des mit 10.000 Euro dotierten Preises ist die BAB – Förderbank für Bremen und Bremerhaven. Die Schirmherrschaft für den diesjährigen Wettbewerb hat Bremens Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Dr. Joachim Lohse übernommen.

Mit dem Bremer Umweltpreis möchte die BAB Firmen darauf aufmerksam machen, dass nachhaltiges Wirtschaften essentiell ist, um sich langfristig und nachhaltig am Markt behaupten zu können. „Alle hier nominierten Unternehmen sind vorbildlich in Sachen Umweltschutz, Energieeffizienz, Ressourcen-schonung und Nachhaltigkeit“, so Ralf Stapp, Geschäftsführer der BAB, anlässlich der Bekanntgabe der Finalisten, „Prämiert wird am Ende die überzeugendste Umweltinnovation.“ Die Entscheidung darüber trifft eine Jury, die Bekanntgabe des Siegers findet bei der Verleihungsveranstaltung am 24. November 2015 statt.

Die Nominierten 2015:

Albright Deutschland GmbH, Bremen
Der Hersteller von Schaltern und Akkubatterien für die Intralogistik hat einen Ersatz für übliche Blei-Säure-Batterien entwickelt. Gegenüber der Blei-Säure- und Nickel-Cadmium-Akkumulatoren für Stapel-und Elektrofahrzeuge, zeichnet sich die Batterie-Innovation auf Li-Ionen-Basis mit einer langen Lebensdauer und einem Wirkungsgrad von 95 Prozent aus. Dies ist eine Verbesserung von 25 Prozent gegenüber den traditionellen Akku-Technologien. Albright bietet mit diesem Produkt ein effizienteres, umweltfreundlicheres und sicheres Arbeiten in der Intralogistik.
www.albright-deutschland.de/

Backstube Backen mit Leidenschaft GmbH, Bremen
Der Hersteller hochwertiger ökologischer Backwaren in Demeter-Qualität hat den Betrieb seiner Kälteanlage auf die natürlichen Kältemittel Kohlenstoffdioxid und Propan umgestellt. Nach der Inbetriebnahme im Herbst 2014 wird eine Energieeinsparung von bis zu 20 Prozent gegenüber konventionellen Anlagen erwartet. Das gesamte, mit rein natürlichen Kältemitteln ausgestattete Kälteverbundsystem der Backstube ist die weltweit erste Pilotanlage dieser Art.
www.backstubebremen.de

Environmental Systems GmbH, Bremerhaven
Die Umweltingenieure von Environmental Systems haben ein neues, chemiefreies Trennverfahren für Industrieschlämme entwickelt, das die Entsorgungsmenge um bis zu 50 Prozent reduziert und damit zu erheblichen Einsparungen beim Transportaufwand beiträgt. Per Druckluft werden die Schlämme durch eine Membran gepresst, wodurch die Entwässerung des Industrieschlamms stattfindet. Der dafür notwendige Energieeinsatz beträgt nur zehn Prozent von der benötigten Energie konventioneller Anlagen. Die erste Anlage ist bereits bei einem Kunden im Einsatz und weitere sind beauftragt.
www.environmental-systems.de

hanseWasser Bremen GmbH, Bremen
Für Bremens Abwasserentsorger und Umweltdienstleister gehört die Einbettung von Klimaschutzzielen in die Unternehmensstrategie zur Firmenphilosophie. Mit dem 2011 gestarteten Projekt kliEN – Klimaschutz und Energieeffizienz hat hanseWasser seinen CO2-Ausstoß im Bereich des Abwasserableitungs- und Reinigungsprozesses von rund 15.600 Tonnen im Jahr 2009 auf null Tonnen in 2015 reduziert. Durch die aktive Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das Projekt wurde zudem eine eigene Klimaschutzkultur etabliert, so dass dieser Erfolg durch das ganze Unternehmen gelebt wird. Mit den Maßnahmen konnte das Unternehmen seine Energiekosten um circa 30 Prozent senken.
www.hansewasser.de

Holzhandlung Hermann Ehlers GmbH & Co. KG, Bremerhaven
Die Holzhandlung Hermann Ehlers trägt mit einer Vielzahl von betrieblichen Maßnahmen zur Schonung von Umwelt und Klima bei und zeigt, dass Innovation in der einfachen, konsequenten und vor allem für jeden umsetzbare Lösung liegt. Seit 2012 arbeitet sie klimaneutral. Einsparungspotential fand sich unter anderem im Wechsel auf LED-Beleuchtung, der Grundlastversorgung durch eine Pelletheizung oder der Installation einer Photovoltaikanlage. 2014 begann eine ökologische Aufwertung des Geländes zur Förderung der biologischen Vielfalt im städtischen Raum; Fassaden- und Dachbegrünung sollen folgen. Besonderes Merkmal der Firma ist die Beständigkeit und Kreativität, mit der ökologische Maßnahmen umgesetzt werden.
www.holz-ehlers.de

Velibre GmbH, Bremen
Der Kaffeeproduzent hat eine komplett biologisch abbaubare Kaffeekapsel für Nespressomaschinen entwickelt und im Mai 2015 in den Markt eingeführt. Herkömmliche Kaffeekapseln bestehen aus Aluminium oder Kunststoff, in 2014 wurden allein sieben Milliarden Aluminium- und fünf Milliarden Kunststoffkapseln verkauft, die nicht biologisch abgebaut werden können und die Umwelt belasten. Verbraucht wurden dabei 7.000 Tonnen energieintensives Aluminium. Die Velibre-Kaffeekapseln hingegen zersetzen sich vollständig und können auf dem Heimkompost entsorgt werden. Die Verpackung der Kapseln besteht aus Biokunststoff bzw. recyceltem Papier für die Verpackung.
www.velibre.com

Über den Bremer Umweltpreis:
BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven schreibt den Bremer Umweltpreis 2015 aus. Sie unterstützt Unternehmen, verantwortlich und ressourcenschonend zu wirtschaften und mit innovativen Umweltideen die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu steigern. Die BAB, die jetzt auch offizieller Kooperationspartner von „Umwelt Unternehmen“ ist, leistet mit der Ausrichtung des Bremer Umweltpreises einen wichtigen Beitrag zur Beförderung der Bremer Umweltpartnerschaft. Denn alle im Wettbewerb nominierten Firmen können anschließend Netzwerkpartner werden.
Auf Initiative von Bremens Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, werden seit 2003 Umweltpreise an Firmen in der Region verliehen. Des Weiteren unterstützen mit dem Know-how ihrer Umwelt- und Energie-Expertinnen und Experten die Handelskammer Bremen, die Handwerkskammer Bremen, die Klimaschutzagentur energiekonsens, die IHK Bremerhaven, die Wirtschaftsfördergesellschaften BIS und WFB sowie das RKW Bremen den Bremer Umweltpreis 2015.

Kontakt für die Medien
Juliane Scholz
Bremer Aufbau-Bank GmbH / WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
Telefon (0421) 9600-128 | juliane.scholz@wfb-bremen.de

Regan Mundhenke
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