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Der Senator für Inneres

Senat beschließt neues Bäderkonzept für Bremen

16.12.2014

Der Senat ist heute (16. Dezember 2014) der Empfehlung von Sport- und Innensenator Ulrich Mäurer gefolgt und hat eine Richtungsentscheidung dahingehend getroffen, dass der Neubau eines Sportbades (mit zehn 50m-Bahnen) nun auf dem Gelände des Freibades Horn weitergeplant und realisiert werden soll.

Ulrich Mäurer, Senator für Inneres und Sport, erläutert anhand von Bildern das neue Bäderkonzept für Bremen
Ulrich Mäurer, Senator für Inneres und Sport, erläutert anhand von Bildern das neue Bäderkonzept für Bremen

Ausgangspunkt für die Planungen eines neuen Bäderkonzepts durch das Sportressort war Anfang dieses Jahres die Erkenntnis, dass das Unibad nicht mit einem vertretbaren Aufwand zu sanieren wäre und am Ende insbesondere die Betriebskosten des Bades nicht zu tragen wären. Da sowohl das Westbad als auch das Horner Bad ebenfalls dringend sanierungsbedürftig sind, hat sich der Senat entschieden, das Thema der Bädersanierung in einem Gesamtkonzept zu planen, um auch künftig allen Bevölkerungsschichten, den Schulen und den Schwimmvereinen adäquate Schwimmmöglichkeiten in Bremen bieten zu können. Einziger Wermutstropfen dabei ist die Verkleinerung der Wasserflächen des Freibades in Horn.

"Diese Reduzierungen lassen sich nicht vermeiden und gehören zu den Kompromissen, die erforderlich sind, um die Neubaumaßnahmen umzusetzen", so Bremens Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer. Die Fläche und die Aufteilung des Bades in Horn sollen dabei in einem Bürgerbeteiligungsverfahren entwickelt werden. Nach derzeitigem Vorplanungsstand ist jedoch davon auszugehen, dass ein erheblicher Teil der bisherigen Wasserfläche erhalten werden kann.

Das Bäderkonzept ist unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern des Landesschwimmverbandes Bremen, dem Deutschen Schwimmverband, dem Landessportbund, der Bremer Bäder GmbH sowie der Senatorin für Bildung und Wissenschaft erstellt worden.

Die geplanten neuen Schwimmhallen in Horn (zehn 50m-Bahnen) und im Bremer Westen (sechs 25m-Bahnen, ein Solekursbecken und ein kombiniertes Springer- Tauch- und Lehrbecken mit Hubboden) werden sich in beiden Bädern an dem Modell "Simply Swimming", des niederländischen Schwimmverbandes als Vorbild orientieren. Dieses bedeutet im Wesentlichen den Verzicht auf nicht zwingend erforderliche Zusatzausstattungen und ein sehr kostenbewusstes Bauverfahren.

Auch wenn im künftigen Westbad keine Saunaausstattung mehr vorgesehen ist, so soll in jedem Fall wieder ein Eltern-Kind-Bereich geschaffen werden, um auch Familien mit kleinen Kindern den Aufenthalt zu verschönern.

Da aufgrund der attraktiveren Bäder von einer steigenden Nachfrage auszugehen ist, sollen die allgemeinen Öffnungszeiten für die Bevölkerung sowohl am Standort Horn als auch am Standort West nach Fertigstellung der Bäder ausgeweitet werden.

Im nächsten Schritt werden das Sportressort und die Bädergesellschaft die finanziellen Rahmendaten weiter konkretisieren. Immerhin ergeben sich zwischen dem Bau nach niederländischem Konzept und den zum Vergleich eingeholten Angeboten herkömmlicher Bauart Kostendifferenzen in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro sowie von zusätzlichen Kosten für Grünflächen, Vorflächen und Parkplatz in Höhe von 977.000 Euro. Die Gesamtkosten der Variante 1 für beide Bäder würden somit bis zu ca. 31,97 Millionen Euro betragen. Dies ist allerdings nur eine grobe Kostenannahme. Eine sichere Kostenberechnung wird nun im Zuge des weiteren Planungsverfahrens erfolgen und soll bis zum Sommer 2015 entscheidungsreif dem Senat und der Bürgerschaft vorgelegt werden. "Rund dreiviertel der auf 15 Jahre hochgerechneten Gesamtkosten eines Bades sind Folgekosten wie Energie- und Personalkosten. Von daher ist es wichtig, die Betriebskosten schon jetzt sehr genau in den Planungen zu berücksichtigen", betonte Bremens Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer.

Mäurer rechnet mit einem Baubeginn des Hallenbades in Horn in 2016. Anschließend wird der Ersatzneubau beim Westbad gebaut. Während dieser Zeit wird das Unibad weiter geöffnet bleiben. Hierzu werden in der nächsten Schließzeit des Bades erste dringende Sanierungen durchgeführt, damit das Bad bis zur Fertigstellung der anderen Bäder betriebsbereit bleibt. Auch dafür hat der Senat insgesamt 440.000 Euro bereitgestellt.

Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer zog nach der knapp einjährigen Planungsphase ein positives Fazit. "Wir hatten den Auftrag vom Senat, eine am Bedarf orientierte, wirtschaftlich sinnvolle und finanzielle Alternative zur Sanierung des Unibades zu entwickeln. Dies ist uns unter Einbeziehung aller betroffenen Zielgruppen mit dem hier vorliegenden Bäderkonzept gelungen."

Foto: Senatspressestelle