Neuer Fortschrittsbericht und Website zeigen, wie Bremen sich fit für den Klimawandel macht
05.06.2026Der aktuelle Fortschrittsbericht zum Entwicklungsprozess "Schwammstadt Bremen" zeigt, welche Fortschritte Bremen auf dem Weg zu einer klimaangepassten, wassersensiblen und lebenswerten Stadt bereits erreicht hat. Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft hat den Bericht am 4. Juni 2026 in der Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft vorgestellt.
Das Prinzip der Schwammstadt verfolgt das Ziel, Regenwasser dort zu speichern, wo es fällt, und es gezielt für Verdunstung, Versickerung oder Wiederverwendung zu nutzen, statt es schnell abzuleiten. Dadurch bleibt mehr Wasser in der Stadt, Grünflächen werden besser mit Feuchtigkeit versorgt und die Folgen von Hitzeperioden und Starkregen können besser abgefedert werden. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen können Schwammstadt-Maßnahmen helfen, die sommerliche Hitze spürbar zu reduzieren.
Maßnahmen wie begrünte Dächer und Fassaden, entsiegelte Flächen oder Regenwasserzisternen helfen dabei, die Stadt im Sommer zu kühlen, Überschwemmungen vorzubeugen und die Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Dr. Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, betont: "Mit der Schwammstadt Bremen stellen wir die Weichen für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, die den Herausforderungen des Klimawandels aktiv begegnet. Die neue Schwammstadt-Website macht unser gemeinsames Engagement für mehr Stadtgrün, bessere Wassernutzung und lebenswerte Quartiere für alle sichtbar. Sie lädt Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Initiativen ein, sich zu informieren und selbst Teil der Schwammstadt zu werden."
hanseWasser-Geschäftsführer Swen Pfister ergänzt: "Die Schwammstadt-Website ist ein wichtiger Baustein, um die vielen guten Beispiele aus Bremen zu zeigen und Wissen zu teilen. Sie macht deutlich, wie vielfältig und innovativ die Lösungen für eine wassersensible Stadt sein können – von der Dachbegrünung bis zur Regenwassernutzung. Wir freuen uns, diesen Prozess gemeinsam mit der Stadt Bremen aktiv zu gestalten."
Neue Website bündelt Bremer Schwammstadt-Projekte
Ein zentrales Ergebnis des im vergangenen Jahr gestarteten Akteursprozesses "Handlungskonzept Schwammstadt Bremen" ist die Veröffentlichung der neuen Website www.schwammstadt-bremen.de.
Das gemeinsam von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft und hanseWasser entwickelte Portal informiert erstmals umfassend und gebündelt über bereits umgesetzte, geplante und aktuell entstehende Schwammstadt-Projekte in Bremen. Ziel ist es, erfolgreiche Beispiele sichtbar zu machen, Anregungen für eigene Projekte zu geben und weitere Akteurinnen und Akteure zur Mitwirkung zu motivieren. Die Website wird laufend erweitert.
Beispiele für bereits vorgestellte Projekte sind der Umbau der Dechanatstraße und der Rasteder Straße sowie das naturnahe Regenwassermanagement im neuen Wohnquartier Gartenstadt Werdersee.
Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg
Der aktuelle Bericht zeigt, dass die Umsetzung des Schwammstadt-Leitbilds in Bremen ressortübergreifend und in gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteure voranschreitet. Dafür wurden Arbeitsgruppen zu zentralen Themen wie Fokusräumen, rechtlichen Rahmenbedingungen, Finanzierung, Musterlösungen und Kommunikation eingerichtet. Ziel ist es, geeignete Strukturen zu schaffen, damit sich Chancen für mehr Grün- und Wasserflächen künftig schneller und gezielter nutzen lassen.
Als nächster Schritt steht die Fertigstellung des Handlungskonzepts Schwammstadt an, das als Fahrplan für die weitere Entwicklung dient. Die darin beschlossenen Maßnahmen werden anschließend sukzessive umgesetzt. Zudem wird der Prozess zur weiteren Konkretisierung von Projekten in die Öffentlichkeit getragen.
Mit dem Fortschrittsbericht und der neuen Website wird der Entwicklungsprozess transparent dokumentiert. Gleichzeitig sind Bürgerinnen und bürger, Unternehmen und Initiativen aufgerufen, sich aktiv an der Entwicklung Bremens zur Schwammstadt zu beteiligen.
Das Förderprogramm "Schwammstadt Bremen" unterstützt Privatpersonen und Unternehmen dabei, Flächen zu entsiegeln, Dächer und Fassaden zu begrünen sowie Grau- und Regenwasser auf dem eigenen Grundstück zu nutzen. Damit knüpft es auch an die Initiative "Bremen pflastert ab" (www.bremen-pflastert-ab.de) an, die mehr Grün statt versiegelter Flächen in die Stadt bringen will. Jede entsiegelte Fläche, jedes begrünte Dach und jeder neue Baum hilft dabei, Bremen widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen zu machen.
Weitere Informationen:
www.schwammstadt-bremen.de.
www.klimaanpassung.bremen.de
Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de