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Der Senator für Kinder und Bildung | Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Früher Start: Wie der Weg in die Kita einfacher wird

17.09.2026

Mit "Früher Start" werden die Häuser der Familie des Amtes für Soziale Dienste Bremen zu einer Brücke in die Bremer Kitas. Mit der Weiterentwicklung der ehemaligen Spielkreise hin zum Projekt "Früher Start" richtet sich das überarbeitete niedrigschwellige Angebot des Senators für Kinder und Bildung an Familien, die bisher noch nicht den Weg in eine Kita gefunden haben. In Kleingruppen können Mädchen und Jungen hier erste Gruppenerfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Eltern erhalten Beratung und Unterstützung. Auch Hol- und Bringdienste sind möglich.

Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles betont: "Das Konzept 'Früher Start' setzt einen zentralen Gedanken des Senatsvorhabens 'Alle Kinder in die Kitas' konkret um. Der entscheidende Ansatz ist dabei: Der Träger wartet nicht darauf, dass Familien den Weg zu ihm finden, sondern geht selbst auf Familien zu. Wir wollen damit vor allem die Kinder erreichen, die von Kindertagesbetreuung besonders profitieren können. Der Zugang zur frühkindlichen Bildung darf keine Frage des Zufalls sein."

Staatsrätin Jennifer Müller-Wilckens ergänzt während eines Rundgangs durch das Familienzentrum Mobile in Bremen-Hemelingen: "Die Häuser der Familie sind für dieses niedrigschwellige Angebot besonders geeignet, weil sie in ihren Quartieren bereits gut vernetzt sind und über viele unterschiedliche Angebote einen vertrauensvollen Zugang zu Familien haben. Gemeinsam mit den umliegenden Kitas können Übergänge durch Schnupperbesuche und Hospitationen noch enger begleitet werden."

Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling betont: "Schon seit vielen Jahren finden niedrigschwellige Angebote zur Heranführung an das Bremer Kita-Betreuungssystem in den Häusern der Familie statt. Die Eltern-Kind-Angebote der Häuser der Familie sind vor allem für Kinder und Familien in besonderen Lebenslagen eine wichtige Anlaufstelle. Hier finden sie Austausch- und Informationsmöglichkeiten zum Betreuungssystem. Ich freue mich, dass mit "Früher Start" jetzt die Brückenfunktion der Häuser der Familie in die Kitas gestärkt wird."

Bettina Paul-Renken, Geschäftsführerin des Freundeskreises der Häuser der Familie und Familienbildung in Bremen e. V., führt aus: "Die Häuser der Familie sind niedrigschwellige Orte, an denen Familien unkompliziert ankommen, Kontakte knüpfen und Vertrauen aufbauen können. Wir erreichen hier Familien, die sonst schwieriger den Zugang finden. Mit dem Angebot 'Früher Start' werden Eltern gestärkt, was Kindern Chancen eröffnet und der ganzen Familie neue Perspektiven. Gerade Familien, die über klassische Zugangswege schwer erreichbar sind, finden hier leichten Zugang - und wir zu ihnen. Diese Erfahrung und die enge Vernetzung im Stadtteil sind eine wichtige Grundlage für das neue Angebot 'Früher Start'."

Diese schrittweise Weiterentwicklung der bisherigen sozialpädagogischen Spielkreise in den Häusern der Familie zu einem niedrigschwelligen Einstiegsangebot hat mit dem Kindergartenjahr 2026/27 begonnen. Im Mittelpunkt steht dabei die gezielte, behutsame Heranführung von Familien an die regulären Angebote der Kindertagesbetreuung. Denn trotz des Ausbaus von Kita-Plätzen in Bremen werden insbesondere belastete und zugewanderte Familien sowie Familien mit sprachlichen oder organisatorischen Zugangshürden noch nicht ausreichend erreicht. Zwar ist die Betreuungsquote 2026 gestiegen und liegt bei 30,4 Prozent im Krippen- und 90,8 Prozent im Elementarbereich. Um mehr Familien zu erreichen, soll der Übergang in die reguläre Kindertagesbetreuung künftig gezielt begleitet werden.

Nach diesem Kitajahr wird geprüft, wie wirksam die neue Angebotsstruktur dabei ist, weitere Familien zu erreichen. Die Erfahrungen sollen zeigen, ob das Konzept weiter angepasst werden muss.

In Hemelingen ergänzt das flexible Betreuungsangebot "Moki" diese Arbeit. "Moki" ist im Haus der Familie verortet und richtet sich an Familien, die aufgrund ihrer konkreten Lebenssituation flexible Unterstützung bei der Kinderbetreuung benötigen. Damit schafft "Moki" eine wichtige Ergänzung zum regulären Betreuungsangebot und kann insbesondere dort helfen, wo starre Betreuungszeiten nicht zur Lebensrealität der Familien passen.

"Früher Start" und "Moki" verfolgen dabei unterschiedliche, aber sich ergänzende Ansätze: "Früher Start" baut Brücken in das Regelsystem und unterstützt Familien beim ersten Schritt in die Kita. "Moki" bietet flexible Entlastung, wenn die familiäre Situation kurzfristig oder dauerhaft besondere Lösungen erfordert. Zusammen zeigen beide Angebote, wie eine familiennahe Infrastruktur im Stadtteil funktionieren kann.

Was sind die Häuser der Familie?

Die elf Häuser der Familie (HdF) sind stadtteilbezogene Einrichtungen des Amtes für Soziale Dienste Bremen und dem Sozialdienst Junge Menschen zugeordnet. Die Häuser der Familie in der Vahr, Horn-Lehe (mit Borgfeld und Oberneuland), Huchting, Obervieland, Walle (mit Gröpelingen), Mitte (mit Östlicher Vorstadt und Findorff), Hemelingen (mit Osterholz, Hastedt, Mahndorf, Arbergen und Sebaldsbrück), Tenever, Lüssum, Vegesack und Bockhorn sind direkt in den Wohnquartieren angesiedelt und dienen Familien im Stadtteil und darüber hinaus als Anlaufpunkt.

Die Angebote der Häuser der Familie richten sich an Menschen aller Altersstufen, insbesondere an Mütter, Väter und Kinder vom Säuglingsalter an. Sie unterstützen Menschen aller sozialen Schichten und Bevölkerungsgruppen in ihrem Familienalltag, bieten Hilfen in belastenden Lebenssituationen und beraten rund um Fragen zu Erziehung, Familienalltag und Partnerschaft.

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