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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration | Sonstige

Vier Millionen Euro für bessere Ausbildung

Verwaltungsrat des Ausbildungsfonds entscheidet über Fördermaßnahmen

21.08.2026

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Magistrat Bremerhaven, der Arbeitnehmerkammer Bremen und dem DGB

Der Ausbildungsunterstützungsfonds des Bremer Senats besteht aus zwei Säulen. Neben der finanziellen Förderung von Unternehmen mit einer hohen Ausbildungsquote sollen ausbildende Betriebe und junge Menschen in Bremen und Bremerhaven gezielt durch verschiedene Förderprogramme unterstützt werden. Für diese Programme stehen ab jetzt rund vier Millionen Euro zur Verfügung. An diesem Freitag (21. August 2026) hat der Verwaltungsrat des Ausbildungsfonds einstimmig über die Umsetzung der ersten konkreten Maßnahmen entschieden.

Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration: "Ich freue mich über diesen gemeinsamen Beschluss. Wir bringen damit konkrete Unterstützung für die Ausbildung in Bremen auf den Weg. Mit den Förderprogrammen unterstützen wir Betriebe dabei, mehr und gute Ausbildungsplätze zu schaffen. Gleichzeitig helfen wir den Auszubildenden und verbessern das Matching zwischen jungen Menschen und Betrieben. Damit setzen wir gemeinsam ein starkes Signal für Ausbildung und Fachkräftesicherung in Bremen."

Für den Bremerhavener Magistrat sagt Stadtrat Martin Günthner, Dezernent für Soziales, Arbeit, Jugend, Familie und Frauen: "Bremerhaven steht vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits kämpfen wir mit einer seit Jahren auf ähnlichem Niveau verharrenden Arbeitslosigkeit von 14,5 Prozent, die besonders Langzeitarbeitslose, Ältere und Geringqualifizierte betrifft. Andererseits fehlen uns in Schlüsselbranchen wie dem Gesundheitswesen, der Logistik und dem Hafen dringend Fachkräfte – eine Lücke, die sich durch den demografischen Wandel weiter vergrößert. In dieser Situation ist der Ausbildungsfonds ein zentraler Baustein: Er hilft uns, junge Menschen gezielt auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, Betrieben die Ausbildung zu erleichtern und so langfristig den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Der Ausbildungsfonds verbindet soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Notwendigkeit. Ohne diese Maßnahme würde sich die Schere zwischen Arbeitslosen und offenen Stellen weiter öffnen – mit negativen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft."

Peer Rosenthal, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer: "Die Situation am bremischen Ausbildungsmarkt bleibt schwierig, nur noch gut jeder fünfte Betrieb hier bildet aus. Deswegen ist es wichtig, dass nach der finanziellen Unterstützung von Ausbildungsbetrieben jetzt auch die zweite Säule des Ausbildungsunterstützungsfonds rasch und effektiv umgesetzt wird. Dazu gehören Maßnahmen, die ausbildende Unternehmen bei Konflikten in der Ausbildung unterstützen sowie Angebote im Bereich Sprachcoaching und Prüfungsvorbereitung. Das alles kann helfen, den Ausbildungserfolg zu sichern – schließlich wird fast jeder dritte Ausbildungsvertrag in Bremen wieder gelöst."

Christian Wechselbaum, Regionsgeschäftsführer Bremen-Elbe-Weser des Deutschen Gewerkschaftsbundes: "Die duale Berufsausbildung ist eine Stärke der deutschen Wirtschaft und in Zeiten des Fachkräftemangels unverzichtbar. Ich freue mich, dass der Ausbildungsfonds nun Rechtssicherheit hat und Betriebe nicht nur durch finanzielle Ausgleichszahlungen, sondern auch durch konkrete Unterstützungsmaßnahmen gestärkt werden. Gute Ausbildung verlangt viel, denn die Anforderungen für die Betriebe sind gestiegen. Es ist unsere Aufgabe, die Betriebe zu stärken, die diese Verantwortung ernst nehmen und jungen Menschen eine echte Perspektive geben. Das nützt beiden: den Betrieben und den jungen Menschen."

Die Themen der Fördermaßnahmen im Überblick:

  • Förderung von Berufsorientierung
    Praktika, Workshops und Betriebserkundungen bieten jungen Menschen praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufe. Ziel ist es, den Übergang von der Schule in die Ausbildung zu erleichtern und den Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben zu fördern.
  • Ausbildungsbegleitende Sprachförderung
    Sprachcoaches unterstützen Auszubildende mit Sprachbarrieren durch individuelle Sprachförderung am Arbeitsplatz und helfen ihnen, fachliche Inhalte besser zu verstehen und durch verbesserte sprachliche Kompetenzen Verständnisbarrieren abzubauen. Hierbei werden auch digitale Formate genutzt.
  • Ausbau der betrieblichen Prüfungsvorbereitung
    Externe Fachkräfte bieten Prüfungstrainings an, um insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen zu entlasten und Auszubildende gezielt auf den betrieblichen Teil ihrer Abschlussprüfungen vorzubereiten. Hintergrund ist, dass die Vorbereitung der Prüfungen insbesondere für kleinere Betriebe herausfordernd sein kann.
  • Begleitung von Betrieben durch geschulte Fachkräfte (Ausbildungsbetriebsbegleiter)
    Fachkräfte unterstützen den gesamten Ausbildungsprozess, beraten Betriebe und Auszubildende bei Herausforderungen und vernetzen sie bei Bedarf mit weiteren Förderangeboten.
  • Ausbildungsbotschafter
    Nach Vorbild anderer Bundesländer soll ein Pool aus Auszubildenden aufgebaut werden, der für betriebliche Ausbildung wirbt und für Berufsorientierungsmaßnahmen zur Verfügung steht.

Ansprechpersonen für die Medien:

  • Nina Willborn, Pressesprecherin bei der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Tel.: (0421) 361-20323, E-Mail: nina.willborn@soziales.bremen.de
  • Laura Bohlmann, Pressesprecherin Magistrat der Stadt Bremerhaven, Tel.: (0471) 590-2888, E-Mail: laura.bohlmann@magistrat.bremerhaven.de
  • Miriam Bömer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Gewerkschaftsbund Region Bremen-Elbe-Weser, Tel.: (0421) 33 -576-20, E-Mail: miriam.boemer@dgb.de
  • Nathalie Sander, Leitung Kommunikation und Medien bei der Arbeitnehmerkammer Bremen, Tel.: (0421) 36-30-171, E-Mail: sander@arbeitnehmerkammer.de
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