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Die Senatorin für Justiz und Verfassung

"Papazeit – nur anders!" – neues Buch für Kinder von Inhaftierten

22.07.2026

"Papazeit – nur anders!" – so heißt das neue Buch für Kinder von Inhaftierten. "Vor allem Kinder leiden unter der Inhaftierung eines Familienmitglieds. Das Buch ist als Projekt des Vater-Kind-Kurses in der Justizvollzugsanstalt Bremen entstanden. Es soll Kindern Unsicherheiten nehmen und darüber aufklären, was die Haft auch für die Familien der Inhaftierten bedeuten kann", erklärt Justizsenatorin Claudia Schilling.

Papazeit – nur anders! – neues Buch für Kinder von Inhaftierten
"Papazeit – nur anders!" – neues Buch für Kinder von Inhaftierten. Foto: Justizressort

Zehn Gefangene haben jeweils ein Kapitel geschrieben – so wird Schritt für Schritt erklärt, was passiert: Von "Papa wird von der Polizei abgeholt" über die Gerichtsverhandlung und den Alltag in der Strafhaft bis zu "Papa kommt in den offenen Vollzug" und "Papa wird entlassen". Die Bilder mit dem Pinguin-Maskottchen Pico hat ein Gefangener gemalt, bevor sie professionell nachbearbeitet wurden. Das Buch bekommen die Kinder der Inhaftierten kostenlos. Als erste Auflage wurden 500 Exemplare gedruckt. Kooperationspartner war der Verein Hoppenbank e.V., der auch Träger der neuen Landeskoordinierungsstelle "Kinder von Inhaftierten" in Bremen und Teil des bundesweiten Netzwerks KvI ist.

"Das Erarbeiten des Buches mit den Teilnehmern des Vater-Kind-Kurses war eine spannende Abwechslung zum Vollzugsalltag. Jeder Gefangene hat ein Kapitel beigesteuert und so vielleicht auch ein wenig Selbsttherapie angewendet. Am Ende ist ein wirklich schön gestaltetes Buch herausgekommen, auf das die Autoren und der Zeichner – ebenfalls ein inhaftierter Vater – zurecht sehr stolz sein können", so die Familienbeauftragte der Justizvollzugsanstalt Bremen, Kim Schlangen.

"Dass wir die Kinder und Familien von Gefangenen stärker unterstützen und ansprechen, ist mir sehr wichtig", so die Justizsenatorin. "Für die Inhaftierten kann das Buch ein Einstieg sein, um mit ihren Kindern ehrlich und in einfachen Worten über ihre Fehler und ihre Haft zu sprechen. Außerdem werden den Familien auch ganz praktische Möglichkeiten der Unterstützung aufgezeigt. Damit senden wir ein wichtiges Signal: Ihr seid nicht allein, es gibt Hilfe in dieser schwierigen Situation. Die ersten Rückmeldungen, die wir aus der JVA erhalten haben, sind überaus positiv", erklärt Schilling.

Kindgerecht ist neben den bunten Bildern mit Maskottchen Pico auch die Sprache des Buches. Der Klappentext gibt einen Einblick: "Mira und Leo verstehen die Welt nicht mehr. Ihr Papa wird von der Polizei abgeholt und weggebracht. Erst viel später erfahren sie, dass ihr Papa ein Verbrechen begangen hat und ins Gefängnis muss. Die beiden leiden darunter und machen sich Sorgen um ihren Papa. Mit der Zeit kann ihr Papa ihnen die Angst nehmen. Mira und Leo stellen fest, dass es noch viel mehr Kinder gibt, deren Vater im Gefängnis ist. Und am Ende können sie ihren Papa wieder zu Hause in die Arme schließen. Begleite Mira und Leo durch diese schwere Zeit in ihrem Leben und lerne dabei vieles über den Alltag im Gefängnis. Und da ist ja auch noch Pico... Er ist bei allem immer mit dabei."

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Stephanie Dehne, Pressesprecherin bei der Senatorin für Justiz und Verfassung, Tel.: (0421) 361-2344, E-Mail: stephanie.dehne@justiz.bremen.de

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