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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Infrastrukturtag 2026 in Bremen

Das Land Bremen, die Deutsche Bahn und die Hafenwirtschaft bringen Schienenprojekte gemeinsam voran

17.06.2026

Auf Einladung von Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal kamen heute (Mittwoch, 17. Juni 2026) im Haus der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung unter anderem die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Ute Plambeck und weitere Führungskräfte der DB InfraGO sowie Vertreterinnen und Vertreter des Landes Bremen zum diesjährigen Infrastrukturtag 2026 in Bremen zusammen, um über die Sanierung, den Ausbau und die Zukunft der Schieneninfrastruktur für das Land Bremen zu beraten.

Besonderes Augenmerk lag auf der geplanten Korridorsanierung zwischen Bremen und Bremerhaven, die im Jahr 2027 ansteht. Anders als bei vergleichbaren Sanierungen im Bundesgebiet soll die Strecke hier während der Bauarbeiten eingleisig befahrbar bleiben. So bleibt der Hafen Bremerhaven weiterhin über die Schiene angebunden, zusätzlich kann auch ein Grundangebot im Nahverkehr aufrechterhalten werden. Ergänzend wird der Schienengüterverkehr großräumig über die Infrastruktur der EVB umgeleitet (Strecke Bremerhaven–Bremervörde–Rotenburg). Damit erhält der bedeutende Seehafen-Hinterlandverkehr eine zusätzliche, leistungsfähige Umfahrung – ein in dieser Form bislang einmaliges Vorgehen, das die Anbindung der Häfen auch in der Bauphase sichert.

Die Vorbereitungen laufen bereits: Seit dem Frühjahr finden entlang der Strecke umfangreiche Vorarbeiten statt, unter anderem für neue Stellwerkstechnik und die Oberleitung. Land und Bahn betonten, dass ein verlässlicher Ersatzverkehr und eine frühzeitige, transparente Information der Fahrgäste über die gesamte Bauphase hinweg entscheidend sind. Die Korridorsanierung Bremen–Bremerhaven ist dabei eines der ersten Vorhaben einer ganzen Reihe: In den kommenden Jahren folgen weitere Korridorsanierungen mit unmittelbarem Bezug zum Bremer Eisenbahnknoten (weitere Informationen: bremen-bremerhaven.deutschebahn.com)

Darüber hinaus wurden die für Bremen und Bremerhaven weiteren zentralen Schienenvorhaben diskutiert: Die anstehenden Korridorsanierungen der Deutschen Bahn und ein verlässlicher Ersatzverkehr während der Bauphasen, die Modernisierung und der Neubau von Bahnstationen im Land, der Ausbau der Strecke zwischen Hamburg, Bremen und Hannover sowie die leistungsfähige Anbindung des Bremer Eisenbahnknotens und der Häfen ans Schienennetz. Auch die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Schiene war eines der Themenschwerpunkte des Tages.

Senatorin Özlem Ünsal: "Die Schiene ist das Rückgrat der bezahlbaren wie nachhaltigen Mobilität – und sie ist die Lebensader unserer Häfen. Die großen Sanierungs- und Ausbauprogramme der Bahn müssen unsere Region zuverlässig anbinden, statt sie abzuhängen. Bei jedem einzelnen dieser Projekte bleiben wir hartnäckig am Ball – für die Fahrgäste, für unsere Infrastruktur, für den Wirtschaftsstandort und für eine starke Anbindung des gesamten Nordwestens. Hierbei ist ein abgestimmtes Vorgehen, Entbürokratisierung sowie mehr Tempo auf der Schiene von hoher Bedeutung."

Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn: "Bremen ist ein zentraler Bahnknoten und wichtiger Hafenstandort. Mit den anstehenden Sanierungen und Ausbaumaßnahmen machen wir die Schiene leistungsfähiger, zuverlässiger und fit für die Zukunft – im engen Schulterschluss mit dem Land Bremen und der Hafenwirtschaft."

Staatsrat Kai Stührenberg: "Die Resilienz unserer Häfen hat eine strategische Bedeutung für die Versorgungssicherheit und auch die Verteidigungsfähigkeit der gesamten Bundesrepublik. Um die ankommenden Güter aus den Häfen in das Hinterland zu verteilen, ist eine zuverlässige und leistungsfähige Schienenanbindung von immenser Bedeutung."

Der Infrastrukturtag ist ein etabliertes Austauschformat zwischen dem Land Bremen und der Deutschen Bahn auf Spitzenebene. Land und Bahn wollen ihre enge Abstimmung zu den Bremer Vorhaben konsequent im Rahmen eines Bahngipfels als Spitzengespräch intensivieren.

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de

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