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"Alles Wissen Wollen" im Staatsarchiv Bremen

Stasi-Unterlagen-Archiv präsentiert Wanderausstellung | Podium am Einheitswochenende

22.09.2026

Gemeinsame Pressemitteilung des Staatsarchiv Bremen und des Bundesarchiv

Logo des Stasi-Unterlagen-Archivs.

Vom 24. September bis 2. November 2026 ist die Wanderausstellung "Alles Wissen wollen. Die Stasi und ihre Dokumente" im Staatsarchiv Bremen zu sehen. Die Ausstellung stellt Objekte aus dem Archiv in den Mittelpunkt, über die sich die Geschichte der DDR-Geheimpolizei, ihre Methoden und die oftmals drastischen Folgen der Bespitzelung für die Betroffenen erschließen lassen.

Blick in die Ausstellung.
Blick in die Ausstellung. Foto: Bundesarchiv, Hoffmann

Sieben Vitrinen zeigen Faksimiles von 21 Objekten aus den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs. Dazu gehört ein großer, handgefertigter Buchstabe "A" (wie Ausreise) aus Alufolie und Krepp-Papier aus der Gegenstandsablage der Stasi. Ein Ehepaar hatte ihn 1985 ins Fenster seiner Wohnung gehängt, um den Wunsch zur Ausreise öffentlich zu dokumentieren – und musste deshalb in Untersuchungshaft. Gezeigt wird auch ein Stasi-Observationsfoto aus Berlin 1986: Zu erkennen ist einer der Beteiligten des Attentats auf die West-Berliner Diskothek "La Belle" beim Betreten der libyschen Botschaft in Ost-Berlin.

Die Ausstellung ist als vor Ort- und zugleich Online-Ausstellung konzipiert: Auf den Vitrinen finden sich neben Kurztexten QR-Codes, die zur Webseite www.alles-wissen-wollen.de führen. Hier finden die Besucherinnen und Besucher Hintergrundinformationen mit insgesamt knapp 400 Dokumenten, Fotos, Audios und Filmen.

Podium am Einheitswochenende

Begleitend zur Ausstellung findet am Einheitswochenende ein Podiumsgespräch am Freitag, 2. Oktober 2026, um 17.30 Uhr im Staatsarchiv Bremen statt. Elisabeth Kaiser (Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland - angefragt), Andreas Mackeben (Vertreter des Kulturressorts Bremen) und Daniela Münkel (Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv) eröffnen den Abend mit Grußworten. Anschließend sprechen Daniela Münkel, Evelyn Zupke (SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag) und Thomas Köcher (Leiter Landeszentrale für Politische Bildung Bremen) über die Bedeutung der Stasi-Unterlagen für das heutige Verständnis unserer demokratischen Gesellschaft. Brigitta Nimz (Kommissarische Archivleiterin Staatsarchiv Bremen) moderiert. Es gibt an diesem Tag von 10 bis 19 Uhr die Möglichkeit, vor Ort einen Antrag auf Einsicht in Stasi-Akten zu stellen. Ein Mitarbeiter des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs unterstützt dabei. Auch das neue Themenheft "Die Stasi und Bremen" des Bundesarchivs wird an diesem Tag vor Ort erhältlich sein und in die Diskussion einbezogen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Es wird um Anmeldung unter information@staatsarchiv.bremen.de gebeten.

Die Ausstellung ist vom 24. September bis 2. November 2026 im Staatsarchiv Bremen, Am Staatsarchiv 1, 28203 Bremen zu sehen. Sie ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und am Freitag von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Sonderöffnungszeiten gibt es am 2. Oktober von 9 bis 19 Uhr und am 3. Oktober von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Achtung Redaktionen:
Bilder und Kurzfilm zur Ausstellung "Alles Wissen Wollen": www.bundesarchiv.de
Informationen zur Ausstellung: www.alles-wissen-wollen.de

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: Bundesarchiv, Hoffmann
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