Vom 17. bis 19. Juni 2026 reist Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt als Teilnehmerin einer hochrangigen deutschen Delegation auf die Shetland-Inseln. Die Reise erfolgt auf Einladung der schottischen Regierung sowie des deutschen Generalkonsulats in Edinburgh und dient dem Ziel, die strategische Zusammenarbeit im europäischen Raumfahrtsektor weiter auszubauen.
Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt: "Europas Zugang zum All ist eine Frage strategischer Souveränität und die aktuell anstehenden Starts von deutschen Mikro-Launcher-Unternehmen, vor allem von Rocket Factory Augsburg vom Startplatz Saxavord in Schottland, sind daher von großer Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit Schottland eröffnet Bremer Unternehmen weiterhin konkrete Zugänge zu Projekten, Partnerschaften und technologischen Entwicklungen zum Beispiel im europäischen Launcher- und Kleinsatellitenmarkt."
Schottland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der dynamischsten Raumfahrtstandorte Europas entwickelt, mit einer vollständigen Wertschöpfungskette von der Entwicklung und Produktion von Kleinsatelliten über Microlauncher bis hin zu Startinfrastruktur und datenbasierten Anwendungen. Inzwischen ist Schottland der größte Hersteller von Kleinsatelliten außerhalb des Silicon Valley. Für Bremen als führenden deutschen Raumfahrtstandort ergeben sich daraus konkrete Kooperations- und Marktchancen.
Die Reise baut auf einer in den vergangenen Jahren systematisch vertieften Partnerschaft auf. Dazu zählen unter anderem ein Delegationsbesuch von Senatorin Vogt in Glasgow 2024 sowie die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen Space Scotland und Aviaspace Bremen e.V. im Jahr 2025. Ziel ist es nun, diese Zusammenarbeit weiter zu konkretisieren und in gemeinsame Projekte zu überführen.
Ein zentraler Programmpunkt ist der Besuch des Spaceports SaxaVord. Dort bereitet die OHB-Tochter Rocket Factory Augsburg den Erststart ihrer Trägerrakete RFA 1 vor. Für Bremen – unter anderem als Standort der Produktion von Oberstufen der Ariane-Trägerrakete – ist die Entwicklung des europäischen Launcher Marktes von hoher industriepolitischer Bedeutung. Daher ist es wichtig, durch die Reise aktuelle Entwicklungen direkt vor Ort zu begleiten.
Neben politischen Gesprächen, stehen insbesondere der Austausch mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie die Auslotung konkreter Kooperationsfelder im Mittelpunkt.
Ansprechpartner für die Medien:
Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wht.bremen.de