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Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

Bremerhaven setzt Zeichen für grüne Schifffahrt

Internationaler Workshop zum Green RoRo Shipping Corridor

13.04.2026

Bremerhaven hat am heutigen Montag (13. April 2026) im Sail City gemeinsam mit dem Hafen Antwerpen und der südkoreanischen Gyeonggi Pyeongtaek Port Corporation einen Schritt in Richtung emissionsarmer Schifffahrt gemacht. Beim "International Green RoRo Shipping Corridor and Decarbonisation Workshop" haben die Häfen Antwerpen und Bremerhaven, Reedereien und Branchenvertreter eine gemeinsame Erklärung abgegeben, mit der sie die Initiierung eines grünen Schiffskorridors verkünden. Im nächsten Schritt soll eine Machbarkeitsstudie für einen grünen Schifffahrtskorridor zwischen Südkorea und Bremerhaven auf den Weg gebracht werden. Ziel des Korridors ist es, den Autotransport auf der Route Pyeongtaek-Bremerhaven schrittweise auf emissionsarme Antriebe umzustellen.

Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Kristina Vogt: "Die Dekarbonisierung der Schifffahrt wird nicht im nationalen Alleingang gelingen. Sie braucht Partner auf den Routen, in den Häfen und bei den Reedereien. Dass wir heute mit Häfen aus Belgien und Südkorea, mit global agierenden Reedereien wie Wallenius Wilhelmsen und Höegh Autoliners sowie mit der südkoreanischen Organisation Solutions for our Climate an einem Tisch sitzen und gemeinsam konkrete nächste Schritte vereinbaren, zeigt: Bremerhaven ist als maritimer Standort international anschlussfähig. Wir bringen die Infrastruktur mit, den politischen Willen und jetzt auch die internationalen Partner. Das ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Häfen."

Der Workshop brachte Vertreterinnen und Vertreter aus Reedereien, Häfen, Wissenschaft und Politik zusammen. Im Mittelpunkt standen neben der Frage der alternativen Kraftstoffe und Bunkeroptionen auch die Landstromversorgung in Bremerhaven sowie die Optionen für einen Green Shipping Corridor im RoRo-Sektor. Seit Januar 2026 steht im Nordhafen eine Landstromanlage zur Verfügung, mit der Autotransporter während ihrer Liegezeit Emissionen einsparen können. Die Einverständniserklärung stellt den nächsten logischen Schritt dar: weg von der einzelnen Hafenmaßnahme, hin zu einem koordinierten Korridor, für den zu einem späteren Zeitpunkt ein MoU folgen soll.

Grundlage für die heutige Vereinbarung ist eine Studie der südkoreanischen Organisation Solutions for our Climate (SFOC), die einen grünen RoRo-Korridor zwischen Pyeongtaek und Bremerhaven über Antwerpen als realisierbar und erstrebenswert bewertet. Die nun vereinbarte Machbarkeitsstudie soll konkrete technische, organisatorische und finanzielle Wege zur Umsetzung aufzeigen.

Neben dem Hafen Antwerpen und der Gyeonggi Pyeongtaek Port Corporation haben Reedereien wie Wallenius Wilhelmsen und Höegh Autoliners ihre Teilnahme am Prozess zugesagt.

Ansprechpartner für die Medien:
Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wht.bremen.de