Bremen schiebt Taschendieb nach Moldau ab
17.07.2026Er war fast täglich in Bussen und Straßenbahnen der BSAG unterwegs und hat dort über Monate Taschen und Rucksäcke geleert. Die Zentralstelle Rückführungen der Innenbehörde hat den 34-jährigen Moldauer in sein Heimatland abgeschoben. Bei der Polizei galt er als Intensivtäter. Ausreisen musste er nicht wegen der Diebstähle allein, sondern weil er kein Recht hatte, in Deutschland zu bleiben.
Die Polizei Bremen stufte ihn zum 1. Juli 2025 als Intensivtäter ein. Seitdem lagen alle Verfahren gegen ihn in einer Hand. Videoaufnahmen aus den Fahrzeugen wurden ausgewertet und die Fälle gebündelt zur Staatsanwaltschaft geschickt. In den Systemen der Polizei standen zuletzt neun offene Aufenthaltsermittlungen. Eine Ausreiseverfügung lag vor, ein Passdokument ebenfalls.
Zuständig für die Abschiebung war das Referat 24 der Innenbehörde, die Zentralstelle Rückführungen. Sie kümmert sich seit 2018 um die schweren Fälle: um Gefährder, um Schwerkriminelle, um Intensivtäter. Der Fall zeigt, wie eng Polizei und Innenbehörde dabei zusammenarbeiten. Die Polizei liefert die Beweise, die Zentralstelle setzt die Ausreise durch.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Dieser Mann hat Menschen bestohlen, die auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause waren. Das ist gemein, und viele haben sich danach in der Bahn nicht mehr wohlgefühlt. Jetzt ist er weg. Dahinter steckt Fleißarbeit: Die Polizei hat jede einzelne Tat sauber aufgearbeitet, unsere Zentralstelle Rückführungen hat den Rest erledigt. Genau dafür haben wir sie. Wer bei uns immer wieder Straftaten begeht und kein Recht hat, hier zu bleiben, geht. In Bremens Bussen und Bahnen sollen sich alle sicher fühlen."
Der Schutz der Fahrgäste endet damit nicht. Auf den Bildschirmen in Bussen und Bahnen läuft regelmäßig der Rat der Polizei, wie man sein Portemonnaie sichert. Regelmäßig sind Polizei, BSAG und der Weisse Ring gemeinsam in den Fahrzeugen unterwegs und sprechen die Fahrgäste direkt an. Das Thema Taschendiebstahl bleibt wichtig. Verbunden mit der Frage, wie man hinsieht, wenn andere bestohlen werden.
Ansprechpartner für die Medien:
René Möller, Pressesprecher bei der Senatorin für Inneres und Sport, Tel.: (0421) 361-9002, E-Mail: rene.moeller@inneres.bremen.de