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Senatskanzlei | Sonstige

"Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" hat wichtige Schlüsselprojekte ermöglicht

Abschluss des Bundesprogramms und Vorbereitung der künftigen Transformationsprozesse

09.06.2026

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Projektbüro Innenstadt Bremen

Die Fertigstellung der klimaangepassten Dechanatstraße im Mai hat den Schlusspunkt für den Einsatz des Bundesförderprogramms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" (ZIZ) in Bremen gesetzt. Mit dem Programm hat Bremen seit Ende 2022 wichtige Schlüsselprojekte der Innenstadtentwicklung vorangebracht und neue, modellhafte Ansätze ausprobiert.

Die ehemalige Kassenhalle der Bremer Landesbank – das heutige Forum Domshof der Universität – wurde mit Mittel aus dem Bundesprogramm zum Treffpunkt umgestaltet.
Die ehemalige Kassenhalle der Bremer Landesbank – das heutige "Forum Domshof" der Universität – wurde mit Mittel aus dem Bundesprogramm zum Treffpunkt umgestaltet. Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen / Christian Burmester

Für die Senatskanzlei als Zuwendungsempfänger der Bundesmittel hat das Projektbüro Innenstadt Bremen im Rahmen von ZIZ rund 6 Millionen Euro (davon etwa 4,4 Millionen Euro vom Bund) eingesetzt, um die Bremer Innenstadt gezielt zu stärken und ein tragfähiges Fundament für ihre Entwicklung zu schaffen.

Der neu gestaltete Innenhof des Forum Domshof.
Der neu gestaltete Innenhof des Forum Domshof. Foto: Projektbüro Innenstadt Bremen / Christian Burmester

Mit dem Geld wurde die Dechanatstraße zum ersten klimaangepassten Stadtraum im Zentrum zwischen Wall und Weser umgebaut. Auch die Umgestaltung von ehemaliger Kassenhalle und Innenhof des Uniforums am Domshof zu einem Begegnungsort zwischen Universität und Stadtgesellschaft wurde durch die ZIZ-Förderung ermöglicht, genauso wie die Ansiedlung von neun innovativen Handelsformaten durch die Wirtschaftsförderung Bremen GmbH. Um die Taubenpopulation in der Innenstadt artgerecht einzudämmen, wurden Taubenhäuser angeschafft und so ein Beitrag zur Sauberkeit und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt geleistet.

"Neue so genannte dritte Ort, lebendige öffentliche Räume, weniger Leerstand und mehr Vielfalt im Einzelhandel, eine höhere Aufenthaltsqualität: Das alles sind konkrete Ergebnisse der Förderung", so Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Auch den anstehenden Neubau des "Bremer Hof" auf dem Grundstück des heutigen Parkhaus Mitte bereiteten das Projektbüro Innenstadt Bremen und das Bauressort gemeinsam im Rahmen des ZIZ-Programms vor. Der hoch- und freiraumplanerische Wettbewerb inklusive vorbereitender Planungsstudien sind die Grundlage für die derzeit laufenden Planungen zum "Bremer Hof" und den Ankauf der benachbarten ehemaligen Horten-Immobilie durch die Brestadt GmbH.

Innovative Handlungskonzepte

Mit der Erarbeitung von fünf innovativen Handlungskonzepten konnte Bremen zudem wichtige Transformationsthemen für die Innenstadt voranbringen. So liegen nunmehr wertvolle Empfehlungen vor, wie und an welchen zusätzlichen Orten Wissenschaft und Bildung im Bremer Zentrum angesiedelt und mit der Stadtgesellschaft verknüpft werden können. Handlungskonzepte zur Klimaanpassung und zur Aktivierung von Nebenlagen identifizieren Potenzial jenseits der sogenannten A-Lagen, Konzepte zur Nutzung von Dachlandschaften und zur Umnutzung eines Parkhauses zeigen die Chancen, aber auch die bestehenden Hürden bei der Erschließung und Nutzung. Mit dem "Aktionsplan Centrum Bremen 2030+" entwickelte das Projektbüro Innenstadt Bremen schließlich einen umsetzungsorientierten Fahrplan für den Umbau der Innenstadt der nächsten zehn Jahre.

"Innenstadtentwicklung ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe", so der Geschäftsführer des Projektbüro Innenstadt Bremen, Carl Zillich. "Das hat sich auch bei der Umsetzung des ZIZ-Programms gezeigt, die nur durch die Zusammenarbeit zahlreicher Ressorts und städtischer Gesellschaften gelingen konnte."

Erfolgsfaktor Dialogveranstaltungen

Auch die Zivilgesellschaft hat sich aktiv am ZIZ-Programm beteiligt. "Über einen Bürger:innenrat, vier große öffentlichen Dialogveranstaltungen sowie die Plattform 'binnenstadt' sind die Bremerinnen und Bremer aktiv in den Umsetzungsprozess des Programms eingebunden worden. Mit dem Verfügungsfonds konnten wir neue Gruppen für die Innenstadt gewinnen, die sich mit ihren Ideen aktiv in den Wandel eingebracht haben", so Zillich. Bundesweite Beachtung fand zudem der Experimentierraum UMZU. Der ehemalige Marktpavillon in der Papenstraße wurde für zwei Jahre zu einem Treffpunkt für Initiativen, Kultur und Stadtentwicklung mit Workshops, Diskussionen und kreativen Formaten.

"Mit dem Abschluss des Bundesprogramms endet eine wichtige Förderphase, aber nicht der Transformationsprozess selbst", sagt Bürgermeister Bovenschulte. Die entwickelten Konzepte, Netzwerke und Projekte bilden die Grundlage für die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer resilienten, vielfältigen und lebendigen Bremer Innenstadt.

Weitere Informationen unter www.binnenstadt.de.

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