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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremen stärkt Hochwasserschutz mit modernen Maßnahmen

Nach dem Hochwasser 2023/24 setzt Bremen auf moderne Deiche, bessere Planung und gezielte Investitionen

02.06.2026

Nach dem Hochwasser 2023/24 setzt Bremen einen Ausbau des Hochwasserschutzes konsequenten fort. Mit modernen Deichen, einer besseren Planung und gezielten Investitionen soll die Stadt künftig noch besser vor Hochwasser geschützt werden. Das hat der Senat heute (2. Juni 2026) beschlossen.

Prioritäre Maßnahmen wie die Ertüchtigung des Deichverteidigungswegs bei Warf-Butendiek sowie Unterhaltungsarbeiten am rechten Weserufer in Timmersloh sind bereits umgesetzt worden. Die Erstellung einer Generalplanung für den Binnenhochwasserschutz (GPHWS) als zentrales Hochwasserschutz-Bauprogramm, das die Gewässer Wümme, Mittelweser und Ochtum umfasst, wird durch die Stadt Bremen eigenständig erarbeitet. Der erste Teilabschnitt für die Wümme soll bis 2028 fertiggestellt werden. Für die Mittelweser und die Ochtum laufen die Planungen bereits.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Das Weihnachtshochwasser hat deutlich gemacht, dass wir unseren Hochwasserschutz nicht nur punktuell verbessern, sondern insgesamt robuster und zukunftsfest aufstellen müssen. Dazu gehören moderne Deichsysteme, eine vorausschauende Planung und gezielte Investitionen in die Infrastruktur. Nur so können wir die Sicherheit der Menschen und den Schutz unserer Stadt langfristig gewährleisten. Hochwasserschutz ist Menschenschutz."

Für den Bereich Wümme wurde gemeinsam mit dem Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ein hydraulisches Modell erstellt. Dabei handelt es sich um ein eine computergestützte Simulation von unter anderem Wasserständen, Fließgeschwindigkeiten und Hochwasserverläufen. Dieses Modell bildet das Hochwasserereignis 2023/24 realitätsnah ab und bestätigt den Einfluss von Bewuchs auf den Wasserabfluss. Damit wurde die Wirksamkeit der bereits durchgeführten Gehölzreduzierung Ende 2024 bestätigt. Eine weitere Maßnahme zwischen Kreuzdeich und den Flutbrücken wird derzeit gemeinsam mit dem Landkreis Osterholz und der Gemeinde Lilienthal vorbereitet. Als aktueller Schritt werden die Ringdeiche Timmersloh und Warf-Butendiek neu vermessen und planerisch überprüft.

Zudem wurde die Regelung zur Beseitigung von Gehölzen auf Deichen angepasst. Hintergrund ist, dass Bäume und Sträucher die Stabilität von Deichen beeinträchtigen können. Dies ist in der neuen Verordnung zum Schutz von Bäumen der Freien Hansestadt Bremen (BremBaumSchV) geregelt. Künftig können die Deichverbände eigenverantwortlich bewerten, ob von Gehölzen eine Gefahr für die Deichsicherheit ausgeht.

Ein weiterer Baustein des Hochwasserschutz Binnen ist die Modernisierung der Siel- und Schöpfwerke. Viele dieser Anlagen sind inzwischen in die Jahre gekommen und müssen an die Folgen des Klimawandels sowie veränderte hydrologische Bedingungen angepasst werden. Dies erfolgt gemeinsam mit dem NLWKN im Rahmen des Generalplans zur Klimafolgenanpassung Siel- und Schöpfwerke. Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme werden anschließend die erforderlichen Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen festgelegt.

Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung des bremischen Binnenhochwasserschutzes ist die Bauentwurfs -und Genehmigungsplanung an der Ihle, die bereits in einer separaten Vorlage behandelt wurde.

Für diese Maßnahmen stehen im Land Bremen von 2026 bis 2029 insgesamt rund 2,74 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stammen rund 1,49 Millionen Euro aus Bundesmitteln des Förderbereichs 7 "Wasserwirtschaftliche Maßnahmen" der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes".

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de

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