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Neuer Ausbildungsberuf als Zugang in den Feuerwehrdienst

Werkfeuerwehrfrau und Werkfeuerwehrmann: Vorherige Berufsausbildung entfällt

20.08.2026

Mit dem Ausbildungsstart zum 1. August 2026 beschreitet die Feuerwehr Bremen neue Wege in der Nachwuchsgewinnung. Erstmals haben 16 Auszubildende ihre dreijährige Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau beziehungsweise zum Werkfeuerwehrmann begonnen. Damit erweitert die Feuerwehr Bremen ihr Ausbildungsangebot und schafft einen zusätzlichen Zugang in den Feuerwehrberuf. Heute (20. August 2026) sind die Auszubildenden im Rahmen eines Festaktes im Bremer Rathaus begrüßt worden.

Der erste Jahrgang der Werkfeuerwehrfrauen und Werkfeuerwehrmänner beim Empfang im Bremer Rathaus durch Katja Lessing (Leiterin des Aus- und Fortbildungszentrums Bremen), Anne-Katrin Rieke-Brodda (Gesamtpersonalrat Bremen), Philipp Heßemer (Leiter der Feuerwehr Bremen), Bürgermeister und Finanzsenator Björn Fecker und Olaf Bull (Staatsrat der Senatorin für Inneres und Sport).
Der erste Jahrgang der Werkfeuerwehrfrauen und Werkfeuerwehrmänner beim Empfang im Bremer Rathaus durch Katja Lessing (Leiterin des Aus- und Fortbildungszentrums Bremen), Anne-Katrin Rieke-Brodda (Gesamtpersonalrat Bremen), Philipp Heßemer (Leiter der Feuerwehr Bremen), Bürgermeister und Finanzsenator Björn Fecker und Olaf Bull (Staatsrat der Senatorin für Inneres und Sport). Foto: Finanzressort

Innensenatorin Dr. Eva Högl betont die Bedeutung des neuen Ausbildungswegs für die Zukunft der Feuerwehr: "Mit dieser neuen Ausbildung investieren wir in die Sicherheit der Menschen in Bremen. Gleichzeitig machen wir jungen Menschen einen attraktiven Einstieg in einen Beruf möglich. Hier stehen Verantwortung, Teamgeist und Hilfsbereitschaft ganz vorne. Wer sich für die Feuerwehr entscheidet, entscheidet sich für eine Aufgabe mit großer gesellschaftlicher Bedeutung."

Finanzsenator Björn Fecker sieht in dem neuen Ausbildungsweg einen innovativen Ansatz zur Fachkräftegewinnung: "Die neuen Auszubildenden sind Pioniere – sie starten als erster Jahrgang der neuen Werkfeuerwehr-Ausbildung in Bremen. Sie haben sich teilweise direkt nach der Schule für eine Ausbildung und einen Beruf entschieden, der Verantwortung und Teamgeist für den Schutz der Allgemeinheit verlangt. Dieses Pilotprojekt ist ein weiterer Baustein für die Nachwuchsgewinnung der Feuerwehr."

Die Ausbildung zur Werkfeuerwehrfrau beziehungsweise zum Werkfeuerwehrmann ist bei der Feuerwehr Bremen ein Pilotprojekt. Während andere Berufs- und Werkfeuerwehren diesen Ausbildungsweg bereits erfolgreich etabliert haben, wird er in Bremen nun erstmals angeboten. Die neue Ausbildungsform richtet sich insbesondere an Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die bislang zunächst eine abgeschlossene Berufsausbildung absolvieren mussten, bevor sie sich für den feuerwehrtechnischen Dienst bewerben konnten. Innerhalb von drei Jahren erwerben die Auszubildenden sowohl handwerkliche Grundlagen als auch die feuerwehrfachlichen Qualifikationen für den späteren Einsatzdienst. Gleichzeitig stärkt die neue Ausbildung die Zusammenarbeit der Feuerwehr Bremen mit berufsbildenden Schulen, Ausbildungsbetrieben und weiteren Partnern im Bildungsbereich.

Der Leiter der Feuerwehr Bremen, Philipp Heßemer, sieht darin einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Organisation: "Diese neue, duale Ausbildung ist für die Feuerwehr schon ein echter Meilenstein! Wir können weitere Zielgruppen für die Feuerwehr-Berufsausbildung ansprechen und ein super breites Spektrum in der Kompetenzentwicklung anbieten."

Mit jährlich rund 180.000 Notrufen, etwa 90.000 Einsätzen im Rettungsdienst sowie zahlreichen Brand- und Hilfeleistungseinsätzen zählt die Feuerwehr Bremen zu den zentralen Einrichtungen der öffentlichen Gefahrenabwehr. Die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte ist deshalb ein wesentlicher Baustein für die langfristige Sicherstellung der Einsatzbereitschaft.

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