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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Verbraucherschutzbericht für 2024 und 2025 vorgestellt

17.06.2026

Am gestrigen Dienstag (16. Juni 2026) wurde der Verbraucherschutzbericht für die Jahre 2024 und 2025 im Rahmen der Sitzung der Deputation für Gesundheit, Pflege und Verbraucherschutz vorgestellt. Der Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklungen, Herausforderungen und Erfolge im Bereich des Verbraucherschutzes der vergangenen beiden Jahre.

Dazu sagt Verbraucherschutzsenatorin Claudia Bernhard: "Im Alltag werden wir ständig mit Themen des Verbraucherschutzes konfrontiert: beim Einkauf im Supermarkt, beim Mittagessen im Imbiss nebenan, beim Abschließen von Kredit- oder Handyverträgen. Mit dem aktuellen Bericht zum Verbraucherschutz schaffen Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen, das Landesuntersuchungsamt und das Verbraucherschutzressort Transparenz und zeigen, wie wir uns gemeinsam für faire Märkte, sichere Produkte und die Rechte der Menschen im Land Bremen einsetzen."

Der Doppelbericht beinhaltet eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten, Kontrollen und Untersuchungsergebnisse des Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienstes des Landes Bremen mit dem Hafenärztlichen Dienst (LMTVet), des Landesuntersuchungsamtes für Chemie, Hygiene und Veterinärmedizin (LUA) und des Fachreferats bei der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz.

Inhaltlich umfasst der Bericht die Bereiche Lebensmittelkontrollen und Futtermittelüberwachung, Tierschutz und Tiergesundheit, Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit, Eingangskontrollen an den Grenzkontrollstellen, wirtschaftlicher und ernährungsbezogener Verbraucherschutz, mikrobiologische Untersuchungen von Wasser und Hafenärztlicher Dienst.

Wichtige Ergebnisse des Verbraucherschutzbericht 2024/2025:

  • Lebensmittelkontrollen haben gezeigt, dass es in 2024 und 2025 einen Anstieg bei den Hygieneverstößen im Bereich Gastronomie und Lebensmitteleinzelhandel mit einem Bußgeld über 350 Euro gegenüber 2023 gegeben hat: In der Gastronomie waren es 46 in 2024 und 51 in 2025 (2023:38), im Lebensmitteleinzelhandel waren es 19 in 2024 und 20 in 2025 (2023: 5). Verstöße werden gemäß Paragraf 40 Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) auf der Internetseite des LMTVet veröffentlicht.
  • Im Bereich der Futtermittelüberwachung führte die amtliche Überwachung in 2024 zu sieben und 2025 zu fünf Ordnungswidrigkeitenverfahren (uum Vergleich: In 2023 kam es zu elf Ordnungswidrigkeitenverfahren). Insgesamt waren 2024 rund 440 Betriebe registriert, die Futtermittel herstellen, lagern, transportieren oder behandeln, 2025 waren es 480.
  • Das LUA hat 2024 gemeinsam mit der NOKO (Norddeutsche Kooperation der Landeslabore) im Zuge der sogenannten Hot Chip Challenge Chipsproben auf deren Capsaicin-Gehalt untersucht. Capsaicin ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid und wird von verschiedenen Paprikaarten gebildet, zu denen auch der Chili gehört. Es zählt zu den schärfsten Substanzen. In einer als gesundheitsschädlich beurteilten Probe wurden Capsaicin-Gehalte zwischen rund 5.500 bis 16.000 mg/kg nachgewiesen. Zum Vergleich: Peperoni enthält in etwa 6 bis 31 mg/kg, Sambal Oelek 63 bis 625 mg/kg und Jalapeno-Chili ca. 156 - 500 mg/kg Capsaicin. Daraufhin wurde das Inverkehrbringen des Produktes in der damaligen Aufmachung und Zusammensetzung untersagt.
  • Im Bereich Wirtschaftlicher Verbraucherschutz konnte 2024/25 die Verbraucherrechtsberatung im Quartier gestärkt und ausgebaut werden. Diese wird dezentral in zwölf Quartieren im Land Bremen angeboten (zwei Standorte in Bremerhaven, zehn in Bremen). Insgesamt verzeichnete die Verbraucherzentrale Bremen 2024 31.382 Beratungskontakte, 2025 waren es 34.385 (2023: 35.599).
  • Im Jahr 2024 erhielt der LMTVet 853 Beschwerden aus der Bevölkerung zu Tierhaltungen, woraufhin 986 Kontrollen erfolgten und 69 Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie 37 Strafverfahren eingeleitet wurden. In 25 Fällen mussten Tiere fortgenommen werden und in 18 Fällen erfolgte ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot. 2025 gab es 839 Beschwerden, 1.264 Kontrollen sowie 58 Kontrollen von Tiertransporten auf Autobahnen. Es wurden 62 Ordnungswidrigkeitenverfahren und 46 Strafverfahren eingeleitet, in 30 Fällen erfolgte ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot.
  • In den Jahren 2024 und 2025 kam es deutschlandweit zu massiven Ausbrüchen der Aviären Influenza (Geflügelpest/Vogelgrippe). Im Land Bremen wurden 2024/2025 57 tote Wildvögel durch den LMTVet geborgen, bei vier Wildvögeln wurde die Vogelgrippe eindeutig nachgewiesen. Einen amtlich nachgewiesenen Fall bei Hausgeflügel gab es im Berichtszeitraum nicht. Anders bei der Blauzungenkrankheit, die bei Wiederkäuern auftritt: 2024 wurden 114 Tiere im Land Bremen positiv getestet, 2025 waren es 15 Tiere.

Der Jahresbericht Verbraucherschutz 2024/25 ist auf der Website des Gesundheitsressorts unter www.gesundheit.bremen.de als PDF zum Download verfügbar.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Kristin Viezens, Pressesprecherin der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Tel.: (0421) 361-2082, E-Mail: kristin.viezens@gesundheit.bremen.de

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