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Sonstige | Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremer Forschungsprojekt entwickelt Klebstoffe aus CO2

Senatorin Müller informiert sich bei Klebtechnikunternehmen Bühnen über Forschungsprojekt mit dem IFAM

21.08.2026

Gemeinsame Pressemitteilung mit der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven

Logo der BAB

CO2 als Ausgangsstoff für neue Kunststoffe und Klebstoffe: Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, hat sich beim Bremer Klebtechnikunternehmen Bühnen über das Forschungsprojekt "CO2-Adhesive" informiert. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM untersucht das Unternehmen, wie sich CO2 als Rohstoff für die Herstellung von Polymeren nutzen lässt.

Umweltsenatorin Dr. Henrike Müller wird vom Bühnen-Geschäftsführer Jan Hunke begrüßt.
Umweltsenatorin Dr. Henrike Müller wird vom Bühnen-Geschäftsführer Jan Hunke begrüßt. Foto: Bühnen

Dabei soll CO2 mit industriell verfügbaren Chemikalien zunächst in chemische Bausteine eingebunden und anschließend zu Polymeren weiterverarbeitet werden. Die CO2-Fixierung soll überwiegend bei Normaldruck und vergleichsweise moderaten Temperaturen erfolgen. Als konkrete Anwendung werden die entstehenden Materialien für den Einsatz als Klebstoffe untersucht.

Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Wenn CO2 nicht nur als Emission, sondern auch als Rohstoff genutzt werden kann, eröffnet das neue Möglichkeiten für eine nachhaltigere Industrie. Projekte wie dieses zeigen, welches Potenzial darin steckt, Kohlenstoff künftig stärker im Kreislauf zu führen – ökologisch und wirtschaftlich."

Die bisherigen Arbeiten verlaufen planmäßig. Die CO2-Fixierung konnte bei Atmosphärendruck und einer Temperatur von 130 Grad Celsius demonstriert werden. Ein verbesserter Hilfsstoff sorgt dafür, dass kaum noch Abfall entsteht und über 90 Prozent des gewünschten Stoffs fehlerfrei hergestellt werden. Darauf aufbauend wird die Eignung der hergestellten Polymere für Klebstoffanwendungen untersucht; als konkreter Demonstrator wird ein Schmelzklebstoff entwickelt.

Jan Hunke, geschäftsführender Gesellschafter der Bühnen GmbH & Co. KG: "Für uns ist entscheidend, ob aus einer guten wissenschaftlichen Idee am Ende ein Produkt entsteht, das in der Praxis funktioniert. Die bisherigen Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Wenn wir CO2 künftig als Rohstoff für leistungsfähige Klebstoffe nutzen können, wäre das ein wichtiger Schritt zu nachhaltigeren Produkten."

Das gemeinsame Forschungsprojekt von Fraunhofer IFAM und Bühnen wird über das Bremer Programm Angewandte Umweltforschung (AUF) gefördert. Das Programm fördert die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft bei der Entwicklung neuer umweltorientierter Technologien, Produkte und Verfahren.

Ralf Stapp, Vorsitzender der Geschäftsführung der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven: "Die Förderung mit dem Programm AUF hat entscheidend dazu beigetragen, Forschung und innovative Industrie zu verbinden und aus einer vielversprechenden Idee eine anwendungsnahe Lösung für nachhaltigere Klebstoffe zu entwickeln. Genau solche Entwicklungen wollen wir mit unserer Förderung ermöglichen."

Das Förderprogramm AUF

Das Projekt wird aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch das Land Bremen – die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft – im Programm "Angewandte Umweltforschung" (AUF) gefördert und von der BAB als Förderstelle begleitet. Mit diesem Programm unterstützt das Land Bremen Forschungsprojekte, die neue umweltorientierte Technologien, Produkte und Verfahren entwickeln und deren Überführung in die wirtschaftliche Anwendung vorbereiten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen.

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Ansprechpersonen für die Medien:

  • Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de
  • Björn Jantzen, Unternehmenssprecher der BAB – Die Förderbank, Tel.: (0421) 96 00 359, E-Mail: presse@bab-bremen.de
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