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Der Senator für Kultur

Bundesverdienstkreuz am Bande für Prof. Dr. Wiebke Ahrndt

Kultursenator Dr. Andreas Bovenschulte würdigt herausragendes Engagement der Direktorin vom Bremer Übersee-Museum für die Aufarbeitung kolonialer Geschichte und den verantwortungsvollen Umgang mit Kulturgut

12.06.2026

Die Direktorin des Übersee-Museums Bremen, Prof. Dr. Wiebke Ahrndt, ist für ihre besonderen Verdienste um die Aufarbeitung kolonialer Geschichte sowie ihren langjährigen Einsatz für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Kulturstaatsminister Dr. Wolfram Weimer überreichte ihr heute (Freitag, 12. Juni 2026) die Auszeichnung.

Wiebke Ahrndt, Direktorin des Bremer Übersee-Museums.
Wiebke Ahrndt, Direktorin des Bremer Übersee-Museums. Foto: Volker Beinhorn

Bürgermeister und Kultursenator Dr. Andreas Bovenschulte würdigt die Leistungen der Ethnologin: "Prof. Dr. Wiebke Ahrndt hat die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit in Deutschland entscheidend vorangebracht. Mit großer wissenschaftlicher Expertise, Beharrlichkeit und Dialogbereitschaft hat sie dazu beigetragen, neue Maßstäbe für den Umgang mit Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten zu setzen. Ihr Wirken strahlt weit über Bremen hinaus und hat die Museumslandschaft in Deutschland nachhaltig geprägt. Ich gratuliere ihr herzlich für diese verdiente Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland."

Seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt Wiebke Ahrndt die nationale und internationale Debatte über Provenienzforschung, Restitution und Dekolonisierung von Museen. Seit 2002 als Direktorin des Übersee-Museums Bremen hat sie maßgeblich dazu beigetragen, die kritische Auseinandersetzung mit kolonialen Sammlungsbeständen voranzutreiben und die Perspektiven der Herkunftsgesellschaften stärker einzubeziehen. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Übersee-Museum zu einem wichtigen Ort der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit kolonialem Erbe.

Darüber hinaus engagiert sich Ahrndt seit vielen Jahren im Deutschen Museumsbund. Als Präsidentin des Verbandes sowie zuvor als Vizepräsidentin setzte sie wichtige Impulse für die Provenienzforschung und die Entwicklung bundesweit anerkannter Leitfäden zum Umgang mit Sammlungsgut und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten. Ihre Arbeit hat dazu beigetragen, Standards für einen sensiblen und verantwortungsvollen Umgang mit diesem Erbe zu etablieren.

Neben ihrer Tätigkeit am Übersee-Museum ist Wiebke Ahrndt Honorarprofessorin an der Universität Bremen und in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien sowie Beiräten aktiv. Ihr Engagement für eine kritische Erinnerungskultur, die Einbindung von Herkunftsgesellschaften und die Restitution unrechtmäßig erworbener Kulturgüter hat ihr bundesweit hohe Anerkennung eingebracht.

Mit der Auszeichnung wird das langjährige und herausragende Engagement von Prof. Dr. Wiebke Ahrndt für Wissenschaft, Kultur und gesellschaftliche Verantwortung gewürdigt.

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Jens Tittmann, Pressesprecher beim Senator für Kultur, Tel.: (0421) 361 - 90637, E-Mail: jens.tittmann@kultur.bremen.de

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