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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Alter und Gesundheit: Bremer Altenplan jetzt durch Themenschwerpunkt „Gesundheit“ ergänzt

31.08.2006

Der Bremer Altenplan für die Stadt Bremen zeigt Angebote und Hilfemaßnahmen für ältere Menschen in der Hansestadt auf. Er vermittelt Bürgerinnen und Bürgern einerseits sowie Planern und Praktikern andererseits Einblick in die Politik für ältere Menschen. Das umfangreiche Werk ist nunmehr um den Themen-Schwerpunkt „Gesundheit“ erweitert worden.

Informiert wird unter anderem über die gesundheitliche Situation Älterer, die Gesundheitsförderung und altersspezifische Krankheiten. Auch die gesundheitliche Versorgung von Seniorinnen und Senioren im ambulanten Bereich, im Krankenhaus und in Altenheimen wird dargestellt.

Themenbeispiele:

  • Die Lebenserwartung steigt
    Die Situation älterer Menschen ist gekennzeichnet durch weiter steigende Lebenserwartung: Eine heute 65-jährige Frau hat - statistisch gesehen - in Bremen noch 20 Jahre vor sich, ein ebenso alter Mann noch 17 Jahre. Von diesen zu erwartenden Lebensjahren werden sowohl Männer als auch Frauen – ebenfalls statisch gesehen - etwa 5 Jahre lang pflegebedürftig sein beziehungsweise mit einer Behinderung leben.

  • Ältere Migrantinnen und Migranten
    Ein spezielles Kapitel ist der gesundheitlichen Lage und Versorgung älterer Migrantinnen und Migranten gewidmet. In den kommenden Jahren wird in Bremen die Zahl dieses Personenkreises erheblich zunehmen. Mit Konzepten wie „kultursensible Pflege“ wird die Öffnung des Altenhilfesystems für ältere Zuwanderer/innen und ihre Bedürfnisse angestrebt.

  • Alzheimer-Demenz
    Ein Kapitel des Altenplans ist dem Thema Demenz gewidmet. Zwei Drittel der Demenz-Erkrankungen sind sogenannte Alzheimer-Demenzen. Diese Erkrankung beginnt meist schleichend und verläuft oft eine Weile unbemerkt. Die Einschränkungen betreffen in erster Linie Gedächtnis, Orientierung, Konzentration, Lernfähigkeit, Urteilsvermögen und Sprache. Die bremische ambulante Projektförderung wurde gezielt dazu genutzt, innovative Vorhaben der häuslichen Pflege zu unterstützen. So wurden bisher 16 Projekte mit dem Ziel der Verbesserung der ambulanten Pflegesituation gefördert.

Bremer Altenplan – erstellt mit Beteiligung der Öffentlichkeit

Um den zur Zeit rund 400 Seiten umfassenden Altenplan bei Bedarf aktualisieren und ergänzen zu können, gibt es ihn nicht als Druckwerk. Die Altenplan-Kapitel werden als Dateien im Internet unter www.bremen.de/sozialsenator/altenplan veröffentlicht. Hier kann man die Kapitel je nach Interesse einzeln herunterladen.

In bisher fünf Diskussionsforen konnte die Öffentlichkeit auf die Abfassung des Altenplans Einfluss nehmen. Auch zum Themen-Schwerpunkt „Gesundheit“ werden jetzt Diskussionsforen geplant.