Konferenz der Jugend- und Familienminister fasst wichtige Beschlüsse
22.05.2026Demokratiebildung, Prävention und soziale Teilhabe junger Menschen standen im Fokus der Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK). Der Leitantrag der zweitägigen Sitzung in Frankfurt/Main betonte die Bedeutung der Förderung von Medien- und Demokratiekompetenz junger Menschen angesichts der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche heute selbstverständlich in digitalen Räumen aufwachsen. Die in der Bremer Erklärung 2024 formulierten Leitgedanken von Vielfalt, Teilhabe, Beteiligung und Inklusion würden in dem Leitantrag konsequent auf digitale Kontexte übertragen, sagte Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration. "Demokratiebildung findet heute auch online statt. Deshalb ist es richtig, digitale Teilhabe als Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe zu verstehen."
Soziale Medien und digitale Angebote sollten konsequent an Kinderrechten ausgerichtet werden. "Gleichzeitig brauchen junge Menschen starke Kompetenzen, um sich sicher, kritisch und demokratisch in digitalen Räumen bewegen zu können", sagte Senatorin Dr. Schilling. Positiv hervorzuheben sei, dass die JFMK junge Menschen ausdrücklich an der Entwicklung entsprechender Regelungen beteiligen wolle.
Ein weiteres zentrales Thema der Konferenz war aus Bremer Sicht die Stärkung präventiver Ansätze. Die JFMK betonte Prävention als zentrale Stellschraube, um Familien frühzeitig zu erreichen und wirksam zu unterstützen. Dabei wurden als Antwort auf die gestiegene Kinderarmut ausdrücklich Präventionsketten genannt, wie sie auch in Bremen umgesetzt werden, unter anderem in Huchting mit Angeboten wie dem Haus der Familie und den Bremer Stadtteileltern und einer verlässlichen Koordination der Angebote der für die Themen Jugend, Gesundheit und Kinder zuständigen Ressorts. "Prävention stärkt Familien frühzeitig und verhindert, dass Problemlagen sich verfestigen. Das hilft den betroffenen Kindern und Familien unmittelbar", betonte die Senatorin.
Die JFMK fordert zudem die Bundesregierung auf, das Bundesprogramm "Demokratie leben!" langfristig finanziell abzusichern und inhaltlich weiterzuentwickeln. Bremen unterstützt diese Forderung ausdrücklich. Senatorin Dr. Schilling: "Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung brauchen wir verlässliche Strukturen zur Demokratieförderung und Extremismusprävention."
Die JFMK unterstrich zudem die zentrale Bedeutung der Kinder- und Jugendhilfe als Bestandteil der sozialen Sicherungssysteme. Sie leiste einen wesentlichen Beitrag zu Chancengerechtigkeit, sozialer Integration und zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesens. Bremen unterstützt daher die Forderung nach einer nachhaltigen Finanzierung der Kinder- und Jugendhilfe in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen. Senatorin Schilling: "Kinder- und Jugendhilfe ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine tragende Investition in gesellschaftlichen Zusammenhalt und Zukunftschancen junger Menschen."
Ansprechpartnerin für die Medien:
Nina Willborn, Pressesprecherin bei der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Tel.: (0421) 361-20323, E-Mail: nina.willborn@soziales.bremen.de