Sie sind hier:

Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Senat beschließt neue Metrobuslinien und dichtere Takte ab 2027

Angebotsoffensive der BSAG geht weiter

29.09.2026

Mehr Busse, dichtere Takte, neue Direktverbindungen: Der Senat hat heute den nächsten Schritt der Angebotsoffensive der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) beschlossen. Im Bremer Osten soll das neue Angebot im März 2027 starten, auf den Linien 26 und 27 im Mai 2027. Nach Berechnungen mit dem Verkehrsmodell erwartet die BSAG rund 1,5 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr. Für 2027 bis 2029 sind dafür rund 13,3 Millionen Euro im Haushalt und in der Finanzplanung eingeplant.

Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal: "Guter Nahverkehr darf keine Frage der Adresse sein. Hemelingen und Arbergen bekommen zum ersten Mal eine Verbindung ohne Umsteigen in die Innenstadt, und zwischen Huckelriede und Hauptbahnhof kommt tagsüber alle fünf Minuten ein Bus. Das ist Fortschritt, den man jeden Tag an der Haltestelle spürt."

Kernstück im Osten ist eine neue Metrobuslinie. Sie fährt montags bis samstags tagsüber alle zehn Minuten vom Bahnhof Mahndorf über Arbergen-Nord, Hemelingen, Föhrenstraße, Stresemannstraße und Bismarckstraße zum Hauptbahnhof und weiter über die Domsheide nach Findorff. Die Ortsteile Arbergen und Hemelingen sind damit erstmals umsteigefrei mit der Innenstadt verbunden. In Hemelingen ersetzt die neue Linie die Linien 40, 41 und 44. Auch die Linie 25 wird zur Metrobuslinie und fährt montags bis freitags tagsüber weiter im 7,5-Minuten-Takt. Wo beide Linien gemeinsam fahren, gibt es 12 bis 14 Fahrten pro Stunde, unter anderem zum Klinikum Mitte, zum Bürgeramt mit Kfz-Zulassungsstelle, zu den Gewerbestandorten an Bismarck- und Stresemannstraße und ins Neue Hulsbergviertel.

Neu ist außerdem eine Buslinie zwischen Weserpark und Weserwehr über die Osterholzer Heerstraße, montags bis samstags im 15-Minuten-Takt. Zusammen mit den Linien 33/34 und 37 gibt es auf dem Heerstraßenzug dann bis zu 11 Fahrten pro Stunde. Eine weitere neue Linie ergänzt das Angebot in Arbergen-Süd. Sie verbindet Mahndorf, Arbergen und Hemelingen tagsüber im 30-Minuten-Takt mit dem Weserwehr (Anschluss an die Linien 3 und 23 sowie an das Einkaufszentrum Hanse Carré) und ersetzt die Linien 40 und 41S.

Auch die Linien 26 und 27 werden zu Metrobuslinien. Die 26 fährt montags bis samstags zwischen Überseestadt, Findorff, Hauptbahnhof, Huckelriede, Habenhausen und Arsten-Nord (Hermann-Helms-Straße) alle zehn Minuten. Jede zweite Fahrt führt weiter über Kattenturm-Mitte bis zum Klinikum Links der Weser. Die Entwicklungsgebiete Überseestadt und Werdersee bekommen damit ein Angebot, wie es in gewachsenen Quartieren üblich ist. Die 27 fährt tagsüber auf ganzer Strecke zwischen Weidedamm-Nord und Brinkum-Nord (IKEA) im 10-Minuten-Takt. Zwischen Huckelriede und Brinkum-Nord ist das deutlich mehr, als der Verkehrsentwicklungsplan ursprünglich vorsah. Zwischen Hauptbahnhof und Findorff nimmt sie künftig den Weg über Theodor-Heuss-Allee und Admiralstraße. Der Westen und Süden Findorffs sind damit erstmals direkt an den Hauptbahnhof angebunden. Zwischen Huckelriede, Neustadt, Am Brill und Hauptbahnhof ergänzen sich beide Linien tagsüber zum 5-Minuten-Takt.

Auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke ist aktuell nur eine begrenzte Zahl von Busfahrten möglich. Damit die 26 und 27 dort gemeinsam fahren können, ändert sich mit ihrem Start auch der Weg der Metrobuslinie 63. Sie fährt dann, wie heute schon die Linie 24, über die Wilhelm-Kaisen-Brücke und die Domsheide. Aus Woltmershausen entsteht so ein aufeinander abgestimmtes Angebot beider Linien.

Die Stufe 2 der Angebotsoffensive ist eine Maßnahme des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) Bremen 2025, dessen Teilfortschreibung Senat und Deputation im September 2022 beschlossen haben. Ziel ist ein Prioritätsnetz aus Straßenbahn- und Buslinien, das 85 Prozent der Bremerinnen und Bremer in einem verlässlichen, dichten Takt mit der Innenstadt und den wichtigsten Zielen der Stadt verbindet. Die Buslinien in diesem Netz laufen unter dem Namen Metrobus und sollen ein ähnliches Angebot bieten wie die Straßenbahn. Umgesetzt wird das Netz Schritt für Schritt. Den Anfang machte im August 2026 die Linie 63 im Bereich GVZ/Tabakquartier. Die jetzt beschlossenen Änderungen wurden von Januar bis März 2026 in den Beiräten Hemelingen, Obervieland, Osterholz, Vahr und Woltmershausen vorgestellt und dort durchweg positiv bewertet.

Für das neue Angebot braucht die BSAG rund 90 zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer. Die BSAG baut dafür interne Kapazitäten für Auswahl und Ausbildung auf und arbeitet mit externen Fahrschulen zusammen. "Das Geld ist eingeplant, die Strecken sind durchgeplant, jetzt kommt es auf die Menschen hinterm Steuer an", so Ünsal. "Wer einen Job sucht, der Bremen jeden Tag in Bewegung hält, ist bei der BSAG genau richtig."

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de

Bremen von oben ·